Ausgabe 89

      Jahrgang 23

     Juli 2019

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






Geschlechtskrankheiten – die stille Epidemie
Deutsche AIDS-Stiftung baut Projektförderung aus
Zahl des Monats Juli: fast 0
Warum Menschen sich im Knast mit Hepatitis C infizieren
Korrespondenten berichten über HIV
Mit der Genschere gegen HIV?
Weg mit Reisebeschränkungen wegen HIV!
Im Zweifel Test
Laut CDC hatten die meisten Amerikaner noch nie einen HIV-Test
Corinne ist 23 und HIV-positiv
Nordkorea hat ein HIV-Problem – behauptete aber frei von dem Virus zu sein
Schachmatt für Hepatitis B Viren in der Leber
UN-Bericht: 585.000 Drogen-Tote weltweit
Dominikanische Republik: 48 Prozent der haitianischen Neugeborenen haben HIV
Rascher Test macht sicher
Studie zeigt potentielle Nebenwirkung von HIV-Medikamenten
Wat Opot: eine Gemeinschaft für verwaiste, arme und HIV-infizierte Kinder
Wir müssen die Menschen erreichen, die HIV-positiv sind, und das nicht wissen
Frauen und HIV – ein besonderes Klientel
Eigentlich müsste ich jetzt tot sein
AIDS im nachkolonialen Afrika - Auftakt zur Epidemie
E-Health: Gesundheits-Apps
Kein erhöhtes HIV-Risiko bei Verhütungsspritzen
Südafrika: Erfolge im Kampf gegen HIV
US-Millionenbetrüger in der Wiener Innenstadt festgenommen
Gegen Benachteiligung HIV-infizierter Menschen im Beruf
Malawi ist anders
Moskauer Forscher will Erbgut von Embryonen verändern
Eine Pille, die bei HIV alles ändert
Das gehört in die Reiseapotheke von HIV-Patienten
HIV-Therapie: Soziale Faktoren besser beachten
HIV: Schrecken der Krankheit ist weg, Kondom-Müdigkeit als Folge
HIV-PrEP Nutzer regelmäßig auch auf STI screenen

Schutz vor HIV, aber ein verkürztes Leben
"Zuerst müssen wir die medizinische Grundversorgung sicherstellen"
Deutsche Aids-Hilfe fordert unabhängige und fachlich versierte Drogenbeauftragte
Einsendetest auf HIV- und Geschlechtskrankheiten startet erfolgreich
Nigeria: Fasten aus Angst
WHO: Defizite beim Engagement gegen HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten
Hepatitis C Viren erfolgreich ausschalten
Hepatitis C Eliminierung: Rein in die Drogenszene
PrEP, STI und Multiresistenz | Ein Fallbericht.
Arzt soll hunderte Kinder mit HIV infiziert haben
Tierversuch: Modifizierte B-Zellen statt Impfung
Lebensrettende Therapie für Obdachlose
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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Geschlechtskrankheiten – die stille Epidemie

Es könnte alles ganz einfach sein: Konsequente Verhütung mit Kondomen und regelmäßige Kontrolltests – viel mehr braucht es theoretisch nicht, um die Ausbreitung von Syphilis und Co in Schach zu halten. Doch in der Praxis gestaltet sich die Situation komplizierter. So hapert es in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern noch immer an fehlender Aufklärung oder dem mangelnden Zugang zu Verhütungsmitteln und Vorsorgeuntersuchungen. Ein Dossier.

Gesamter Inhalt:
 

Die STIs gehen um: Sexuell übertragbare Krankheiten nehmen wieder zu

Syphilis: Das Chamäleon der Medizin

Tripper: Kein "übermäßiger Samenfluss"

Trichomoniasis und Chlamydien: Die zwei häufigsten STIs weltweit

Was tun gegen die Epidemie?: Ursachen und Lösungen auf der Spur

Siehe auch Frankfurter Allgemeine Zeitung: Mehr neue Syphilis- als HIV-Fälle in Europa 

Mehr unter: scinexx | Das Wissensmagazin vom 12. Juli 2019
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Deutsche AIDS-Stiftung baut Projektförderung aus

