Ausgabe 88

      Jahrgang 23

     Februar 2019

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






Gynäkologie kann Aids verhindern
Sexuell infiziert and the City
HIV: Impfstoff dringend benötigt
Wir sind positiv
HIV/STD in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht
Tausende private Daten von HIV-Patienten veröffentlicht
Offen über Sex sprechen
Hilfen für HIV-infizierte Bluter dynamisiert
Mehr Datenschutz auch für Menschen mit HIV
Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 

 






Gynäkologie kann Aids verhindern

HIV bleibt bei Frauen oft lange unbemerkt. Gynäkologen können viel zu einer frühen Diagnose und Behandlung beitragen. Die Deutsche AIDS-Hilfe veröffentlicht einen Leitfaden für die Praxis. Alle 11.000 frauenärztlichen Praxen in Deutschland erhalten in diesen Tagen Post von der Deutschen AIDS-Hilfe. Inhalt: Die Broschüre -HIV früh erkennen in der gynäkologischen Praxis-. Der Leitfaden soll Frauenärzt_innen dabei unterstützen, HIV zu thematisieren und im richtigen Moment einen HIV-Test anzubieten.

Eine Broschüre für hausärztliche Praxen 

"Ein HIV-Test hätte mir viel erspart!" - Kampagnenvideo mit Fallbeispielen

Mehr unter: Presseportal - Pressemeldung - Deutsche Aids-Hilfe vom 6. Februar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Sexuell infiziert and the City

Dating-Apps und eine Reihe von Berliner Partys ermöglichen schnellen Sex. Die Folge: mehrere sexuell übertragbare Infektionen sind in Berlin auf dem Vormarsch - bei Männern und Frauen aller Orientierungen. Jamal besucht mindestens einmal in der Woche eine Sexparty in Berlin. Zum Beispiel geht er in seine Stammlocation, einen bekannten Berliner Club für alle Geschlechter, auf der Suche nach Sex, Fetisch und tanzbarer Musik. Auch sonst ist er heterosexuell sehr aktiv, organisiert halböffentliche Partys mit wenigen bis einigen Dutzend Gästen.

Mehr unter: rbb|24 vom 1. Februar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


HIV: Impfstoff dringend benötigt

Die Erfolge der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) zum Schutz vor HIV-Infektion lassen den ausbleibenden Durchbruch in der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs nur scheinbar in den Hintergrund treten. Allein aus der Versorgungsperspektive ist ein Impfstoff weiterhin dringend notwendig. Die Erfolge der HIV-Therapie sind spektakulär: Von einer innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufenden Krankheit hat sich die HIV-Infektion zu einer chronischen Erkrankung entwickelt, die in vielen Fällen mit einer Tablette pro Tag behandelt werden kann und die Lebenserwartung des Betroffenen nur noch gering einschränkt.

Mehr unter: Journalmed vom 1. Februar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Wir sind positiv

Menschen mit HIV bekommen in der Türkei neueste Medikamente. Von der Gesellschaft werden sie aber nach wie vor stigmatisiert. Während weltweit die Zahl der HIV-Infektionen in den meisten Ländern zurückgeht, ist die Türkei eines der Länder, in der sich immer mehr Menschen infizieren. Laut Deniz Gökengin, Spezialistin für Infektiologie an der Ege Universität in Izmir, hat sich die Infektionsrate in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. Von 1985 bis 2018 hat das türkische Gesundheitsministerium 20.293 Menschen mit HIV registriert. Zwar ist die Zahl der HIV-Infektionen in der Türkei im Vergleich mit anderen Ländern nach wie vor eher niedrig. Gökengin geht aber davon aus, dass die Dunkelziffer doppelt so hoch ist.

Mehr unter: gazete.taz vom 29. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


HIV/STD in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht
 
Bundesamt für Gesundheit (BAG) - Im Jahr 2017 ist ein deutlicher Rückgang der an das BAG gemeldeten HIV-Diagnosen zu verzeichnen. Vermehrte Testung besonders exponierter Personengruppen und eine immer früher einsetzende Behandlung scheinen eine Trendwende ausgelöst zu haben. Inzwischen wird ein Drittel aller HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben, in einem der fünf Schweizer Checkpoints festgestellt.

