Ausgabe 84

      Jahrgang 22

    Februar 2018

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






5 Krankheiten, die (tatsächlich) durch Küsse übertragen werden
Venezuela: "Die fehlenden Medikamente sind ein Todesurteil"
Unser doppeltes Coming out
Neuseeland und Australien wollen PrEP staatlich finanzieren
QT-Verlängerung bei HIV-Patienten
HIV: Amerikanische Zulassungsbehörde beginnt Zulassungsverfahren für Doravirin
UNO: Kirche mitschuldig an HIV-Ausbreitung
Swiss Aids News: Im Reservoir. Wo HI-Viren schlummern
„Erfolgreich behandelte HIV-Patienten sind nicht mehr ansteckend.“
HIV-Reservoir durch Checkpoint-Blocker verkleinert
Opiatabhängige klären über Substitutionstherapie auf
HIV in der DDR: Die Mauer als "Kondom"
Generika, Rabattverträge, Re-Importe – Was geht mich das an?
10 Jahre Swiss Statement zum Schutz durch Therapie
PrEP: wie oft sollte die Nierenfunktion kontrolliert werden?
Trotz PrEP: Infektion mit HIV-Wildtyp
Kombi-Pille erleichtert HIV-Therapie
«Selbsttest kann dazu beitragen, HIV zu eliminieren»
Friedliches Zusammenleben mit Verwandten des AIDS-Erregers
Anstieg von Geschlechtskrankheiten – wer ist betroffen?
Serie zur Geschichte: Die letzten Überlebenden – Teil 1 bis 8
US-Regierung entlässt gesamtes Aids-Beratergremium
2017 im Rückblick: Meilensteine, prägende Ereignisse und Debatten
Wirksamer Impfschutz für HIV-Patienten
Website zur Gesundheit von Migranten und Flüchtlingen
HIV-Infektionen und AIDS – ein Vergleich zwischen Subsahara /Afrika und Deutschland
Serie: Es ist HIV
Studie für wirksamen HIV-Impfschutz startet
HIV-Resistenzen bei Therapiebeginn nehmen in ärmeren Ländern zu
Sex, Party, positiv
Medikamenteninteraktionen durch Begleitmedikation und illegalen Drogenkonsum
"Wir haben doch schon alles, um Aids zu besiegen!"
Stellschrauben für ein langes Leben mit dem Aids-Erreger
ANST - Ansteckungsdatei der Polizei in der Diskussion
HIV-Therapie, weitergedacht





 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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5 Krankheiten, die (tatsächlich) durch Küsse übertragen werden

Der 14. Februar gilt als Tag der Liebe und Zweisamkeit. Doch Vorsicht: Manchmal sind beim Knutschen ungebetene Gäste dabei. Wir stellen einige von ihnen vor.  Romantik hin oder her, dass das Vergnügen zu zweit mit unschönen Infektionen enden kann, hat sich herumgesprochen. Doch Kondome schützen beileibe nicht vor allen Krankheitserregern. Einige Viren und Bakterien werden schon zwischen Partnern übertragen, bevor die Hüllen gefallen sind – beim Küssen nämlich.

Mehr unter: Spektrum der Wissenschaft vom 14. Februar 2018
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Venezuela: "Die fehlenden Medikamente sind ein Todesurteil"

Im größten HIV-Behandlungszentrum des Landes fehlt es von einfachen Utensilien bis hin zu Medikamenten an allem. Wegen Medikamentenmangels können HIV-Positive nicht behandelt werden und erkranken an Folgeinfektionen. Im Aids-Behandlungszentrum in Caracas sterben die Patienten den Ärzten unter den Händen weg. Alejandro Ortegas Körper ist mit kreisförmigen, schwarzen Flecken übersät. Hände, Arme, Füße und sogar das Gesicht des 21-Jährigen sehen aus, als seien sie von lauter schlecht verheilten Narben bedeckt. "Keine Sorge, das ist nicht ansteckend", sagt er, als er zur Begrüßung die Hand ausstreckt. Der Arzt, der Alejandro im Klinikum der venezolanischen Zentraluniversität in Caracas behandelt, erklärt, die Flecken kämen von einer Pilzinfektion, die von Tauben übertragen werde.

