Ausgabe 88

      Jahrgang 23

     April 2019

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






Das chemische Kondom soll für alle erschwinglich werden
Studie: HIV Prävention durch Immunprophylaxe mit Hilfe Adeno-assoziierter Viren
Cárdenas führt präventive HIV-Therapie ein
Hepatitis C in Europa: Risikogruppen bereiten Sorgen
HIV-PrEP in Russland: Wie ist der Stand?
Frau mit HIV spendet Niere an HIV-infizierten Patienten
Patient Reported Outcomes - Weiterdenken in der HIV-Therapie erforderlich
Erste funktionelle Heilung geglückt
Kritik für Sextourismus Werbung
HIV-Arzneien kommen per Motorrad
Rote-Hand-Brief für Elvitegravir / Cobicistat
PrEP-Preise
HIV: Unter Therapie ist die Übertragung fast unmöglich
Facts statt Fakes: ZFA wissen über HIV in der Zahnarztpraxis Bescheid
Geschlechtskrankheiten: Diagnostik via Smartphone
ECDC Empfehlungen zum Screening auf HIV, HBV und HCV
Geschichte: Ausgezeichnete HIV-Therapeutika
Filmtipp: Vakuum - Eine Beziehung auf dem Prüfstand
PrEP-Nutzung unter Schwulen hat sich binnen drei Jahren versechsfacht
Zwischen Kinderwunsch und Wechselwirkung
Was der Zuwachs an HIV-Diagnosen bei Heteros bedeuten könnte
Dating mit HIV: "Mein Partner soll mich einfach als Mensch sehen"
Dritter Mensch von HIV geheilt?
EAV darf HIV-Infizierte mit smarter Therapiebegleitung umwerben
Aids-Hilfe empfiehlt ausschließlich Tests mit CE-Prüfzeichen
Wo bleibt das Mittel gegen Ausgrenzung?
HIV-Heilung, die zweite
Hydra Café: Empowerment von Sexarbeiter_innen für Sexarbeiter_innen
2030 HIV-Versprechen, Bericht zeigt, dass der US-Headway festgefahren ist
Global Health: Die Kosten medizinischer Versorgung
HIV-Reservoir: Bessere Nachweismethode entwickelt
HIV-Datenleck in Singapur: Der Skandal ist die Diskriminierung
"Ja, ich bin HIV-positiv"
Therapeutische Impfung
Brexit: HIV-Versorgung in Gefahr?
HIV-Selbsttest wird grundsätzlich begrüßt …
Die Eliminierung der Hepatitis C
DAK-Gesundheit übernimmt Kosten für PrEP
Mit dem HI-Virus leben und alt werden
Hepatitis C: Sofosbuvir und Co. senken Sterblichkeit
Geschichte: Koblenzer Labor verkaufte HIV-infiziertes Blut
HIV-Generika: Warum alle drei Monate andere Pillen?
Die Sprache der Viren
Trump sagt HIV und Krebs den Kampf an
HIV (m) abgeblockt
Gynäkologie kann Aids verhindern
Sexuell infiziert and the City
HIV: Impfstoff dringend benötigt
Wir sind positiv
HIV/STD in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht
Tausende private Daten von HIV-Patienten veröffentlicht
Offen über Sex sprechen
Hilfen für HIV-infizierte Bluter dynamisiert
Mehr Datenschutz auch für Menschen mit HIV
Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 

 






Das chemische Kondom soll für alle erschwinglich werden

In den 1990er Jahren war das Kondom die einzige sichere Prävention gegen eine HIV-Ansteckung, heute gibt es Alternativen in Pillenform. Das Medikament Truvada schützt zuverlässig vor einer HIV-Ansteckung, doch es kostet 10.000 Franken im Jahr. Ein Basler Unternehmen kämpft nun dafür, eine viel günstigere Alternative auf den Markt bringen zu dürfen. Ein Pariser ist nicht jedermanns Sache. Manche Homosexuelle haben nach dem Konsum von Drogen wie Crystal Meth so wild und so lange Sex, dass ein Kondom der Belastung nicht standhalten würde.

Mehr unter: Neue Zürcher Zeitung vom 4. April 2019
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Studie: HIV Prävention durch Immunprophylaxe mit Hilfe Adeno-assoziierter Viren

Eine präventive Impfung gegen HIV ist nach wie vor eines der grossen Ziele der Medizin. In einer ersten Studie am Menschen wurde nun die Sicherheit von rAAV-PG9DP an 21 gesunden Männern getestet. Hierbei handelt es sich um einen rekombinanten Adeno-assoziierten Virus 1 (AAV1)-Antikörper, welcher das Gen PG9 kodiert. Der Antikörper wurde im Laufe der Studie bei 10 der Männer gefunden.

Orginalartikel Lancet: Adeno-associated virus vectored immunoprophylaxis to prevent HIV in healthy adults: a phase 1 randomised controlled trial 

Mehr unter: Journalmed vom 4. April 2019
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Cárdenas führt präventive HIV-Therapie ein

Das Medikament ist in der Lage, das Infektionsrisiko bei gefährdeten Personen um mehr als 90 Prozent zu senken, wenn sie das Medikament täglich einnehmen. In dieser Gemeinde der Provinz Matanzas hat in einer experimentellen Phase die Präexpositionsprophylaxe (bekannt als Prep - englische Abkürzung) in die Wege geleitet, bei der eine Tablette verabreicht wird, welche hilft, HIV-Infektionen bei Menschen zu verhindern, die das Virus nicht haben.