Jahresbericht 2018 erschienen. Im Jahr 2018 hat die Deutsche AIDS-Stiftung die Förderung von Projekt- und Gruppenhilfen ausgebaut, wie aus dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht für das vergangene Jahr hervorgeht. Die Stiftung wandte 424.524 Euro für ihre nationale Förderung von Projekten und Gruppenangeboten auf. Dies macht einen Anteil von 30,5 Prozent der 2018 zur Verfügung gestellten Mittel aus. Für individuelle Hilfen im Inland wurden 427.274 Euro und für internationale Projektförderungen 539.790 Euro bereitgestellt, was prozentualen Anteilen von 30,7 bzw. 38,8 an der Gesamtfördersumme entspricht. Weitere 198.831 Euro wurden durch die unselbstständige Treuhandstiftung HOPE-Kapstadt-Stiftung ausgezahlt.

Der Jahresbericht 2018 steht zum Download

Mehr unter: Deutsche AIDS-Stiftung – Pressemeldung vom 12. Juli 2019
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Zahl des Monats Juli: fast 0

Jahrzehntelang galten HIV bzw. Aids als unbesiegbar. Heilbar ist die Krankheit noch immer nicht - doch gelingt es inzwischen, die Anzahl der HI-Viren im Blut der Infizierten auf fast null zu senken. Für die rund 70.000 Patienten, die in Deutschland HIV-Medikamente einnehmen, bedeutet das eine Lebenserwartung, die mit der von gesunden Menschen vergleichbar ist.

Mehr unter: Presseportal - Pressemeldung Pro Generika e.V. vom 11. Juli 2019
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Warum Menschen sich im Knast mit Hepatitis C infizieren

Elias Moustakas kam im Gefängnis zwar an Heroin und Koks, nicht aber an saubere Spritzen. Also teilte er sich welche mit anderen Insassen. Jetzt ist er mit Hepatitis C infiziert. Wenn man die Spitze einer Kugelschreibermine lange genug an der Wand entlang schrappt, immer und immer wieder, dann kann daraus eine Nadel werden. Keine besonders spitze Nadel, aber immerhin eine, die man irgendwie in eine Vene stechen kann. Kombiniert mit dem Pumpmechanismus eines Nasensprays erhält man eine Spritze. Und mit der kann man sich wiederum Drogen injizieren.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 4. Juli 2019
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Korrespondenten berichten über HIV

Während das Bewusstsein in den USA so stark gestiegen ist, dass sich Sexualpraktiken nach der HIV-Infektion richten, ist in Südafrika der Wunsch, ohne Kondom Sex zu haben, noch sehr verbreitet. In Indien ist das Thema Verhütung tabuisiert. Kurzberichte aus verschiedenen Weltgegenden.

Siehe auch Tagesschau: Zahlen und Fakten zu HIV und Aids 

Mehr unter: Deutschlandfunk - Alltag anders | Beitrag vom 28. Juni 2019
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Mit der Genschere gegen HIV?

Neuer Therapieansatz: Eine Kombinationsbehandlung aus antiviralen Medikamenten und der Genschere CRISPR/Cas9 könnte HIV-Infektionen heilen. Wie eine erste Studie mit Mäusen nahe legt, lässt sich mithilfe dieses gentechnischen Werkzeugs Virus-DNA aus den Körperzellen Infizierter entfernen. Damit schafft die Genschere das, was mit gängigen Virostatika nicht möglich ist – und scheint in Kombination mit diesen Mitteln den Erreger vollständig beseitigen zu können.

Artikel in Nature Communications: Sequential LASER ART and CRISPR Treatments Eliminate HIV-1 in a Subset of Infected Humanized Mice 

Siehe auch Pharmazeutische Zeitung: HI-Virus erstmals aus Genom entfernt 

Oder Spektrum der Wissenschaft: Kombi aus Gentherapie und Medikamenten könnte HIV besiegen 

Mehr unter: scinexx | Das Wissensmagazin vom 3. Juli 2019
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Weg mit Reisebeschränkungen wegen HIV!