Mehr unter: Deutsche Welle vom 14. Februar 2018
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Unser doppeltes Coming out

Schwule, SexworkerInnen und FixerInnen sind von einer HIV-Infektion viel stärker betroffen als alle andern. Im neuen Buch «Positiv. Aids in der Schweiz» ist die Perspektive dieser Risikogruppen aber kaum vertreten. Aids geht uns alle an: Genial war sie schon, diese PR-Strategie. Das verschlafene Bundesamt für Gesundheit liess sich vor 30 Jahren dazu hinreissen und schaffte eine kleine Sensation: Die Bedrohung Aids brachte nicht das Schlechteste aus der Gesellschaft hervor, sondern, im Gegenteil, einen bewundernswerten Akt der Solidarität und einen erfrischenden Pragmatismus. Im Sinne dieser Bewunderung ist nun der schmale Band «Positiv. Aids in der Schweiz» erschienen.

Buch: Positiv. Aids in der Schweiz
Constantin Seibt (Hrsg.)
144 Seiten. 32 Franken.
Echtzeit Verlag. Zürich 2017.

Mehr unter: WOZ - Die Wochenzeitung vom 14. Februar 2018
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Neuseeland und Australien wollen PrEP staatlich finanzieren

Am 7. Februar 2018 legte Neuseeland vor, am 9. Februar folgte Australien: Beide Staaten wollen Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko den Schutz durch die PräExpositionsProphylaxe (PrEP) ermöglichen. Die Kosten dafür werden künftig bis auf einen relativ geringen Eigenanteil von den nationalen Gesundheitsdiensten übernommen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 14. Februar 2018
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QT-Verlängerung bei HIV-Patienten

Bei HIV-Infizierten kommt es häufiger als in der Normalbevölkerung zu Verlängerungen des QT-Intervalls. Es ist jedoch bisher nicht geklärt, ob die HIV-Infektion selbst, die antiretroviralen Medikamente oder andere Faktoren ursächlich für dieses Phänomen sind. Im Rahmen der deutschen Kohorten HIV-HEART und Heinz-Nixdorf-Recall wurden die Daten von 496 HIV-Patienten mit insgesamt 992 Personen aus der Normalbevölkerung verglichen.

Zur Erläuterung - Pharmawiki: Verlängerung des QT-Intervalls, Symptome, Ursachen, Risikofaktoren, Diagnose, Behandlung 

Link zum Abstract 

Mehr unter: Netzwerk Infektiologie – News Netzwerk Infektiologie Nr. 14 vom 8. Februar 2018
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HIV: Amerikanische Zulassungsbehörde beginnt Zulassungsverfahren für Doravirin

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat den Antrag auf Arzneimittelzulassung des NNRTIs Doravirin zur Behandlung von HIV-1-infizierten Erwachsenen akzeptiert und wird bis spätestens 23. Oktober 2018 über die Marktzulassung entscheiden. Der Zulassungsantrag beruht auf Daten zur einmal täglichen Anwendung von Doravirin (DOR) sowohl als Einzeltablette in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten als auch als Fixkombination zusammen mit den beiden NRTIs Lamivudin (3TC) und Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) zur einmal täglichen Anwendung (DOR/3TC/TDF).

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung MSD vom 6. Februar 2018
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UNO: Kirche mitschuldig an HIV-Ausbreitung

Der neue UNO-Beauftragte für den Kampf gegen die Ausbreitung von Aids auf den Philippinen, Louie Ocampo, hat der katholischen Kirche eine Mitschuld an der HIV-Ausbreitung im Inselstaat vorgeworfen. Die römisch-katholische Kirche und konservative Politiker förderten durch ihren Widerstand gegen den Gebrauch von Kondomen die steigenden Infektionszahlen, sagte der nationale Direktor des UNO-Programms gegen HIV/Aids (UNAIDS).

