Ausgabe 85

      Jahrgang 22

    April 2018

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






3 von 4 HIV-Patienten leiden unter seelischen Störungen
Dossier: Krankheiten der Armut
Dating App gab Daten über HIV-Infektion weiter
DNA gekonnt imitiert, Virus ausgetrickst
Freie Bahn für den HIV-Selbsttest in der Schweiz
Streetwork: Alltag Prostitution
Hepatitis B: Heilung ist das Ziel
Geschlechtsspezifische Gewalt und HIV/AIDS in Südafrika
HIV – bei Flüchtlingen oft ein Tabu-Thema
Erste duale HIV-Therapie erhält EU-Zulassungsempfehlung
Tuberkulose: Drei Tote pro Minute
„Generika-Patienten haben weniger Schuldgefühle“
Die HIV-Prävention muss neue Wege gehen!
Studie: Höheres HIV-Risiko bei Frauen in der Schwangerschaft und nach der Geburt
Neue Hoffnung auf einen HIV-Schutz
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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3 von 4 HIV-Patienten leiden unter seelischen Störungen

HIV/AIDS als schwere Infektionserkrankung, die heute gut mit einer antiretroviralen Therapie (ART) oder HAART im Griff zu halten ist, bringt nicht nur alle Auswirkungen der Erkrankung und Nebenwirkungen der Therapie mit sich, sondern in hohem Maße auch psychische Störungen. Unter ihnen leiden fast alle Betroffenen. Hierdurch entstehen je nach Umfeld der Patienten sehr unterschiedliche Fragen, auf die mancher Arzt, sofern er überhaupt Antworten dafür parat hat, aus zeitlichen Gründen nicht ausreichend einzugehen vermag.

Mehr unter: Journalmed - Meldung vom 9. April 2018
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Dossier: Krankheiten der Armut

Je ärmer die Menschen sind, desto kränker sind sie – und umgekehrt. Viele Bedürftige sind in diesem Kreislauf aus Krankheit und Armut gefangen. Vor allem in Afrika und Südasien leiden die Menschen immer noch unter gefährlichen Infektionskrankheiten, deren Erreger bei uns nicht vorkommen oder schon längst ausgestorben sind. Woher kommt diese Ungleichheit? In den ärmsten Ländern der Welt bleiben übertragbare Infektionen die Todesursache Nummer Eins. Hier leiden die Menschen sowohl an den drei großen Killern Tuberkulose, HIV und Malaria, als auch an den so genannten vernachlässigten Tropenkrankheiten.
 

Inhalt:

Die drei großen Killer
Tuberkulose, HIV, Malaria

Eine Erfolgsgeschichte
Der Medinawurm ist fast ausgerottet

Kaum Fortschritte
Lepra – aus den Augen, aus dem Sinn

Die Ungleichheit hat System
Geld, Patente, Abgaben – Hoffnung?

Die kleinen Geschwister der Armut
Schlechte Hygiene, Mangelernährung und Luftverschmutzung

Armutskrankheiten in Deutschland
Weniger Geld, mehr Zivilisationskrankheiten

Mehr unter: scienexx - Das Wissensmagazin vom 6. April 2018Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Dating App gab Daten über HIV-Infektion weiter

Mehr als drei Millionen täglich aktive Nutzer hat die Dating-App Grindr nach eigenen Angaben. Die Betreiber einer Dating App für homo- und bisexuelle Männer sollen sensible Daten ihrer Nutzer weitergegeben haben – darunter Angaben zur HIV-Infektion. Das Unternehmen bestätigte einige Fälle. Die Betreiberfirma der bei homo- und bisexuellen Männern beliebten Dating App Grindr hat offenbar sensible Daten über HIV-Infektionen ihrer Nutzer weitergegeben.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 4. April 2018
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DNA gekonnt imitiert, Virus ausgetrickst

Künstlich geschaffene Moleküle ahmen nicht nur die Struktur ihrer natürlichen Vorbilder nach: Sie können auch deren Funktion übernehmen und diese darin sogar übertreffen, wie LMU-Chemiker Ivan Huc erstmals am Beispiel einer künstlichen DNA-Sequenz zeigt. Ivan Huc ahmt in seiner Forschung die Prinzipien der Natur nach, und das auf kleinster Ebene. Der Chemiker schafft mit seiner Arbeitsgruppe „Biomimetic Supramolecular Chemistry“ an der LMU künstliche Moleküle, die sich mithilfe einer Art Origami-Technik nach dem Abbild ihrer natürlichen Vorbilder formen lassen, Foldamere nennt er diese. Nun ist es Ivan Huc gelungen, Eigenschaften der Oberfläche einer DNA-Doppelhelix so nachzuahmen, dass Proteine mit dem Imitat interagieren.