In 48 Ländern weltweit gibt es mehr oder minder große Einschränkungen für Reisende mit HIV. Reisebeschränkungen, die auf einem HIV-Status basieren, seien diskriminierend und sorgten zudem dafür, dass Infizierte stigmatisiert würden, heißt es in einer Mittelung von UNAIDS und dem United Nations Development Programme (UNDP). „Reisebeschränkungen auf der Basis eines HIV-Status verletzen die Menschenrechte und helfen nicht dabei, HIV-Übertragungen zu vermeiden“, erklärte die Chefin des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV und Aids (UNAIDS), Gunilla Carlsson.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 2. Juli 2019
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Im Zweifel Test

Interview mit Ute Krackow und Uli Manthey von Stephan Göhrmann. HIV und Aids sind auch in Arztpraxen keine alltäglichen Erkrankungen. Wie richtiges Fragen die Immunerkrankung aufdecken kann, erklären die Experten Ute Krackow und Uli Manthey im Gespräch mit Stephan Göhrmann. Der Landesverband der Aids-Hilfen Kompetenznetz Aids in Schleswig-Holstein und die Aids-Hilfe Kiel e.V. sind wichtige Ansprechpartner in Norddeutschland. Sie bieten Fachtagungen und Seminare an. Sensibilisierungsmaßnahmen finden u. a. an Schulen, Krankenpflegeschulen, in Justizvollzugsanstalten oder für die Polizei statt.

Mehr unter: Schattenblick - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 5 / 2019
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Laut CDC hatten die meisten Amerikaner noch nie einen HIV-Test

Weniger als 4 von 10 Amerikanern haben jemals die Empfehlungen der Bundesregierung befolgt, um auf HIV getestet zu werden. "Der HIV-Test ist schneller und einfacher als je zuvor – und wenn Sie den Test durchführen, übernehmen Sie die Kontrolle", sagte Dr. Eugene McCray, Direktor der Abteilung für HIV / AIDS-Prävention in den US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten. Die Agentur ermutigt alle zwischen 13 und 64 Jahren, sich im Rahmen ihrer routinemäßigen Gesundheitsfürsorge mindestens einmal einem HIV-Test zu unterziehen.

Mehr unter: Finanz Experte - Meldung vom 1. Juli 2019
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Corinne ist 23 und HIV-positiv

Corinne ist 23 Jahre alt und HIV-positiv. Bei einer Vorsorgeuntersuchung mit 15 Monaten erfährt ihre leibliche Mutter, dass sie ihre Tochter bei der Geburt mit dem Virus infiziert hat, und zerbricht daran. Mit sechs Jahren kommt Corinne zu einer Pflegefamilie in ein kleines, bayerisches Dorf. Wenige Jahre später stirbt ihre leibliche Mutter an Aids. Corinnes Pflegeeltern entscheiden, dass ihre Tochter bis zum Abitur niemandem von der Infektion erzählen soll – zu groß ist die Angst vor Mobbing, Ausgrenzung, sozialer Ächtung. Gleichzeitig ließen die Eltern zu, dass ein ZDF-Fernsehteam Corinne auf ihrem Weg von der Grundschule bis zum Abitur begleitet.



Mehr unter: jetzt vom 30. Juni 2019
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Nordkorea hat ein HIV-Problem – behauptete aber frei von dem Virus zu sein

Noch im Dezember 2018, beim Welt-Aids-Tag, feierten nordkoreanische Regierungsbeamte und Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation WHO in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang etwas, was kaum ein anderes Land der Welt von sich behaupten kann: Nordkorea ist frei von dem menschlichen Immunschwäche-Virus, besser bekannt als HIV. Der Arzt Thushara Fernando, Vertreter der WHO in Nordkorea, sagte damals, dass in dem isolierten Land keine HIV-Infektionen gemeldet wurden – zumindest nach seinem Wissenstand. Er verbuche dies als Erfolg der Prävention im Land und den weit verbreiteten HIV-Tests, wie das Magazin Science berichtet.

Artikel in Science: North Korea claimed to be free of HIV. But infections appear to be surging 

Mehr unter: stern Meldung vom 27. Juni 2019
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Schachmatt für Hepatitis B Viren in der Leber

Forschenden des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München ist es in Zusammenarbeit mit Kollegen des Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und des Universitätsklinikum Heidelberg im Tiermodell erstmals gelungen, eine chronische Infektion mit dem Hepatitis B Virus zu besiegen. Das Team hat in seiner Arbeit gezeigt, dass eine T-Zelltherapie zu einer echten Heilung führen kann. Bislang war es nicht möglich, das Virus komplett zu kontrollieren. Die Veröffentlichung ist jetzt in der Zeitschrift Journal of Clinical Investigation erschienen.