Mehr unter: ORF vom 2. Februar 2018
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Swiss Aids News: Im Reservoir. Wo HI-Viren schlummern

Wir haben einen bunten Straus an interessanten Artikeln für Sie in den Swiss Aids News aufbereitet. Das Heftmotto «Im Reservoir – wo HI-Viren schlummern» geht der Frage nach, so sich das HI-Virus versteckt, wenn es nicht mehr aufspürbar, also undetectable ist, sich aber gleichwohl noch im Körper befindet. Die Diskriminierungsmeldungen des Rechtdienstes der Aids-Hilfe Schweiz sind keine erfreulichen Nachrichten. Im Gegenteil, die Zahl der Diskriminierungen ist so hoch wie nie. Stolz präsentieren wir Ihnen hingegen die Übersicht über antiretrovirale Substanzen. Die aktuelle Arzneimitteltabelle kann bei Bedarf aus dem Heft getrennt werden.

Download pdf: Swiss Aids News 4 | 2017

Mehr unter: Aids-Hilfe Schweiz im Februar 2018
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„Erfolgreich behandelte HIV-Patienten sind nicht mehr ansteckend.“

Neue Präventionsstrategien, nachhaltiges Wissensupdate und zukünftige Heilungschancen sind die Schwerpunkte der 17. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage ZU GAST IN BERLIN vom 23. bis 25. März 2018. Zum 17. Mal seit 1984 treffen sich Ärzte, Psychologen, Pflegepersonal und Sozialarbeiter, um sich mit dem aktuellen Wissens- und Forschungsstand sowie mit neuen Wegen in der Vorbeugung und Behandlung von HIV und Hepatitis vertraut zu machen. Mehr als 1.500 Teilnehmer werden zu diesem größten Fachkongress zu AIDS und Hepatitis in Deutschland erwartet. Veranstaltungsort ist Berlin.

Link pdf: Programm 

Mehr unter: 17. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage - Pressemeldung vom Januar 2018
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HIV-Reservoir durch Checkpoint-Blocker verkleinert

Die Immuntherapie mit Checkpoint-Blockern ist eine neue Möglichkeiten der Krebstherapie. Wie wirkt sich diese Behandlung auf HIV aus? Erst vor kurzem wurde gezeigt, dass auch Menschen mit HIV mit Checkpoint-Blockern (CTLA-4 und/oder PD-1) behandelt werden können. Diese Art der Behandlung wird bei bestimmten Krebserkrankungen eingesetzt, wenn eine erste Chemotherapie nicht erfolgreich war oder es zum Relapse kam.

Quelle: Guihot A et al., Drastic decrease of the HIV reservoir in a patient treated with nivolumab for lung cancer, Annals of Oncology,  doi:10.1093/annonc/mdx696

Mehr unter: HIV & More vom 24. Januar 2018
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Opiatabhängige klären über Substitutionstherapie auf

Der JES Bundesverband hat ein Video produziert, in dem opiatabhängige Menschen, die in Substitutionstherapie sind, ihre persönlichen Beweggründe und Wünsche in Bezug auf diese Behandlungsform schildern. Rund 80.000 Menschen in Deutschland werden derzeit mit Substitutionsmedikamenten wie zum Beispiel Methadon, Morphin oder Buprenorphin behandelt. Chrissy ist eine von ihnen. Die 30-Jährige hat vor zwei Jahren mit der Substitution begonnen. „Ich möchte mir beweisen, dass ein Leben ohne Drogen für mich möglich ist“, sagt sie über ihre Motivation.

Link: Youtube Video Inside Substitution

Webseite JES Bundesverband

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom Januar 2018
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HIV in der DDR: Die Mauer als "Kondom"


Bild: © Horst Herkommer

Das Thema Aids erregte erstmals 1983 großes Aufsehen in der Bundesrepublik. In der DDR hatte man zu diesem Zeitpunkt von Aids und HIV kaum gehört. Auch in Sachen Aufklärung befand sich die DDR im Rückstand. Im DDR-Fernsehen wurden nur allgemeine Informationen verbreitet. Die Bevölkerung wurde damals durch das Westfernsehen aufgeklärt.

Mehr unter: Mitteldeutscher Rundfunk - MDR vom 27. Januar 2018
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Generika, Rabattverträge, Re-Importe – Was geht mich das an?