Originalstudie: Single helically folded aromatic oligoamides that mimic the charge surface of double-stranded B-DNA 

Mehr zur Forschung von Ivan Huc: Ribosome tolerates artificial foldamers 

Mehr unter: Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) – Pressemeldung vom 2. April 2018
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Freie Bahn für den HIV-Selbsttest in der Schweiz

Eine einflussreiche Expertenkommission empfiehlt dem Bund, die Selbsttests für den Heimgebrauch zu erlauben. Das Instrument ist simpel. Ein Tropfen Blut nehmen, diesen mit einer Lösung mischen – 15 Minuten später weiss man, ob man das HI-Virus in sich trägt oder nicht. HIV-Selbsttests werden weltweit immer populärer. Angefangen mit den USA im Jahr 2012, sind sie in Europa inzwischen in Frankreich, Großbritannien, Italien, Belgien und Luxemburg erhältlich. Nicht so in der Schweiz: Wer sich hierzulande testen will, muss den Hausarzt oder eine Teststelle aufsuchen.

Siehe auch blu.fm: Da muss Deutschland sich öffnen! 

Mehr unter: St. Galler Tagblatt vom 1. April 2018
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Streetwork: Alltag Prostitution

Stricher werden in unserer Gesellschaft noch immer stigmatisiert. Dass es Menschen gibt, die Geld für Sex nehmen wird nicht akzeptiert. Das ist auch der Grund dafür, dass sich viele, für das, was sie tun, schämen. Das BASIS-Projekt in Hamburg war in den 80ern die erste Einrichtung für Stricher in Europa. Während es heute in mehreren Städten solche Einrichtungen gibt, sind die Mitarbeiter aus Hamburg noch immer die Einzigen, die nicht nur Präventionsmaßnahmen für Stricher anbieten, sondern sich auch mit den Freiern beschäftigen. Denn HIV geht beide Seiten etwas an.

Mehr Informationen gibt es unter www.basis-projekt.de

Mehr unter: schwulissimo vom 30. März 2018
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Hepatitis B: Heilung ist das Ziel

Rund 260 Millionen Menschen leiden weltweit unter einer chronischen Hepatitis B, die derzeit nicht heilbar ist. Für sie gibt es nun einen Hoffnungsschimmer, denn Wissenschaftler haben im DZIF einen therapeutischen Impfstoff entwickelt, den sie so bald wie möglich in die klinische Prüfung bringen wollen. Das ehrgeizige Vorhaben wird von zwei Seiten gefördert: Vom DZIF und von der sog. PoC Initiative Helmholtz-Fraunhofer-Hochschulmedizin. Insgesamt fließen fast vier Millionen Euro in diese Entwicklung.

Mehr unter: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung – Pressemeldung vom 28. März 2018
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Geschlechtsspezifische Gewalt und HIV/AIDS in Südafrika

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein Strukturproblem in Südafrika. Es ist eine zentrale Ursache für die hohen HIV-Raten. Medizinische und psychologische Behandlungen stellen das Gesundheitspersonal vor große Herausforderungen, denn körperliche Verletzungen und Traumatisierungen verstärken bereits vorhandene Krankheiten, die insbesondere durch Armut und Infrastrukturmängel bedingt sind. All das sind Folgen der rassistischen Apartheid und der schleppenden Veränderungen seit der demokratischen Wende 1994. An der schwierigen Überwindung dieser vielschichtigen Probleme arbeiten einige staatliche Einrichtungen und vor allem innovative Frauen- und Gesundheitsorganisationen.

Mehr unter: aidsfocus - Newsletter März 2018
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HIV – bei Flüchtlingen oft ein Tabu-Thema

Viele Flüchtlinge haben offenbar Angst, wegen ihrer HIV-Infektion abgeschoben zu werden. Fast ein Drittel der HIV-Neu-Diagnosen in Deutschland entfallen auf Migranten. Doch nach der Diagnose werden sie oft allein gelassen. Die Initiative Afrikaherz bietet Hilfe. Aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge entfallen circa 30 Prozent aller HIV-Neudiagnosen in Deutschland auf Migranten. Bis zu 15 Prozent betreffen Einwanderer aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara (Subsahara), obwohl diese Gruppe nur 0,25 Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik ausmacht.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 27. März 2018
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Erste duale HIV-Therapie erhält EU-Zulassungsempfehlung