Original-Publikation: Wisskirchen K, Kah J et al (2019), The Journal of Clinical Investigation: T cell receptor grafting allows virological control of Hepatitis B virus infection. JCI. DOI: 10.1172/JCI120228; 

Weitere Artikel: In dieser Publikation ist beschrieben, wie die T-Zellrezeptoren gewonnen und charakterisiert wurden: Plos | one: Isolation and functional characterization of hepatitis B virus-specific T-cell receptors as new tools for experimental and clinical use 

Mehr unter: Helmholtz Zentrum München – Pressemeldung vom 26. Juni 2019
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UN-Bericht: 585.000 Drogen-Tote weltweit

Kokain, Heroin und Co. 2017 haben laut UN-Bericht 5,5 Prozent aller Menschen, die zwischen 15 und 64 Jahre alt waren, Drogen konsumiert. Der neueste  Weltdrogenbericht der UN weist alarmierende Tendenzen auf: Es gibt immer mehr Drogenkonsumenten, behandlungsbedürftige Süchtige und Drogentote. Mehr als eine halbe Million Menschen (585.000) weltweit sind 2017 wegen ihres Drogenkonsums und damit zusammenhängender Krankheiten gestorben. Das erklärten Experten des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Weltdrogentag (26. Juni) in Wien.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 26. Juni 2019
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Dominikanische Republik: 48 Prozent der haitianischen Neugeborenen haben HIV

Eine erschreckende und alarmierend hohe Zahl an HIV-infizierten Neugeborenen von Haitianerinnen festgestellt. Dr. Victor Manuel Terrero, Geschäftsführer des Nationalen Rates für HIV und Aids bestätigte, dass mehr als 48 Prozent der haitianischen geborenen Kinder im Kinderkrankenhaus Alejandro Gruillon in Santiago de los Caballeros nachweislich den HI-Virus in ihrem Blut haben. Zudem bestätigte Terrero, dass die neuen Fälle von HIV in der Dominikanischen Republik ebenso auf haitianische Staatsbürger entfallen.

Mehr unter: Karibik News - Meldung vom 25. Juni 2019
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Rascher Test macht sicher

Trotz moderner Medikamente kommen immer noch viele HIV-Infizierte erst sehr spät zur Abklärung und erschweren sich damit den Therapieerfolg. Daher sollte jeder seinen Status kennen. Randgruppen. Homosexuelle. Drogensüchtige. Wer das Thema HIV/AIDS immer noch aus Sicht überholter Klischees betrachtet, nimmt sich und allen anderen die Chance, die Epidemie zu beenden. Dass dies möglich ist, gilt mittlerweile als medizinisch gesichert. Dafür muss aber der aktuelle Status bekannt sein.

Mehr unter: Kronen Zeitung vom 22. Juni 2019
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Studie zeigt potentielle Nebenwirkung von HIV-Medikamenten

Geht es um langfristige HIV-Therapien, greifen Mediziner oft auf Integrase-Inhibitoren (INSTI) zurück, Medikamente, die nicht nur gut verträglich sind, sondern auch gut wirken. Sie gehören zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Substanzklassen gegen HIV. Doch ein Team von Forschern unter Leitung des Instituts für HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der UDE und des Universitätsklinikums Essen zeigt nun, dass die bereits zugelassenen Integrasehemmer potenziell schädliche Langzeitnebenwirkungen haben können. Ihre Ergebnisse stehen aktuell im Journal of Clinicial Investigation Insight.

Link zur Originalpublikation: Journal of Clinical Investigation Insight: Impact of HIV infection and antiretroviral therapy on immune cellular functions 

Mehr unter: Universität Duisburg-Essen - Institut für HIV-Forschung – Pressemeldung vom 21. Juni 2019
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Wat Opot: eine Gemeinschaft für verwaiste, arme und HIV-infizierte Kinder

Zwei Stunden vor den Toren der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh liegt Wat Opot. Die „Kindergemeinschaft“ bietet verwaisten, armen oder HIV-positiven Kindern ein Dach über dem Kopf und Perspektiven. Die Kindergemeinschaft Wat Opot ist auf dem Gelände eines buddhistischen Tempels untergebracht. Das Besondere: HIV-positive und -negative Kinder schlafen hier in denselben Gebäuden, sie essen, schwimmen und meditieren gemeinsam. „Das ist einmalig in Kambodscha“, sagt Matthysse. Er erzählt, wie die Kindergemeinschaft Anfang der 2000er-Jahre aus einem Hospiz für Menschen mit HIV entstanden ist, das er führte – und wie schwierig es für die älteren Kinder ist, außerhalb der Tempelanlage mit dem Virus zu leben.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 21. Juni 2019
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Wir müssen die Menschen erreichen, die HIV-positiv sind, und das nicht wissen