Bisher waren Generika in der HIV-Therapie kaum von Bedeutung. Doch durch die Diskussion um die PräExpositionsProphylaxe (PrEP) und die Initiative ein generisches Präparat für die PrEP für 50 Euro anzubieten, kam Bewegung in den Markt. Inzwischen bietet auch ratiopharm ein solches Präparat für 69,90 Euro an – allerdings nicht nur für die PrEP, sondern auch für die Behandlung (dann allerdings in Kombination mit mindestens einem weiteren Präparat). Bisher hatten HIV-Schwerpunktärzte keinen vergleichbaren Kostendruck wie andere Ärzte, da die HIV-Therapie außerhalb des Arzneimittelbudgets abgerechnet wurde. Das könnte sich in Zukunft allerdings ändern. Denn in den nächsten Jahren werden immer mehr HIV-Medikamente als Generika verfügbar werden und damit im Preis deutlich sinken.

Mehr unter: HIV & More vom Januar 2018
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10 Jahre Swiss Statement zum Schutz durch Therapie

HIV kann unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie auch beim Sex nicht übertragen werden. Am 30. Januar 2008 wurde dieser Fakt erstmals im so genannten EKAF Papier veröffentlicht, international als Swiss Statement bekannt. Das Papier hat einen Meilenstein in der modernen HIV-Prävention gesetzt. Denn seitdem gilt: Schutz durch Therapie wirkt.

Download: Das „Swiss Statement“ von 2008 (pdf) 

Siehe auch: DAH blog magazin.hiv: 10 Jahre Swiss Statement - Die Fakten hinter U=U: Warum ein vernachlässigbares Risiko kein Risiko ist 

Und: 10 Jahre Swiss Statement - Als die Botschaft vom Schutz durch die HIV-Therapie endlich laufen lernte 

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 28. Januar 2018
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PrEP: wie oft sollte die Nierenfunktion kontrolliert werden?

Eine HIV Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit Tenofovir DF und Emtricitabin (TDF/FTC) ist seit August 2016 in Europa zugelassen. Die Frage, wie oft bei gesunden Personen, die TDF im Rahmen einer PrEP kontinuierlich einnehmen, die Nierenfunktion überprüft werden sollte, ist bisher nicht eindeutig beantwortet. Zur Klärung dieser Frage wurden die Daten von 5.358 Personen aus zwei Studien zur PrEP, die in Kenia und Uganda durchgeführt wurden, ausgewertet.

Link zum Abstract 

Mehr unter: Netzwerk Infektiologie – Newsletter vom 18. Januar 2018
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Trotz PrEP: Infektion mit HIV-Wildtyp

In den Studien hat sich die PrEP als hochwirksam erwiesen. Nun, da die PrEP breit eingesetzt wird, werden erste „exotische“ Befunde bekannt. Eine Amsterdamer Arbeitsgruppe berichtet vom Fall einer HIV-Infektion mit einem Virus ohne Resistenzen gegen FTC / TDF (Truvada® oder Emtricitabin / Tenofovirdiproxil) und einem atypischen Serokonversionsmuster trotz wohl dauerhaft guter Adhärenz. Der 50jährige Mann (MSM) nahm seit 8 Monaten eine tägliche PrEP. Er berichtete über zahlreiche Sexkontakte, davon häufig mit aufnehmendem, kondomlosen Analverkehr. Auch verschiedene Drogen wurden dabei konsumiert, zum Teil mit intramuskulärer Injektion (Ketamin). Hier wurden aber seinen Angaben zufolge jeweils sterile Utensilien verwendet.

Quelle: Hoornenborg E et al., Acquisition of wild-type HIV-1 infection in a patient on pre-exposure prophylaxis with high intracellular concentrations of tenofovir diphosphate: a case report, Lancet HIV 2017; 4: e522–28 

Artikel als pdf: Acquisition of wild-type HIV-1 infection in a patient on pre-exposure prophylaxis with high intracellular concentrations of tenofovir diphosphate: a case report 

Mehr unter: HIV & More vom 9. Januar 2018
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Kombi-Pille erleichtert HIV-Therapie

Einmal pro Woche reicht: Künftig könnte die HIV-Therapie einfacher und bequemer werden. Denn Forscher haben eine neuartige Kombi-Pille entwickelt, die nur noch einmal wöchentlich geschluckt werden muss – statt der bisher täglichen Tablettendosis. Dank ihrer speziellen Konstruktion gibt die Kapsel verschiedene antivirale Wirkstoffe in zeitlich gestaffelten Dosen frei. Erste Tests bei Schweinen waren bereits erfolgreich, bald sollen klinischen Studien mit Menschen folgen.