Mehr unter: Granma vom 3. April 2019
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Hepatitis C in Europa: Risikogruppen bereiten Sorgen

Die Hepatitis C Inzidenz geht leicht zurück. Drogenabhängige und Männer, die Sex mit Männern haben, sind weiter besonders gefährdet. Die Inzidenz von Hepatitis C (HCV) ist zwischen den Jahren 2016 und 2017 europaweit um zehn Prozent zurückgegangen. Mit mehr als 31.000 gemeldeten Fällen im Jahr 2017 bleiben die Diagnosen jedoch auf einem hohen Level, teilt das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in Solna (Schweden) mit.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 2. April 2019
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HIV-PrEP in Russland: Wie ist der Stand?

HIV breitet sich in der Russischen Föderation rasant aus, doch die rigide öffentliche Moral erschwert die Prävention. Immerhin soll nun möglicherweise die HIV-PrEP in Russland erprobt werden. UNAIDS geht davon aus, dass 2017 rund eine Million Menschen mit HIV in Russland lebten und dass es 100.000 HIV-Neuinfektionen gab. Doch nur ein kleiner Teil der Menschen mit HIV hat Zugang zu den lebensrettenden HIV-Medikamenten, und viele Menschen mit HIV wissen gar nicht, dass sie infiziert sind.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 1. April 2019
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Frau mit HIV spendet Niere an HIV-infizierten Patienten

Ärzte in den USA haben eine Spenderniere einer HIV-infizierten Frau in einen Empfänger mit HIV verpflanzt. Beide Patienten seien wohlauf, teilte die Johns-Hopkins-Universitätsklinik in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland am Donnerstag (Ortszeit) mit. „Es ist das erste Mal überhaupt weltweit, dass jemand, der mit HIV lebt, eine Niere spenden darf, und das ist gigantisch“, sagte der Chirurgie-Professor Dorry Segev. Nach Angaben der Uniklinik fand die Transplantation am Montag statt.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 29. März 2019
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Patient Reported Outcomes - Weiterdenken in der HIV-Therapie erforderlich

Patient Reported Outcomes, kurz PROs, sind in der modernen HIV-Therapie ein wichtiger Indikator für das allgemeine Befinden der Menschen mit HIV und damit für die Beurteilung des Behandlungserfolgs. Denn die Selbstauskünfte per validierter Fragebögen geben Behandlern wertvolle Informationen zur Verträglichkeit eines Medikaments im Alltagserleben, erklären mögliche Adhärenz-Probleme und helfen die HIV-Therapie zu optimieren.

Mehr unter: HIV & More vom 28. März 2019
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Erste funktionelle Heilung geglückt

Monoklonale Antikörper sind effektiv, aber meist sehr teuer in der Herstellung. Forscher aus Miami haben einen Affen vom HIV-Äquivalent SIV geheilt, indem sie dem Tier eine Art Bauanleitung für einen Antikörper geimpft haben. Eine Behandlung mit Antikörpern gegen HIV wird seit einiger Zeit als mögliche Strategie sowohl für die Behandlung als auch möglicherweise für eine funktionelle Heilung untersucht. Das große Problem dabei ist, dass monoklonale Antikörper (monoclonal Antibody, mAb) sehr teuer in der Herstellung sind. Deutlich günstiger wäre es, wenn der Körper diese mAbs selbst herstellen würde.

Abstract: Long-term Delivery of Anti-HIV Monoclonal Antibodies 

Artikel in Nature: Combination therapy with anti-HIV-1 antibodies maintains viral suppression 

Vergleiche dazu HIV & More: Heilung 

und Science: Sustained virologic control in SIV+ macaques after antiretroviral and α4β7 antibody therapy

Mehr unter: Ärztezeitung vom 27. März 2019
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Kritik für Sextourismus Werbung

Die malaysische Billigfluggesellschaft AirAsia hat in Australien eine Werbekampagne gestoppt, nachdem ihr diese auf sozialen Medien harsche Sexismus-Kritik eingehandelt hat. Denn der Slogan Get off in Thailand kann im Englischen allzu leicht als Aufforderung verstanden werden, zur sexuellen Befriedigung nach Thailand zu Reisen. Das Unternehmen sah sich also mit dem Vorwurf konfrontiert, Sextourismus zu propagieren.

Mehr unter: wallstreet-online vom 27. März 2019
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HIV-Arzneien kommen per Motorrad

Trotz der schweren Rebellenkämpfe in der Zentralafrikanischen Republik hat das HIV-Care-Programm von Ärzte ohne Grenzen (MSF) überlebt. Mittlerweile zeichnen die Gesundheitsbehörden des Landes dafür verantwortlich. Es war acht Uhr in der Früh, als Pierre Yakanza Gouassi die ersten Schüsse hörte. Sie kamen aus dem muslimischen Viertel von Zemio und breiteten sich schnell auf die ganze Stadt aus. Gouassi, stellvertretender Koordinator eines HIV-Projekts von Ärzte ohne Grenzen (MSF), rannte zum Krankenhaus, wo er auf seine Frau und seine vier Kinder traf, die dort wie viele andere Einwohner der zentralafrikanischen Stadt Zuflucht suchten.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 27. März 2019
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Rote Hand Brief für Elvitegravir / Cobicistat

In der Schwangerschaft sollte eine HIV-Infektion nicht mit Elvitegravir/Cobicistat behandelt werden. Unter Behandlung mit den Wirkstoffen Elvitegravir / Cobicistat besteht in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für ein Therapieversagen und für eine Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus. Das teilt der Hersteller Gilead Sciences in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in  einem Rote Hand Brief mit.

Siehe auch Deutsche Apotheker Zeitung: HIV: Welche Therapien für Schwangere (nicht) geeignet sind

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 26. März 2019
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PrEP-Preise

Noch muss man die PrEP selbst bezahlen und da lohnt sich der Blick auf den Preis. Der Markt ist stark umkämpft und nicht leicht zu durchschauen. Es gibt unterschiedliche Packungsgrößen und nicht immer die die 3x30 Packung billiger als drei einzelne 30er Packungen. Am einfachsten ist der Vergleich des Preises anhand des Preises pro Tablette.