Im DNN-Interview spricht Christian Willno von der Aids-Hilfe Dresden über immer noch vorherrschende Vorurteile gegenüber der Immunkrankheit, Wissenslücken in der Bevölkerung und den seit letzten Herbst in Deutschland erhältlichen HIV-Selbsttest. Christian Willno arbeitet seit 2008 im dreiköpfigen Team der Aids-Hilfe in Dresden. Im Interview mit den DNN spricht der 40-jährige Diplom-Soziologe über immer noch vorherrschende Vorbehalte gegenüber der Immunkrankheit, Wissenslücken in der Bevölkerung und den seit letztem Herbst in Deutschland erhältlichen HIV-Selbsttest.

Mehr unter: Dresdner Neueste Nachrichten vom 18. Juni 2019
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Frauen und HIV – ein besonderes Klientel

Geschlechtsspezifische Besonderheiten von Frauen hinsichtlich der HIV-Infektion stellen besondere Herausforderungen dar – dazu gehören eine höhere Vulnerabilität für die Infektion, Schwangerschaft und Menopause. Lange Zeit waren geschlechtsspezifische Unterschiede bei der HIV-Infektion kein Thema und frauenspezifische Aspekte wurden in der Forschung vernachlässigt. Dabei sind laut UNAIDS weltweit die Hälfte der mit HIV-infizierten Menschen Frauen. Und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) geht von einem Verhältnis Frauen zu Männern von 3:1 aus.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 17. Juni 2019
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Eigentlich müsste ich jetzt tot sein

Langzeitinfizierte und ihr Kampf gegen HIV Bis Mitte der 90er war HIV eine tödliche Diagnose. Wer das Virus in sich trug, würde auch bald an AIDS erkranken und sterben. Die öffentliche Debatte war geprägt von der Angst vor einer tödlichen Seuche. 17.000 Todesopfer forderte AIDS in Deutschland bis 1995. Dann kamen neuartige lebensrettende Medikamente auf den Markt. Mit ihnen wurde Tausenden plötzlich eine Zukunft geschenkt, mit der sie nicht mehr gerechnet hatten. Wie war es, den baldigen Tod vor Augen zu haben und plötzlich wieder planen zu können? Wie gehen sie mit den Erinnerungen an Freunde und Partner um, die nicht überlebt haben? Der 5. Juni, der HIV Long Term Survivors Day, erinnert an die Überlebenden der Epidemie.

Audio herunterladen (24,63 MB | mp3)



Manuskript zum Download 

Mehr unter: SWR2 Leben - Sendung vom 5. Juni 2019
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AIDS im nachkolonialen Afrika - Auftakt zur Epidemie

Der kongolesische Premier Patrice Lumumba unterzeichnet am 30. Juni 1960 mit dem belgischen Premier Gaston Eyskens die Urkunde zur Unabhängigkeit des Kongo. Nur wenige Tage später leitet Eyskens eine Kabinettsitzung, wo die Ermordung Lumumbas diskutiert wird. Welche Veränderungen führten in Zentralafrika zur Expansion von AIDS? Eine Fallstudie über Ursachen und Folgen von Massenverelendung und Flucht. AIDS als koloniales Überbleibsel - Teil 5 Auftakt zur Epidemie und Schluss.

Alle Folgen:
 

Teil 1: AIDS als koloniales Überbleibsel

Teil 2: Was konnte den HI-Virus zur Seuche werden lassen?