Orginalartikel in Nature Communications: Development of an oral once-weekly drug delivery system for HIV antiretroviral therapy 

Siehe Ärztezeitung: Antivirale Medikamente: Pillendose zum Schlucken für 1x wöchentliche HIV-Therapie 

Siehe auch ntv: Revolution dank Sternprinzip - Wöchentliche Kapsel verändert HIV-Therapie 

Mehr unter: scinexx vom 10. Januar 2018
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«Selbsttest kann dazu beitragen, HIV zu eliminieren»

In Ländern wie Frankreich, Italien, Belgien und Luxemburg sind sie bereits rezeptfrei erhältlich: HIV-Selbsttests. In der Schweiz sind sie noch verboten, doch könnte dies sich bald ändern. «Wir klären derzeit ab, ob der Selbsttest auch in der Schweiz angeboten werden soll», sagt Daniel Koch, Abteilungsleiter für übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit zur «Zentralschweiz am Sonntag». Es würden derzeit Gespräche mit den französischen Hersteller der Tests AAZ-LMB geführt. Führt die Abklärung zu einem positiven Schluss, werde das BAG bei Swissmedic eine Sonderbewilligung beantragen, die einen oder mehrere Tests erlaubt.

Wie ein HIV-Schnelltest funktioniert erfahren Sie ausführlich im Youtube Film

Mehr unter: Berner Zeitung vom 8. Januar 2018
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Friedliches Zusammenleben mit Verwandten des AIDS-Erregers

Warum infizierte Affen kein AIDS entwickeln: Virologen erforschen, warum infizierte Affen keine Immunschwäche entwickeln. Einige Affenarten entwickeln niemals eine Immunschwäche, obwohl sie mit einem engen Verwandten des AIDS-Erregers infiziert sind. Eine internationale Forschergruppe hat nun molekulare Unterschiede zum menschlichen Immunsystem identifiziert, die das "friedliche Zusammenleben" der Affen mit dem Virus erklären könnten. Diese Erkenntnisse haben die Virologen, darunter Prof. Frank Kirchhoff und Juniorprofessor Daniel Sauter aus Ulm, in der hoch renommierten Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht. Sie könnten auf längere Sicht dazu beitragen, die HIV-Therapie beim Menschen zu verbessern.

Artikel in Nature: Sooty mangabey genome sequence provides insight into AIDS resistance in a natural SIV host 

Mehr unter: Universität Ulm - Pressemeldung vom 4. Januar 2018
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Anstieg von Geschlechtskrankheiten – wer ist betroffen?

In den letzten 10 Jahren kam es vielerorts, nicht nur in der Schweiz, zu einem Anstieg von gemeldeten Geschlechtskrankheiten (STI). Ein Teil des Anstieges lässt sich auf die vermehrte Laboruntersuchung auch von symptomlosen Personen zurückführen. Eine kürzlich im Open Forum Infectious Diseases aus Boston publizierte Studie ist der Frage nachgegangen, wer denn besonders betroffen ist von diesen neu diagnostizierten STI-Diagnosen.

Siehe auch: Mayer KH. et al. Sociodemographic and Clinical Factors Associated With Increasing Bacterial Sexually Transmitted Infection Diagnoses in Men Who Have Sex With Men Accessing Care at a Boston Community Health Center (2005-2015). Open Forum Infect Dis. 2017 

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 3. Januar 2018
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Serie zur Geschichte: Die letzten Überlebenden – Teil 1 bis 8

Nach seiner HIV-Diagnose in den 80ern lebte Peter jeden Tag so, als wäre es sein letzter. Heute ist er über 60 und immer noch da. Er hatte das Glück, Aids zu überleben, und das Pech, weiterkämpfen zu müssen. Mit der hochwirksamen Kombitherapie änderte sich Mitte der 1990er Jahre der Verlauf der HIV/Aids-Epidemie regelrecht über Nacht: Tausenden Menschen, die sich zum Tode verurteilt sahen, wurde plötzlich eine Zukunft geschenkt. Doch Aids zu überwinden brachte neue Herausforderungen mit sich: Viele der Langzeitpositiven kämpfen noch immer ums Überleben – und um ihren Platz in einer Gesellschaft, die sie vergessen zu haben scheint. Erin Allday, Reporterin beim San Francisco Chronicle, hat einige der Langzeitüberlebenden San Franciscos besucht, einer der Städte in den USA, die am stärksten von der Aids-Krise der 80er und 90er betroffen waren. Dabei entstanden ist das multimediale Projekt Last Men Standing.