Aus drei mach zwei: Die neue duale Fixkombination hat die europäische Zulassungsempfehlung zur HIV-Erhaltungstherapie erhalten. Studienergebnissen zufolge halten zwei Wirkstoffe das HI-Virus genauso gut in Schach wie drei antiretrovirale Substanzen. Die Kombination aus Dolutegravir und Rilpivirin (Juluca®) hat auf europäischer Ebene eine Zulassungsempfehlung erhalten. Im Falle eines Markteintritts, wäre Juluca® die erste zugelassene Zweifach-Fixkombination.

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 27. März 2018
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Tuberkulose: Drei Tote pro Minute

Keine andere Infektion tötet mehr Menschen als die Tuberkulose. Doch die Seuche der Superlative wird nicht richtig bekämpft – obwohl es machbar wäre. Eine Ursachensuche. Woran denken Sie, wenn Sie Tuberkulose hören? An Thomas Manns Buch Der Zauberberg, an eine Krankheit unserer Urgroßeltern, an tonnenschwere Röntgengeräte, die erste Bilder der Lunge machten? Die Wahrheit sieht anders aus. Sie taugt nicht für Nostalgie. Sie ist im Gegenteil absolut erschreckend. Denn allein heute, am Welttuberkulosetag, werden im Schnitt jede Minute drei Menschen an der Infektionskrankheit sterben. Mehr als 4.500 Menschen an einem Tag also. 28.000 werden sich neu anstecken, viele davon sind Kinder.

Siehe auch Journalmed: Impfstoff-Kandidat gegen Tuberkulose in Phase-II/III-Studie 

Mehr unter: ZEIT online vom 24. März 2018
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„Generika-Patienten haben weniger Schuldgefühle“

HIV-Patienten, die Generika einnehmen, hätten weniger Schuldgefühle, da die Therapiekosten geringer sind. Eine neue Leitlinie zur antiretroviralen Therapie bei HIV-Infektionen löst die alten Empfehlungen aus dem Jahr 2015 ab. Was Professor Dr. Johannes Bogner auf den 17. Münchener AIDS- und Hepatitis-Tagen (MAHT) präsentierte, bietet Zündstoff und hat Regresspotential.

Mehr unter: APOTHEKE ADHOC vom 24. März 2018
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Die HIV-Prävention muss neue Wege gehen!

Um die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland zu senken, bedarf es neuer Ansätze: Die PrEP ist generisch geworden; damit ist der Preis für einen sicheren Schutz deutlich gesunken. Experten wie Dr. Hans Jäger, MVZ Karlsplatz, München, befürworten außerdem den HIV-Test für zu Hause.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 22. März 2018
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Studie: Höheres HIV-Risiko bei Frauen in der Schwangerschaft und nach der Geburt

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Risiko einer HIV-Infektion für Frauen besonders hoch. Eine auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI 2018) vorgestellte Studie zeigt, dass Frauen in der Schwangerschaft ein fast drei Mal so hohes und in den sechs Monaten nach der Geburt ein vier Mal so Risiko einer HIV-Infektion haben wie sonst – so Daten aus zwei Präventionsstudien.

Quelle: Thomson KA, Heffron R et al. Female HIV acquisition per sex act is elevated in late pregnancy and postpartum. 25th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI 2018), Boston, abstract 45, 2018.

Original: Study finds that women are much more vulnerable to HIV infection during pregnancy and in the months after giving birth, veröffentlicht am 5. März 2018 auf aidsmap.com. 

Link: Abstrakt auf Konferenz-Website 

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 19. März 2018
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Neue Hoffnung auf einen HIV-Schutz

Forscher haben auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Virologie ein neues Impfkonzept gegen HIV vorgestellt. Der Impfstoff soll nach viel versprechenden Versuchen mit Rhesusaffen nun auch an Menschen getestet werden. Seit 30 Jahren suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus, den Erreger von Aids. Alle Versuche mit dem Virus selbst sind bislang gescheitert. Der Erreger löst nur eine sehr schwache Immunreaktion aus. Zu wenig, um das Virus abzutöten. Zu wenig für eine Impfung. Hinzu kommt, dass das Virus sich schnell verändert, sagt Professor Klaus Früh vom Institut für Impfungen und Gentherapien an der Oregon Health and Science University in Portland.

Mehr unter: Deutschlandfunk vom 19. März 2018
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