Mehr unter: HIV & More vom 20. März 2019
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HIV: Unter Therapie ist die Übertragung fast unmöglich

Das Übertragungsrisiko verringert sich unter der richtigen Therapie. Kanadische Wissenschaftler haben berechnet, wie hoch derzeit die Gefahr einer sexuellen HIV-Ansteckung bei serodiskordanten Partnern ist. Forscher um Dr. Jennifer LeMessurier vom Department of Family Medicine der Universität Ottawa durchforsteten die Literatur und nahmen zwölf Veröffentlichungen in ihre Auswertung auf.

Orginalartikel: LeMessurier J et al. CMAJ 2018; 190: E1350–E1360

Mehr unter: Medical Tribune vom 19. März 2019
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Facts statt Fakes: ZFA wissen über HIV in der Zahnarztpraxis Bescheid

Das Team in der Zahnarztpraxis ist eine unverzichtbare Stütze bei der Patientenbetreuung. Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) sind in der Regel der erste Kontakt, wenn Patienten die Praxis betreten oder anrufen. Umso wichtiger ist ein aufgeklärter Umgang mit dem Thema HIV. Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wiesen anlässlich der Internationalen Dental-Schau (IDS) darauf hin, dass die meisten Sorgen vor einer Übertragung von HIV aber auch HBV und HCV im Praxisalltag unbegründet sind.

Informationsmaterial speziell für das Praxisteam bietet ein Youtube-Film 



sowie eine Kurzbroschüre, die gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) realisiert wurden.

Mehr unter: Gemeinsame Pressemitteilung von Bundeszahnärztekammer und Verband medizinischer Fachberufe e.V. vom 14. März 2019
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Geschlechtskrankheiten: Diagnostik via Smartphone

Erstmalig können Patienten aus ganz Deutschland jetzt digital und anonym Auffälligkeiten im Intimbereich von einem Facharzt überprüfen lassen. Der Antrag für die Smartphone-Applikation speziell für Geschlechtskrankheiten ist genehmigt. Entwickelt haben das digitale Angebot auch Mediziner der Essener Uni-Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, zusammen mit Kollegen der Universitäts-Hautklinik in Heidelberg (UKHD), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung Universitätsklinikum Essen vom 14. März 2019
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ECDC Empfehlungen zum Screening auf HIV, HBV und HCV

Das ECDC (European Center for Disease Prevention and Control) hat vor kurzem Empfehlungen für das Screening auf HIV, HCV und HBV veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an alle Länder in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EEA). Immer noch wird, so das ECDC, jeder zweite HIV-Infizierte erst spät diagnostiziert, etwa 15 Proent der Infizierten wissen nicht von ihrer Infektion – bei Hepatitis B und C dürfte die Zahl derer, die nicht wissen, dass sie infiziert sind, noch deutlich darüber liegen. Das ECDC will mit seinen Empfehlungen dazu beitragen, diese Situation zu verbessern.

Download: Public health guidance on HIV, hepatitis B and C testing in the EU/EEA - EN (pdf) 

Download: Public health guidance in brief on HIV, hepatitis B and C testing in the EU/EEA – EN (pdf) 

Mehr unter: News Netzwerk Infektiologie vom 14. März 2019
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Geschichte: Ausgezeichnete HIV-Therapeutika

Nach 1997 (Saquinavir) wurden in den Jahren 2003 und 2009 zwei weitere HIV-Therapeutika mit dem PZ-Innovationspreis ausgezeichnet: Enfuvirtid und Raltegravir. Damit gehören Behandlungsoptionen für die HIV-Infektion nach etlichen Tumortherapeutika zu den großen Abräumern unter den Gewinnern des Preises. Der Erfolg der HIV-Therapeutika kommt natürlich nicht von ungefähr. Mit der detaillierten Erarbeitung der molekularen Mechanismen einer HIV-Infektion traten Zielstrukturen zutage, die sich als Stellschrauben für spezifische Störeffekte im komplexen Netzwerk der HIV-Infektionsbiologie geradezu aufdrängten. Denn diese Angriffspunkte findet man einzigartig nur in den von einem HI-Virus attackierten menschlichen Zellen.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 14. März 2019
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Filmtipp: Vakuum - Eine Beziehung auf dem Prüfstand

35 Jahre ist Meredith mit ihrem Mann verheiratet, als sie durch Zufall ihre HIV-Diagnose erhält. Der Schweizer Film Vakuum erzählt eindringlich und stimmig, wie durch diese Nachricht ihr Leben und ihre Ehe erschüttert werden. Meredith und André haben guten Grund zum Feiern. Wie es scheint, konnte das Paar in 35 Jahren Ehe eine lebendige und harmonische Partnerschaft aufrechterhalten, und selbst die Sinnlichkeit und das Sexleben sind dabei nicht auf der Strecke geblieben.

Vakuum. Deutschland/Schweiz 2018, Regie und Drehbuch: Christine Repond; Darsteller_innen: Barbara Auer, Robert Hunger-Bühler, Orianna Schrage, Anna Katharina Müller, Matthias Koch. 80 Minuten, Kinostart: 14. März 2019

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 13. März 2019
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PrEP-Nutzung unter Schwulen hat sich binnen drei Jahren versechsfacht

Die PrEP wird immer bekannter und populärer. Immer mehr schwule und bisexuelle Amerikaner schützen sich mit Hilfe der Pille vor einer HIV-Infektion. 35 Prozent der schwulen und bisexuellen Männer, die einem erhöhten Risiko einer HIV-Übertragung ausgesetzt sind, nahmen 2017 in den Vereinigten Staaten die so genannte Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) zur Vorbeugung einer Ansteckung ein. Das ist laut NBC News das Ergebnis einer Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC. Drei Jahre zuvor hatten in dieser Gruppe nur sechs Prozent die Prophylaxe eingenommen.