Teil 3: Der alte weiße Mann und die Seuche AIDS

Teil 4: Bis in die 1930er Jahre gehörte die Zwangsarbeit zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren  

Mehr unter: Telepolis vom 17. Juni 2019Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


E-Health: Gesundheits-Apps

Health-Apps sind groß im Kommen. Sie werten aus, wie viele Schritte wir gelaufen sind und wie lange wir geschlafen haben und ermöglichen uns, medizinische Daten zu erfassen. Seit kurzem sind auch Krankenkassen mit Gesundheits-Apps auf dem Markt und bieten diese ihren Versicherten an. Diese Apps sollen die Kommunikation mit Ärzt_innen, Apotheker_innen und anderem medizinischem Personal erleichtern, Doppeldiagnosen verhindern und auf mögliche Medikamenteninteraktionen hinweisen. Die Gesundheits-Apps der Krankenkassen sind Teil einer größeren E-Health Strategie und werden das Gesundheitssystem von Grund auf verändern. HIV-Report zeigt, was E-Health Anwendungen für Menschen mit HIV bedeuten können.

Download HIV-Report Ausgabe 01/2019 

Mehr unter: HIV-Report Ausgabe 01/2019
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Kein erhöhtes HIV-Risiko bei Verhütungsspritzen

Mit dem Benutzen einer Dreimonatsspritze zur Verhütung von Schwangerschaften ist kein erhöhtes Risiko einer Infektion mit HIV verknüpft. Das belegt eine aktuelle Studie, die nach Angaben der Autoren die erste randomisierte Studie zu dem Thema überhaupt ist. Die Studienergebnisse stehen im Widerspruch zu mehr als 25 Jahren an Forschungsergebnissen, die mehrmals einen Zusammenhang zwischen hormonellen Verhütungsmethoden, speziell Verhütungsspritzen, und einem erhöhten HIV-Infektionsrisiko gesehen hatten.

Artikel in Lancet: HIV incidence among women using intramuscular depot medroxyprogesterone acetate, a copper intrauterine device, or a levonorgestrel implant for contraception: a randomised, multicentre, open-label trial 

Siehe auch Pharmazeutische Zeitung: Art der Verhütung hat keinen Einfluss auf Ansteckungsrate 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 14. Juni 2019
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Südafrika: Erfolge im Kampf gegen HIV

Kein anderes Land ist so stark von der Aids-Epidemie betroffen wie Südafrika. Mehr als sieben Millionen Menschen leben dort mit dem HI-Virus. Dank einer massiver Aufklärungskampagne und kostenloser Kondome gibt es einen Hoffnungsschimmer. Nompile Mdeletshe ist unterwegs zum Gesundheitszentrum auf ihrem Campus. Studenten können sich hier kostenlos auf HIV testen lassen – und im Wartezimmer wirbt ein Video mit PrEP: einer Vorsorge-Medizin, die vor dem HI-Virus schützt.

Mehr unter: Deutschlandfunk vom 14. Juni 2019
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US-Millionenbetrüger in der Wiener Innenstadt festgenommen

Die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes haben am vergangenen Samstag in Wien einen mutmaßlichen Millionenbetrüger aus den USA festgenommen. Einen diesbezüglichen Bericht der Kronen Zeitung bestätigte das BK. Der 71-jährige Arzt aus Kalifornien soll die Versicherungsanstalten des US-Gesundheitswesens um 7,3 Millionen Dollar betrogen haben.

Mehr unter: Salzburger Nachrichten vom 13. Juni 2019
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Gegen Benachteiligung HIV-infizierter Menschen im Beruf

Mit HIV lässt sich heutzutage leben. Damit es sich damit auch gut arbeiten lässt, gibt es jetzt eine neue Initiative. Es sind namhafte Unternehmen wie SAP, Deutsche Bank, die Bahn oder Daimler: Viele Arbeitgeber haben an diesem Mittwoch eine Deklaration gegen Diskriminierung von HIV-Positiven in der Arbeitswelt unterzeichnet. Zahlreiche große Unternehmen, Behörden und Organisationen haben eine gemeinsame Deklaration gegen die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen am Arbeitsplatz unterzeichnet.

Mehr unter: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. Juni 2019
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Malawi ist anders

Malawi ist in gewisser Weise eine afrikanische Erfolgsstory. Das zeigten auch die Wahlen. Aus Europa richtet sich der Blick nach Afrika meist auf die großen Krisengebiete im Zentrum oder im Westen des Kontinents. Im Augenblick sind es der Ebola-Ausbruch im Kongo oder die wachsende Gefahr islamistischen Terrors im Niger. Dass es auch zahlreiche kleinere Länder gibt, deren Entwicklung positiv verläuft, wird von den Medien hierzulande dagegen selten in den Fokus genommen.