Die letzten Überlebenden - Teil 2: „Ich habe mich die ganze Zeit aufs Sterben vorbereitet“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 3: „Wir waren aufrechte Säulen inmitten der Trümmer“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 4: „Ich habe so viel in meinem Leben gehabt, aber eines vermisse ich“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 5: „Du musst dich dafür entscheiden, glücklich und dankbar zu sein“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 6: „Du wirst okay sein, du wirst leben“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 7: „Ihr tragt all die Erinnerungen, die ganze Geschichte mit euch“ 

Die letzten Überlebenden - Teil 8: „Ich will, dass die mir noch bleibende Zeit zählt“

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv Teil 1 vom 2. Januar 2018
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US-Regierung entlässt gesamtes Aids-Beratergremium

Im Juni verließen sechs Angehörige aus Protest die Kommission. Nun hat die Regierung von US-Präsident Trump laut Medienberichten die restlichen Mitglieder entlassen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat nach übereinstimmenden Medienberichten das gesamte Beratergremium des Weißen Hauses für Fragen zu HIV/Aids entlassen. Im Juni waren bereits sechs Angehörige der Kommission aus Protest gegen die Gesundheitspolitik Trumps zurückgetreten. Die noch verbliebenen Mitglieder hätten nun ihre Entlassungspapiere erhalten, heißt es in der Washington Post.

Mehr unter: ZEIT online vom 30. Dezember 2017
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2017 im Rückblick: Meilensteine, prägende Ereignisse und Debatten

Welche Themen rund um HIV und Aids haben uns 2017 bewegt? Was waren die herausragenden Nachrichten? Ein Rückblick der magazin.hiv-Redaktion.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 30. Dezember 2017
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Wirksamer Impfschutz für HIV-Patienten

Wegen des Risikos schwerer Krankheitsverläufe sind Impfungen für HIV-Infizierte besonders wichtig; gegebenenfalls empfiehlt es sich, den Impferfolg zu kontrollieren. Patienten mit Immundefizienz sollten grundsätzlich einen möglichst weit reichenden Schutz durch Impfungen erhalten. Auch Lebendimpfstoffe sind nicht generell kontraindiziert: Bei HIV-Patienten können sie in Erwägung gezogen werden, wenn die Zahl der CD4-positiven T-Zellen 250/ml überschreitet (Bundesgesundheitsbl 2017: 60: 674–684). Mit Totimpfstoffen kann generell gefahrlos geimpft werden. Zu berücksichtigen ist, dass das Ansprechen auf Impfungen im Allgemeinen schlechter ist als bei HIV-negativen Patienten, das gilt vor allem bei niedrigen Helferzellzahlen, aber auch bei erfolgreicher ART.

Siehe auch HIV and More: Zusammenfassung der Impfempfehlungen 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 29. Dezember 2017
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Website zur Gesundheit von Migranten und Flüchtlingen

Die Flüchtlingszahlen erreichten 2016 den höchsten jemals erfassten Stand: Laut des Jahresberichts der Flüchtlingshilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR) gab es Ende 2016 65,7 Mio Flüchtlinge (der Migrationsbericht der UN gab die Anzahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden mit 25,9 Millionen an). Davon waren 22,5 Millionen Verfolgte aufgrund von Krieg und Menschenrechtsverletzungen, 40,3 Millionen waren Binnenflüchtlinge und 2,8 Millionen Asylsuchende. Etwa 50 Prozent aller Flüchtlinge waren Kinder unter 18. Jeden Tag waren ca. 34.000 Menschen gezwungen, ihren Wohnort wegen kriegerischer oder anderen gewalttätigen Ereignissen zu verlassen.

Diese und vermutlich alle weiteren Beiträge der Website Migrant and refugees health sind kostenlos erhältlich.