Mehr unter: queer vom 11. März 2019
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Zwischen Kinderwunsch und Wechselwirkung

Den Internationalen Frauentag am 8. März nimmt Radio Positiv zum Anlass um herauszufinden welchen spezifischen Themen sich Frauen mit HIV/AIDS stellen.
Wie sieht der Berufs- und Familienalltag aus? Was hat sich aus medizinischer Sicht verändert? Schweigen oder reden – wie steht es um Akzeptanz und Verständnis in der Gesellschaft?



Mehr auch unter: www.aids.at und www.pulshiv.at

Mehr unter: Radio positiv vom 8. März 2019Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Was der Zuwachs an HIV-Diagnosen bei Heteros bedeuten könnte

Die Zahl neuer HIV-Diagnosen sinkt in Deutschland seit einigen Jahren stetig. Entgegen dem Trend steigt in Berlin und Brandenburg die Zahl der Diagnosen - und zwar unter Heterosexuellen. Die Entwicklung wirft Fragen auf. Im vergangenen Jahr ist bei mehr heterosexuellen Menschen in Berlin und Brandenburg HIV diagnostiziert worden als im Jahr zuvor. Das geht aus der laufenden Zählung des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach erhielten 77 Berliner und 26 Brandenburger diese Diagnose, bei denen die Übertragung des Virus auf einen heterosexuellen Kontakt zurückzuführen ist. Die Statistik ist noch nicht endgültig, Nachmeldungen sind möglich.

Mehr unter: rbb|24 vom 10. März 2019
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Dating mit HIV: "Mein Partner soll mich einfach als Mensch sehen"

Corina ist 46, Single und auf der Suche nach einer neuen Beziehung. Doch wenn sie bei einem Date von ihrer HIV-Infektion erzählt, kommt es zu keinem weiteren Treffen. Ein Interview.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 8. März 2019
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Dritter Mensch von HIV geheilt?

Der Düsseldorfer Patient hat seine antiretroviralen Medikamente vor dreieinhalb Monaten abgesetzt. Bislang sind keine HI-Viren mehr in seinem Blut nachweisbar. Möglicherweise ist mit dem Düsseldorfer Patienten ein dritter Mensch von HIV geheilt worden. Nach einer speziellen Stammzelltransplantation sei bei dem Mann das HI-Virus aktuell nicht nachweisbar, teilte die Universität Düsseldorf mit. Allerdings sei es noch zu früh, um von einer Heilung zu sprechen. Der Fall wurde bislang nicht in einem begutachteten Fachjournal publiziert. Die angewendete Therapie kommt nur unter sehr speziellen Bedingungen für HIV-Infizierte in Frage. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 7. März 2019
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EAV darf HIV-Infizierte mit smarter Therapiebegleitung umwerben

Smart HIV soll HIV-Infizierte besser durch die Therapie begleiten. Der Verband Sozialer Wettbewerb sieht die Werbung hierfür jedoch kritisch. Die niederländische Europa Apotheek umwirbt gezielt HIV-Patienten: Das smart HIV-Kompetenzteam soll für eine persönliche Therapiebegleitung sorgen, zudem gibt es ein spezielles HIV-Magazin. Im April 2018 warb der Versender in einem Schwulen-Magazin für sein Smart HIV Programm. Der Verband Sozialer Wettbewerb sah darin einen Verstoß gegen das Heilmittelwerberecht und beantragte beim Landgericht Berlin erfolgreich eine Einstweilige Verfügung. Nun hat das Kammergericht diese wieder aufgehoben.

Urteil des Kammergerichts vom 29. Januar 2019, Az.: 5 U 108/18

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 7. März 2019
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Aids-Hilfe empfiehlt ausschließlich Tests mit CE-Prüfzeichen

Die Deutsche Aids-Hilfe hofft, dass sich durch den Selbsttest mehr Menschen testen und so eine HIV-Infektion frühzeitig festgestellt und behandelt werden kann. Allerdings sollte ein positives Ergebnis stets durch ein Labor überprüft werden. Seit fünf Monaten dürfen HIV-Selbsttests in Deutschland in Apotheken und Drogerien frei verkauft werden. Es seien nur Tests zu empfehlen, die das CE-Prüfzeichen der Europäischen Union haben und für die Anwendung durch Laien in Europa zugelassen sind, darauf weist die Deutsche Aids-Hilfe hin.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 4. März 2019
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Wo bleibt das Mittel gegen Ausgrenzung?

Das HI-Virus ist aus dem gesellschaftlichen Alltagsdiskurs, zumindest in Deutschland, so gut wie verschwunden. Es gibt zwar Serien und Filme, die sich mit den frühen Tagen der Aids-Epidemie befassen, nicht aber mit der Gegenwart. Dabei ist Aufklärung, Antidiskriminierung und Entstigmatisierung beim Thema HIV essentiell. Die Verkürzung einer hochkomplexen Nachricht auf eine griffige Headline kann in die Irre führen. Im schlimmsten Fall werden Menschen, die dieser Tage hören, dass es Medizinern nun zum zweiten Mal gelungen ist, einen Patienten vom HI-Virus zu heilen, denken: Wunderbar, dann darf ich jetzt endlich wieder ohne Kondom vögeln. Oder: Wunderbar, ich bin mein Virus bald los.