Mehr unter: Tagespost vom 12. Juni 2019
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Moskauer Forscher will Erbgut von Embryonen verändern

Ein Forscher möchte bei Embryonen das Gen „CCR5“ entfernen, um Aids-Erkrankungen zu verhindern. Ein Russe plant, HIV-infizierten Frauen noch in diesem Jahr Embryonen einzusetzen, deren Erbgut er so verändern will, dass sie resistent gegen Aids-Viren sind. Der russische Wissenschaftler Denis Rebrikov plant offenbar, mehreren Frauen noch in diesem Jahr Embryonen in die Gebärmutter einzusetzen, deren Erbgut er zuvor mit der Gen-Schere CRISPR/Cas9 (Crispr) verändern will. Das meldete die Fachzeitschrift Nature.

Artikel in Nature: Russian biologist plans more CRISPR-edited babies 

Mehr unter: Tagesspiegel vom 11. Juni 2019
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Eine Pille, die bei HIV alles ändert

Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) schützt mit einer Tablette vor HIV. Doch seit sie bezahlbar geworden ist, lehnen immer mehr schwule Männer das Kondom ab. Mario Vogt (Name geändert) versteht die Welt nicht mehr. Der 42-Jährige, der in Berlin lebt, ist als Schwuler mit zwei Safer-Sex-Regeln aufgewachsen, die die Deutsche Aids-Hilfe viele Jahre lang propagiert hat: „Raus bevor’s kommt“ und „Sex nur mit Kondom“. Daran hat er sich gehalten, jahrelang. Und ist ziemlich gut gefahren damit, hatte keine größeren Infektionen, weder bakteriell noch viral. Also auch: kein HIV.

Mehr unter: Tagesspiegel vom 11. Juni 2019
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Das gehört in die Reiseapotheke von HIV-Patienten

Eine HIV-Infektion ist kein Hinderungsgrund für eine Fernreise. Vor Abreise sollte aber nicht nur an die antiretroviralen Medikamente gedacht werden. Wenn HIV-Patienten verreisen, stellt sich ja die Frage, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören. „Wichtig ist eine ausreichende Menge der antiretroviralen und der weiteren regelmäßig erforderlichen Medikamente – auch unter Berücksichtigung einer möglicherweise verzögerten Rückreise“, erinnern Ärzte um Dr. Georg Härter vom Medicover Ulm MVZ. Entsprechende Zeitverschiebungen seien bei der Einnahme der antiretroviralen Medikation ebenfalls zu beachten.

Ausführliche Hinweise in MMW-Fortschritte der Medizin: Reisemedizinische Beratung für HIV-Patienten 

Siehe auch Ärztezeitung: Malariaschutz für reisefreudige HIV-Patienten 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 7. Juni 2019
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HIV-Therapie: Soziale Faktoren besser beachten

Der wichtigste Faktor für den Erfolg einer HIV-Therapie ist die regelmäßige, korrekte Einnahme der Medikamente (Adherence). Unregelmäßige Einnahme der Tabletten fördert das Risiko einer Resistenzbildung. In der Schweiz sind wir in der glücklichen Lage, dass wir eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung haben. Die Zahl von HIV-infizierten Personen mit einem resistenten Virus nimmt laufend ab, wie wir aus den Daten der HIV-Kohortenstudie (www.shcs.ch) wissen.

Clin Infect Dis. 2019 Mar 7: Abela IA. et al. Emergence of drug resistance in the Swiss HIV Cohort Study under potent antiretroviral therapy is observed in socially disadvantaged patients. Clin Infect Dis. 2019 

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 5. Juni 2019
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HIV: Schrecken der Krankheit ist weg, Kondom-Müdigkeit als Folge

Schrill, schräg, Aufsehen erregend: Das war der Life Ball 26 Jahre lang. Aus für den Life Ball: Einer der Gründe ist die gute Behandelbarkeit der HIV-Infektion. Der Life Ball, Österreichs buntestes Charity-Spektakel, geht kommenden Samstag wahrscheinlich zum letzten Mal über die Bühne. Die Gründe für das Aus: weniger Sponsorgelder der Pharmaindustrie und ein heftiger Streit der Organisatoren ums Geld mit der Stadt Wien. Diese gab kürzlich bekannt, das Event eventuell in "einer anderen Art und Weise" weiterführen zu wollen. Ein weiterer Grund für das Finale ist, dass sich im Kampf gegen Aids sehr viel getan hat. "Aids hat sich von einem Todesurteil in ein chronisches Leiden verwandelt".