Link: Bundesamt für Gesundheit BAG: HIV, Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydiose in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht (pdf) 

Mehr unter: aidsfocus - newsletter vom 22. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Tausende private Daten von HIV-Patienten veröffentlicht

Gegen deren Willen sind die Namen tausender HIV-Patienten an die Öffentlichkeit gelangt. Betroffen von dem Datenleck im Stadtstaat Singapur sind auch viele Ausländer. Darunter befinden sich Namen, Adressen und Telefonnummern von Patienten. Ein amerikanischer Arzt soll die Daten gestohlen und veröffentlicht haben. Einer der Betroffenen nennt sich Jay, es ist nicht sein richtiger Name, aber er wollte doch erzählen, was das alles jetzt bedeutet für ihn. Dass sich der junge Mann vor einigen Jahren mit dem HI-Virus infiziert hat, ist für ihn definitiv eine sehr private Angelegenheit.

Mehr unter: Süddeutsche Zeitung vom 29. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Offen über Sex sprechen

Es gibt sicher Leichteres, als über Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten zu reden. Zur Prävention und für eine sichere Diagnostik ist das jedoch unerlässlich. Wieso also nicht einfach mal direkt ansprechen? Viele Patienten werden es Ihnen danken. Sprechen Sie mit jedem, der in Ihre Praxis kommt, offen über Sex? Es ist fast egal, wer da gerade vor Ihnen sitzt, Barrieren wird es in der Regel immer geben. Gerade, wenn es um Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten geht. Doch liegen diese beim Patienten oder vielleicht eher bei Ihnen? Glaubt man den Ergebnissen einer Umfrage unter rund 1500 Erwachsenen, scheint Ersteres nicht der Fall zu sein.

Mehr unter: Medical Tribune vom 28. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Hilfen für HIV-infizierte Bluter dynamisiert

Die Hilfe für HIV-infizierte Bluter sind nach Ansicht der Bundesregierung ausreichend und gesichert. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FPD-Fraktion im Bundestag hervor. Demnach hat die Bundesregierung ab diesem Jahr die Finanzierung der Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen übernommen. Dabei würden finanzielle Hilfen an die Rentenentwicklung angepasst, heißt es.

Siehe auch Ärztezeitung: HIV-Hilfegesetz: Entschädigung für Blutskandal-Opfer zahlt Bund 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 28. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Mehr Datenschutz auch für Menschen mit HIV

Schluss mit dem sorglosen Umgang mit gesundheitsbezogenen Daten: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), seit Mai 2018 in Kraft, stärkt die Persönlichkeitsrechte. Davon profitieren auch Menschen mit HIV. Ob ein farbiger Aufkleber auf einer Patientenakte, der für „HIV-positiv“ steht, oder Versicherungsunternehmen, die ohne Not den HIV-Status erfassen – auch wenn dies sicher Einzelfälle sind, machen Menschen mit HIV solche Erfahrungen immer noch. Sich dagegen zu wehren, ist nun aber einfacher: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai 2018 in der gesamten EU in Kraft trat, hat ein ganzes Paket an Verbesserungen mit sich gebracht.

Eine Liste der zuständigen Beauftragten in den jeweiligen Bundesländern findet sich > hier

Siehe auch DAH blog magazin.hiv: Ungewolltes HIV-Outing beim Arbeitgeber: Datenschutz ist Diskriminierungsschutz 

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 27. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

HIV-Selbsttests sind seit Oktober in Apotheken frei erhältlich. Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. Müssen Ärzte ihren Patienten medizinische Statistik erklären? Wenigstens die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Gebiet mit ergoogeltem Halbwissen bombardiert zu werden, dürfte ausgesprochen gering sein. Auch ergibt sich im Praxisalltag wohl eher selten die Notwendigkeit zu derart akademischer Erörterung.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 23. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren






































Impressum