Mehr unter: Süddeutsche Zeitung vom 6. März 2019
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HIV-Heilung, die zweite

Ein Ärzteteam in London hat einen Patienten dauerhaft vom Aids-Erreger befreit. Dies gelang bislang nur einmal. Im aktuellen Fall ist es Ärztinnen und Ärzten aus London wohl gelungen, das Virus aus dem Körper eines Mannes zu entfernen. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren nach einer Stammzelltransplantation, die er wegen einer fortgeschrittenen Krebserkrankung erhielt, konnten im Blut des Patienten keine Viruspartikel mehr nachgewiesen werden. Sollte das so bleiben, wäre dieser Mensch, nennen wir ihn den Londoner Patienten, erst der zweite, bei dem eine solch gezielte Behandlung geholfen hätte. Geheilt bedeutet, dass auch ohne Medikamente das Virus nicht mehr im Körper nachzuweisen ist.

Mehr unter: HIV i-Base: Early access, Conference reports, Cure research, CROI 2019 UK patient likely to be the second person cured of HIV: two further cases at CROI 2019 of HIV remission after allogenic stem cell transplants 

Mehr Informationen zu CRISPR bei SWR odysso: Gen-Scheren gegen Aids - Freiburger Mediziner arbeiten an neuen HIV-Therapien 

Kommentar Süddeutsche Zeitung: Leere Versprechen auf Heilung

Interview Deutschlandfunk: Knochenmark-Transplantationen: „Nicht als therapeutische Möglichkeit für HIV“

Mehr unter: ZEIT online vom 5. März 2019
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Hydra Café: Empowerment von Sexarbeiter_innen für Sexarbeiter_innen

Sich austauschen, Frust ablassen, duschen, die Küche nutzen, sich mit Utensilien eindecken: Das neue Hydra Café in Berlin-Neukölln ist ein geschützter Raum für Sexarbeiter_innen. Wer kennt es nicht: Man kommt nach Hause, und das Einzige, was man nach einem langen Arbeitstag tun möchte, ist, sich so richtig  aufzuregen über den Job, die schlechte Bezahlung, unverschämte Klient_innen, übergriffiges Verhalten vom Chef, Rassismus durch Kolleg_innen oder was auch immer einem in der weißen, patriarchalen kapitalistischen Arbeitswelt das Leben schwer macht.

Das Prostituiertenprojekt Hydra informiert in acht Sprachen auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Ungarisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch und Thai über die wichtigsten Regelungen: Basisinfos zum Prostituiertenschutzgesetz

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 3. März 2019
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2030 HIV-Versprechen, Bericht zeigt, dass der US-Headway festgefahren ist

Drei Wochen nachdem Präsident Donald Trump eine Kampagne zur Beendigung der US-HIV-Epidemie bis 2030 angekündigt hatte, zeigen neue Regierungsdaten, dass der Fortschritt gegen die Krankheit vor kurzem ins Stocken geraten ist. Nach dem Rückgang für mehrere Jahre, die geschätzte Zahl der neuen HIV-Infektionen hielt etwa konstant von 2013 bis 2016, die neuesten verfügbaren Daten, die Zentren für Disease Control und Prävention sagte Mittwoch. Die Gesundheitsbehörden wussten bereits, dass die HIV-Diagnosen nicht mehr abnehmen, aber das ist eine fehlerhafte Maßnahme, denn in einigen Fällen werden die Menschen erst Jahre nach der Infektion diagnostiziert.
(Übersetzung nicht besonders. Anmerkung Redaktion)

Mehr unter: tekk.tv vom 28. Februar 2019
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Global Health: Die Kosten medizinischer Versorgung

Sind wir krank, bekommen wir in Deutschland und in den meisten wohlhabenden Ländern jederzeit und an nahezu jedem Ort die notwendige medizinische Hilfe und Versorgung. Da (fast) jeder krankenversichert ist, tragen in der Regel (gesetzliche oder private) Krankenversicherungen die Kosten für die Behandlung.  Gesundheitssysteme sind besondere Wirtschaftssysteme mit speziellen Eigenheiten. Eine der entscheidenden Besonderheiten ist, dass der Bedarf für Gesundheitsleistungen oft in starkem Widerspruch zu den Möglichkeiten des Betroffenen steht, sich diese leisten zu können: Arme sind weniger gesund als Wohlhabende, in Zeiten längerer Erkrankungen besteht für viele oft keine Möglichkeit, weiter einem Beruf nachzugehen und damit Geld zu verdienen. Ein solidarisches Versicherungssystem kann dabei helfen, diese Schwernisse auszugleichen.

Zum Thema: WHO-Bericht 

Oder auch Ärzteblatt: Soziale Ungleichheit nimmt weltweit weiter zu 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 25. Februar 2019
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HIV-Reservoir: Bessere Nachweismethode entwickelt

Das HIV-Reservoir ist ein ganz zentrales Thema in der HIV-Forschung. Wir wissen, dass die latent infizierten, aber vom Immunsystem (noch) nicht aktivierten Zellen das HIV-Provirus (die im menschlichen Genom eingebaute Virusinformation) beinhalten und jederzeit – wenn die Therapie abgesetzt wird – wieder aktiv werden können. Wenn wir nun Forschungen zur Eradikation von HIV machen wollen, möchten wir die Anzahl latent infizierter Zellen messen können. Bisher gelingt dies mit einer sehr aufwändigen Methode, bei der man unter tausenden von Helferzellen jede einzelne Zelle im Labor stimuliert und untersucht, ob vermehrungsfähiges Virus entsteht.