Link zur Webseite: Migrant and refugees health 

Mehr unter: Forum Gesundheitspolitik vom 20. Dezember 2017
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HIV-Infektionen und AIDS – ein Vergleich zwischen Subsahara /Afrika und Deutschland

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember erreichte uns der folgende Beitrag. Hier beschreibt Klaus-Dieter Kolenda den derzeitigen Stand der Dinge beim Thema HIV/AIDS am Beispiel Deutschlands und Afrikas südlich der Sahara. Er erläutert die gewaltigen Unterschiede, die hier bestehen. Er macht deutlich, wie es dazu kam und was getan werden müsste, um HIV/AIDS weltweit zu bezwingen.

Vergleiche auch Orginalartikel in Rubikon: Das Sterben der Armen 

Mehr unter: NachDenkSeiten vom 12. Dezember 2017
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Serie: Es ist HIV

HIV haben nur Homosexuelle und Drogenabhängige? Von wegen. Philipp Spiegel, 35 Jahre alt, hetero, erzählt von seiner Diagnose, davon, wie es ist, als Mann mit HIV Frauen kennen zu lernen und seiner Suche nach denen, die er infiziert haben könnte.
Serie:

Es ist HIV. Sag ich's ihr? 
Er ist HIV-positiv. Er ist auch: 35 Jahre alt, Single und unsicher, was er tun soll, wenn er vor einer schönen Frau steht, mit der er gern nach Hause gehen würde.
Teil eins der Serie.

Es ist HIV. Werde ich sterben? 
Werde ich Schmerzen haben? Werde ich noch reisen können? Kinder zeugen? Sex haben? In einem Ashram in Indien erfährt Philipp, dass er infiziert ist.
Teil zwei der Serie.

Es ist HIV. Ich hatte doch mit Kondom verhütet.
Er ist 35, heterosexuell, HIV positiv und muss vier Frauen per Mail mitteilen, dass er infiziert ist. Wer steckte ihn an? Und steckte er eine Frau an?
Teil drei der Serie.

Zum Thema siehe auch ZEIT online: Ich bin mehr als das Virus 

Mehr unter: ZEIT online ab 1. Dezember 2017
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Studie für wirksamen HIV-Impfschutz startet

Eine Impfung gegen HIV könnte 100.000 gefährdeten Menschen vor einer Infektion mit dem Virus und dem Ausbruch von AIDS schützen. Janssen unterstützt zusammen mit der Bill and Melinda Gates Stiftung sowie den National Institutes of Health den Start einer Studie zur Entwicklung einer wirksamen HIV-Impfung. Die Partner schließen sich zusammen, um eine „globale Impfung“ zu entwickeln, die einem breiten Spektrum von HIV-Erregern vorbeugen kann. Gemeinsames Ziel ist eine Welt ohne HIV.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung von Janssen-Cilag vom 6. Dezember 2017
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HIV-Resistenzen bei Therapiebeginn nehmen in ärmeren Ländern zu

Immer mehr Menschen in Subsahara Afrika, aber auch in Asien und Lateinamerika sind bereits zu Therapiebeginn mit HI-Viren infiziert, die gegen einen Wirkstoff der empfohlenen Ersttherapie resistent sind. Dies zeigt eine Studie in Lancet Infectious Diseases (2017; doi: 10.1016/S1473-3099(17)30702-8), die eine Änderung der Behandlungsstrategien erforderlich machen könnte.

Link: Studie in Lancet Infectious Diseases (pdf) 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 3. Dezember 2017
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Sex, Party, positiv

Chem-Sex ist eine neue Spielart von Rausch. Auf der Jagd nach dem ultimativen Orgasmus fallen alle Vorsichtsmaßnahmen. Damit hat das HI-Virus neue Chancen. Es funktioniert in Zeiten von Onlinedating ganz unkompliziert. Die meisten Verabredungen zu Sexpartys finden vor dem Wochenende über Grindr und Tinder statt. Treffpunkt sind Privatwohnungen. Wer kommt, weiß, was er will. In der Erwartung eines ultimativen oder multiplen Orgasmus zahlt man einen Unkostenbeitrag für die Drogen, die dort schon bereitliegen, wirft sie ein und überlässt sich dem Trieb und dem Treiben. Mit vielen Partnern. Manchmal das ganze Wochenende.