Bruner KM. et al. A quantitative approach for measuring the reservoir of latent HIV-1 proviruses. Nature 2019 

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 26. Februar 2019
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HIV-Datenleck in Singapur: Der Skandal ist die Diskriminierung

In Singapur sind Daten von 14.200 Menschen mit HIV öffentlich geworden. Gedeihen konnte das Datendesaster vor allem, weil im Stadtstaat ein extrem konservatives Klima herrscht. Namen, HIV-Status, Passnummern und Adressen: Ende Januar 2019 informiert die Polizei in Singapur das Gesundheitsministerium, dass Daten von Menschen mit HIV online zugänglich sind. Betroffen sind insgesamt 14.200 Menschen, 8.800 davon aus dem Ausland, 5.400 Staatsangehörige Singapurs.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 25. Februar 2019
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"Ja, ich bin HIV-positiv"

Auf dem Foto ist Philipp Spiegel mit einer Kamera zu sehen – lange hat er sich nicht öffentlich gezeigt. Philipp Spiegel, das ist ein Pseudonym. Unter diesem Namen hat sich Christopher mit seiner HIV-Infektion auseinandergesetzt. Er hat zum Beispiel in der Einhundert darüber gesprochen, wie er sich angesteckt hat und was das für ihn bis heute bedeutet. Aber erst jetzt will er sein Gesicht zeigen – fünf Jahre nach der Ansteckung.

Teil 2: Es ist HIV – na und?

Mehr unter: Deutschlandfunk Nova vom 22. Februar 2019
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Therapeutische Impfung

Eine Impfung mit dem Nicht-Struktur-Protein Tat zeigt überraschende Erfolge. Neue Daten lassen hoffen, dass eine Impfung gegen Tat eine wertvolle Ergänzung einer HIV-Therapie darstellen könnte und möglicherweise dazu beitragen könnte, dass Menschen mit HIV längere Zeit ohne HIV-Therapie auskommen könnten. Tat ist ein Protein von HIV, das vielfache Aufgaben hat. Unter anderem kontrolliert es die Latenz (die Abkürzung Tat stammt von „Trans-Aktivator“), aber es kann auch außerhalb von Zellen wirken und z.B. die Differenzierung naiver CD4-Zellen in Effektor Memory Zellen anregen.

Quelle: Sgadari C et al, Continued Decay of HIV Proviral DNA Upon Vaccination With HIV-1 Tat of Subjects on Long-Term ART: An 8-Year Follow-Up Study, Front. Immunol., 13 February 2019 |

Mehr unter: HIV and More vom 20. Februar 2019
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Brexit: HIV-Versorgung in Gefahr?

In etwa fünf Wochen soll es soweit sein. Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU ist für den 29. März geplant. Kommt es zu keiner Einigung um den Backstop, droht den Briten und den EU-Staaten ein harter Brexit ohne Austrittsabkommen und das Vereinigte Königreich würde über Nacht zum Drittstaat – und die Arzneimittelversorgung gefährdet. Denn beinahe jedes vierte Arzneimittel, das in der EU vertrieben wird, wird in Großbritannien freigegeben – darunter auch HIV-Medikamente.

Mehr unter: APOTHEKE ADHOC vom 20. Februar 2019
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HIV-Selbsttest wird grundsätzlich begrüßt …

… ersetzt Spitalbesuch aber nicht immer. Seit letztem Sommer ist der Gang ins Spital für den HIV Test nicht mehr zwingend: Schweizweit verkaufen Apotheken nun HIV-Selbsttests. Seit letztem Sommer gibt es den HIV-Selbsttest auch in Solothurner Apotheken für rund 30 Franken. Ist der Test empfehlenswert? Wann sollte man besser doch ins Spital gehen? Die Präsidentin vom kantonalen Apothekerverband und die Solothurner Spitäler AG geben Auskunft.

Mehr unter: Solothurner Zeitung vom 21. Februar 2019
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Die Eliminierung der Hepatitis C

Hepatitis C ließe sich binnen einer Generation ausrotten – die Voraussetzungen dafür wurden mit der Entwicklung der neuesten Generation direkt wirkender antiviraler Medikamente (DAAs) geschaffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb das ehrgeizige Ziel formuliert, die Lebererkrankung bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Bisher sieht es allerdings nicht so aus, als ob das klappen könnte – es passiert schlicht zu wenig. Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift The Lancet zeigt, was sich ändern müsste.

Artikel in The Lancet: Scaling up prevention and treatment towards the elimination of hepatitis C: a global mathematical model 

Mehr unter: Pharma Fakten - Meldung vom 14. Februar 2019
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DAK-Gesundheit übernimmt Kosten für PrEP

Die DAK-Gesundheit übernimmt als erste Krankenkasse die Kosten für die so genannte HIV Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Dabei handelt es sich um Medikamente, die eine HIV-Infektion verhindern können. Die Arzneimittel werden zusammen mit anderen Arzneistoffen bereits seit Jahren genutzt, um bestehende HIV-Infektionen zu behandeln. Inzwischen sind sie auch zur Vorbeugung zugelassen, gehören jedoch nicht zu den regulären Leistungen der Krankenkassen.

Siehe auch Deutsche Aids-Hilfe: PrEP (HIV-Prophylaxe) 

Mehr unter: DAK - Meldung vom 13. Februar 2019
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Mit dem HI-Virus leben und alt werden

Die therapeutischen Fortschritte haben die Lebenserwartung deutlich verlängert. Die Einführung der Dreifachtherapien im Jahr 1996 war ein Wendepunkt im Leben von HIV-positiven Patienten. Durch die bisher erzielten Fortschritte ist ihre Lebenserwartung fast gleich wie die von Nichtinfizierten. Um Betroffenen eine optimale Lebensqualität zu gewährleisten, bedarf es aber weiterer Anstrengungen.

DocCheck Zugang erforderlich.

Mehr unter: Medical Tribune Schweiz vom 13. Februar 2019
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Hepatitis C: Sofosbuvir und Co. senken Sterblichkeit

Hepatitis C Viren lassen sich mit direkt wirkenden antiviralen Arzneistoffen schnell und dauerhaft aus dem Blut eliminieren. Mit direkt wirkenden antiviralen Arzneistoffen (DAA) wie Sofosbuvir lässt sich das Hepatitis C Virus (HCV) aus dem Blut von infizierten Patienten eliminieren. Erstmals zeigt nun eine prospektive Studie, dass dadurch auch die Sterblichkeit und die Leberkrebs-Häufigkeit sinken.

Siehe Orginalartikel in The Lancet: Clinical outcomes in patients with chronic hepatitis C after direct-acting antiviral treatment: a prospective cohort study 

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 12. Februar 2019
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Geschichte: Koblenzer Labor verkaufte HIV-infiziertes Blut

Mit HI-Viren verunreinigtes Blut wurde in den 1980er und 90er Jahren in großen Mengen verkauft. Die Koblenzer Firma UB Plasma war damals beteiligt. Ein Rückblick auf einen der größten Skandale dieser Zeit. Ab 1986 verkauften UB Plasma und andere Labors in Deutschland die HIV-infizierten Blutprodukte. Betroffen waren laut Aids-Hilfe etwa 1.500 Menschen, die meisten von ihnen Hämophilie-Erkrankte, auch Bluter genannt. Bei der Krankheit gerinnt das Blut aus Wunden nicht oder nur langsam.

Mehr unter: SWR Aktuell vom 10. Februar 2019
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HIV-Generika: Warum alle drei Monate andere Pillen?

Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt, dass es man anstatt des Originalpräparates ein Generikum bekommt. Die Inhaltsstoffe sind ja schließlich die gleichen. Doch warum sehen die Pillen dann immer wieder anders aus? Kann man das vermeiden? HIV & More hat bei Ludwig Meyer von der Wittelsbacher Apotheke in München nachgefragt.

Mehr unter: HIV & More vom 8. Februar 2019
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Die Sprache der Viren

Seit Anfang Februar 2019 ist Christine Goffinet BIH-Professorin für Virologie am Berlin Institute of Health (BIH) und am Institut für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie erforscht das Humane Immunschwäche Virus HIV und das Chikungunya-Virus, das als „emerging virus“ im Zuge der globalen Erderwärmung auch in Europa seinen Einzug hält. Bei ihren Arbeiten interessiert sich die Biologin insbesondere für die Kommunikation zwischen Virus und Wirt bzw. dessen Immunsystem: Wie wehrt sich die Wirtszelle gegen eine Infektion, und wie entzieht sich das Virus dieser Abwehr?

Mehr unter: Berliner Institut für Gesundheitsforschung – Pressemeldung vom 7. Februar 2019
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Trump sagt HIV und Krebs den Kampf an

In Trumps Rede zur Lage der Nation hat auch die Gesundheitspolitik eine Rolle gespielt. Bei den Themen HIV und Krebs nannte er konkrete Investitionssummen. Bis 2030 rechnet er damit, dass die HIV-Epidemie eingedämmt sei. US-Präsident Donald Trump hat substanzielle Investitionen in die Bekämpfung von HIV und Krebs bei Kindern angekündigt. Dies sagte er in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation. Beim Thema HIV sprach Trump von bemerkenswerten Fortschritten im Kampf gegen HIV und Aids in den letzten Jahren.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 6. Februar 2019
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HIV (m) abgeblockt

Ein neuer Antikörper kann HI-Viren den Zutritt zu Immunzellen verwehren. Eine Phase III Studie dokumentiert die klinische Wirksamkeit bei HIV-1 infizierten, die Multiresistenzen entwickelt haben. Die kombinierte antiretrovirale Therapie hat die Überlebenschancen von HIV-Patienten stark verbessert. Probleme bereiten nach wie vor multiple Resistenzen gegen die antiviralen Chemotherapeutika (MDR).

New England Journal of Medicine: Phase 3 Study of Ibalizumab for Multidrug-Resistant HIV-1 

Mehr unter: Medical Tribune vom 4. Februar 2019
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Gynäkologie kann Aids verhindern

HIV bleibt bei Frauen oft lange unbemerkt. Gynäkologen können viel zu einer frühen Diagnose und Behandlung beitragen. Die Deutsche AIDS-Hilfe veröffentlicht einen Leitfaden für die Praxis. Alle 11.000 frauenärztlichen Praxen in Deutschland erhalten in diesen Tagen Post von der Deutschen AIDS-Hilfe. Inhalt: Die Broschüre -HIV früh erkennen in der gynäkologischen Praxis-. Der Leitfaden soll Frauenärzt_innen dabei unterstützen, HIV zu thematisieren und im richtigen Moment einen HIV-Test anzubieten.

Eine Broschüre für hausärztliche Praxen 

"Ein HIV-Test hätte mir viel erspart!" - Kampagnenvideo mit Fallbeispielen

Mehr unter: Presseportal - Pressemeldung - Deutsche Aids-Hilfe vom 6. Februar 2019
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Sexuell infiziert and the City

Dating-Apps und eine Reihe von Berliner Partys ermöglichen schnellen Sex. Die Folge: mehrere sexuell übertragbare Infektionen sind in Berlin auf dem Vormarsch - bei Männern und Frauen aller Orientierungen. Jamal besucht mindestens einmal in der Woche eine Sexparty in Berlin. Zum Beispiel geht er in seine Stammlocation, einen bekannten Berliner Club für alle Geschlechter, auf der Suche nach Sex, Fetisch und tanzbarer Musik. Auch sonst ist er heterosexuell sehr aktiv, organisiert halböffentliche Partys mit wenigen bis einigen Dutzend Gästen.

Mehr unter: rbb|24 vom 1. Februar 2019
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HIV: Impfstoff dringend benötigt

Die Erfolge der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) zum Schutz vor HIV-Infektion lassen den ausbleibenden Durchbruch in der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs nur scheinbar in den Hintergrund treten. Allein aus der Versorgungsperspektive ist ein Impfstoff weiterhin dringend notwendig. Die Erfolge der HIV-Therapie sind spektakulär: Von einer innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufenden Krankheit hat sich die HIV-Infektion zu einer chronischen Erkrankung entwickelt, die in vielen Fällen mit einer Tablette pro Tag behandelt werden kann und die Lebenserwartung des Betroffenen nur noch gering einschränkt.