Alle Infos zu ChemDrugs unter checkit.wien 

Zum Thema download pdf: HIVreport Ausgabe 01/2017: Synthetische Drogen - Wichtige und neue Substanzen im Überblick 

Mehr unter: der Standard vom 1. Dezember 2017
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Medikamenteninteraktionen durch Begleitmedikation und illegalen Drogenkonsum

Knapp drei Viertel der HIV-Patienten in Deutschland haben nicht AIDS definierende Begleiterkrankungen, vier Fünftel nehmen zusätzlich zu ihren HIV-Medikamenten Begleitmedikamente ein und 3 von 4 HIV-Patienten konsumieren illegale Substanzen. Diese Ergebnisse der deutschlandweiten Beobachtungsstudie BESIDE veranschaulichen wie wichtig die Evaluierung potenzieller Medikamenteninteraktionen zwischen der antiretroviralen Therapie und der Begleitmedikation, aber auch – insbesondere bei jüngeren HIV-Patienten – der illegalen Substanzen ist.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung MSD vom 30. November 2017
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"Wir haben doch schon alles, um Aids zu besiegen!"

Die Medizin könnte HIV auslöschen. Schon heute. Doch Homophobie, kulturelle Unterschiede und politische Kampagnen verhindern das, sagt Peter Piot, der erste UNAids-Chef. Ein Interview.

Mehr unter: ZEIT online vom 30. November 2017
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Stellschrauben für ein langes Leben mit dem Aids-Erreger

Kann ein Mensch mit HIV genauso alt werden wie jemand ohne die Infektion? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Der Schwerpunktarzt Dr. Christoph Mayr aus Berlin nannte die wichtigsten Stellschrauben bei über 50 Jahre alten HIV-Patienten. Menschen mit einer HIV-Infektion haben heute gute Chancen, alt zu werden. Bis zum Jahr 2030 erwartet man einen Anteil von 73 Prozent, den die über 50jährigen unter den HIV-positiven Patienten ausmachen. "Die Altersentwicklung bei HIV-Patienten entspricht heute annähernd der in der Gesamtbevölkerung", sagte Dr. Christoph Mayr bei der Münchner AIDS- und Hepatitis-Werkstatt.

Siehe auch Deutsche Aids-Hilfe: Jede zweite HIV-Infektion in Europa wird erst spät diagnostiziert 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 30. November 2017
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ANST - Ansteckungsdatei der Polizei in der Diskussion

ANST - in der Polizeisprache steht diese Abkürzung für Ansteckungsgefahr. Die Polizei kennzeichnet so in ihrem bundesweiten Informationssystem Menschen, die HIV-positiv oder an Hepatitis B oder C erkrankt sind. Organisationen wie die Deutsche Aidshilfe empfinden diese Vermerke als diskriminierend. Neuesten Zahlen des Bayerischen Innenministeriums zufolge gibt es im bayerischen Informationssystem INPOL derzeit knapp 16.000 dieser Vermerke. Es geht um Täger des AIDS-Virus HIV oder der Hepatitis B und C. Organisationen wie die Deutsche Aids-Hilfe empfinden diese Vermerke als diskriminierend. Sie fordert: unsere Gesellschaft muss endlich besser aufgeklärt werden darüber, wie Menschen, die HIV-positiv sind, heute leben. So sehen das auch viele Betroffene.

Mehr unter: Bayerischer Rundfunk vom 29. November 2017
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HIV-Therapie, weitergedacht

Im Jahr 2030 werden zwei von drei HIV-Patienten in Deutschland älter als 50 Jahre alt sein. Viele von ihnen werden Begleiterkrankungen haben. Für die Entwicklung von HIV-Medikamenten ist das eine große Herausforderung. Der Durchschnitt ist 47 Jahre. So alt ist heute ein HIV-Infizierter in Deutschland. Wer hätte das vor 35 Jahren gedacht? Als das HI-Virus Anfang der achtziger Jahre über die Welt hereinbrach, wurde das Überleben der betroffenen Menschen in Monaten und weniger in Jahren gemessen.

Mehr unter: Pharmafakten – Meldung vom 29. November 2017
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