Mehr unter: Journalmed vom 1. Februar 2019
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Wir sind positiv

Menschen mit HIV bekommen in der Türkei neueste Medikamente. Von der Gesellschaft werden sie aber nach wie vor stigmatisiert. Während weltweit die Zahl der HIV-Infektionen in den meisten Ländern zurückgeht, ist die Türkei eines der Länder, in der sich immer mehr Menschen infizieren. Laut Deniz Gökengin, Spezialistin für Infektiologie an der Ege Universität in Izmir, hat sich die Infektionsrate in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. Von 1985 bis 2018 hat das türkische Gesundheitsministerium 20.293 Menschen mit HIV registriert. Zwar ist die Zahl der HIV-Infektionen in der Türkei im Vergleich mit anderen Ländern nach wie vor eher niedrig. Gökengin geht aber davon aus, dass die Dunkelziffer doppelt so hoch ist.

Mehr unter: gazete.taz vom 29. Januar 2019
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HIV/STD in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht
 
Bundesamt für Gesundheit (BAG) - Im Jahr 2017 ist ein deutlicher Rückgang der an das BAG gemeldeten HIV-Diagnosen zu verzeichnen. Vermehrte Testung besonders exponierter Personengruppen und eine immer früher einsetzende Behandlung scheinen eine Trendwende ausgelöst zu haben. Inzwischen wird ein Drittel aller HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben, in einem der fünf Schweizer Checkpoints festgestellt.

Link: Bundesamt für Gesundheit BAG: HIV, Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydiose in der Schweiz im Jahr 2017: eine epidemiologische Übersicht (pdf) 

Mehr unter: aidsfocus - newsletter vom 22. Januar 2019
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Tausende private Daten von HIV-Patienten veröffentlicht

Gegen deren Willen sind die Namen tausender HIV-Patienten an die Öffentlichkeit gelangt. Betroffen von dem Datenleck im Stadtstaat Singapur sind auch viele Ausländer. Darunter befinden sich Namen, Adressen und Telefonnummern von Patienten. Ein amerikanischer Arzt soll die Daten gestohlen und veröffentlicht haben. Einer der Betroffenen nennt sich Jay, es ist nicht sein richtiger Name, aber er wollte doch erzählen, was das alles jetzt bedeutet für ihn. Dass sich der junge Mann vor einigen Jahren mit dem HI-Virus infiziert hat, ist für ihn definitiv eine sehr private Angelegenheit.

Siehe auch SRF Schweizer Radio und Fernsehen: HIV-Skandal in Singapur - «Die Öffentlichkeit in Singapur ist perplex»

Mehr unter: Süddeutsche Zeitung vom 29. Januar 2019
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Offen über Sex sprechen

Es gibt sicher Leichteres, als über Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten zu reden. Zur Prävention und für eine sichere Diagnostik ist das jedoch unerlässlich. Wieso also nicht einfach mal direkt ansprechen? Viele Patienten werden es Ihnen danken. Sprechen Sie mit jedem, der in Ihre Praxis kommt, offen über Sex? Es ist fast egal, wer da gerade vor Ihnen sitzt, Barrieren wird es in der Regel immer geben. Gerade, wenn es um Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten geht. Doch liegen diese beim Patienten oder vielleicht eher bei Ihnen? Glaubt man den Ergebnissen einer Umfrage unter rund 1500 Erwachsenen, scheint Ersteres nicht der Fall zu sein.

Mehr unter: Medical Tribune vom 28. Januar 2019
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Hilfen für HIV-infizierte Bluter dynamisiert

Die Hilfe für HIV-infizierte Bluter sind nach Ansicht der Bundesregierung ausreichend und gesichert. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FPD-Fraktion im Bundestag hervor. Demnach hat die Bundesregierung ab diesem Jahr die Finanzierung der Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen übernommen. Dabei würden finanzielle Hilfen an die Rentenentwicklung angepasst, heißt es.

Siehe auch Ärztezeitung: HIV-Hilfegesetz: Entschädigung für Blutskandal-Opfer zahlt Bund 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 28. Januar 2019
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Mehr Datenschutz auch für Menschen mit HIV

Schluss mit dem sorglosen Umgang mit gesundheitsbezogenen Daten: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), seit Mai 2018 in Kraft, stärkt die Persönlichkeitsrechte. Davon profitieren auch Menschen mit HIV. Ob ein farbiger Aufkleber auf einer Patientenakte, der für „HIV-positiv“ steht, oder Versicherungsunternehmen, die ohne Not den HIV-Status erfassen – auch wenn dies sicher Einzelfälle sind, machen Menschen mit HIV solche Erfahrungen immer noch. Sich dagegen zu wehren, ist nun aber einfacher: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai 2018 in der gesamten EU in Kraft trat, hat ein ganzes Paket an Verbesserungen mit sich gebracht.

Eine Liste der zuständigen Beauftragten in den jeweiligen Bundesländern findet sich > hier

Siehe auch DAH blog magazin.hiv: Ungewolltes HIV-Outing beim Arbeitgeber: Datenschutz ist Diskriminierungsschutz 

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 27. Januar 2019
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Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

HIV-Selbsttests sind seit Oktober in Apotheken frei erhältlich. Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. Müssen Ärzte ihren Patienten medizinische Statistik erklären? Wenigstens die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Gebiet mit ergoogeltem Halbwissen bombardiert zu werden, dürfte ausgesprochen gering sein. Auch ergibt sich im Praxisalltag wohl eher selten die Notwendigkeit zu derart akademischer Erörterung.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 23. Januar 2019
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