Mehr unter: OÖNachrichten vom 5. Juni 2019
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HIV-PrEP Nutzer regelmäßig auch auf STI screenen

Bei HIV-PrEP Nutzern (PrEP = PräExpositionsprophylaxe) sollte nicht nur regelmäßig der HIV-Status kontrolliert werden, auch ein kontinuierliches Screening auf sexuell übertragene Infektionen (STI) ist wichtig. Darauf weist eine australische Arbeitsgruppe in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung hin.

Link zum Abstract: Association of HIV Preexposure Prophylaxis With Incidence of Sexually Transmitted Infections Among Individuals at High Risk of HIV Infection 

Mehr unter: News Netzwerk Infektiologie Nr. 26 vom Juni 2019
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Schutz vor HIV, aber ein verkürztes Leben

Fehlt CD4-positiven T-Zellen ein funktionstüchtiger CCR5-Rezeptor, kann HIV die Immunzellen nicht infizieren. Mit Keimbahntherapie war daher in China bei zwei Mädchen der Rezeptor geschädigt worden. Dies bietet zwar HIV-Schutz, erhöht aber andere Krankheitsrisiken. Vor fast einem Vierteljahrhundert haben belgische und französische Wissenschaftler den wichtigsten Korezeptor auf T-Lymphozyten entdeckt, den der Aids-Erreger HIV zum Eindringen in CD4-positive T-Zellen nutzt. Ohne diesen funktionstüchtigen Rezeptor CCR5 (Chemokinrezeptor 5) ist eine HIV-Infektion kaum möglich.

Siehe auch ZEIT: Schutz vor HIV erhöht Risiko für andere Krankheiten 

Artikel in Nature Medicine: CCR5-∆32 is deleterious in the homozygous state in humans 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 4. Juni 2019
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"Zuerst müssen wir die medizinische Grundversorgung sicherstellen"

Gerüchte über Impfschäden verhindern, dass in Entwicklungsländern Krankheiten wirksam bekämpft werden können. Neue Impfstoffe helfen gegen globale Massenkrankheiten. Impfungen sind für das globale Gesundheitsprogramm der Gates-Stiftung zentral, sagt Projektleiter Trevor Mundel - und fördert die Entwicklung neuer Impfstoffe. Ein Interview.

Mehr unter: Tagesspiegel vom 30. Mai 2019
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Deutsche Aids-Hilfe fordert unabhängige und fachlich versierte Drogenbeauftragte

Die bisherige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, wechselt Anfang Juli ins Europaparlament nach Brüssel. Für die Nachfolge fordert die Deutsche Aids-Hilfe die Besetzung mit einer von der Politik unabhängigen und anerkannten Fachperson. „Eine Person mit langjähriger Erfahrung in Wissenschaft, Drogenpolitik und Suchthilfe und ohne unmittelbare Anbindung an die Politik könnte für eine unabhängige Themensetzung und Strategiebildung auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Standes sorgen“, erklärte DAH-Vorstandsmitglied Winfried Holz. Diese Person müsse auch den Auftrag erhalten, dabei die Stimmen und Interessen von Drogenkonsument_innen einbeziehen, etwa beim Thema Schadensminimierung.

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe - Meldung vom 29. Mai 2019
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Einsendetest auf HIV- und Geschlechtskrankheiten startet erfolgreich

S.A.M Mein Heimtest, gestartet vor einem dreiviertel Jahr, kann mit ersten positiven Ergebnissen aufwarten. Sie zeigen, dass der Einsendetest auf HIV und Geschlechtskrankheiten, gemeinsam entwickelt von der Münchener Aids-Hilfe, der Deutschen Aidshilfe, ViiV Healthcare und dem Hamburger Labor Lademannbogen, genau das tut, was er soll: einfachere und frühere Diagnosen ermöglichen. Die Möglichkeit, zu Hause zu testen, senkt Hemmschwellen und spricht auch bisher nicht erreichte Zielgruppen an.

Weitere Informationen: S.A.M im Netz https://samtest.de/

Siehe auch GGG.at: Schweizer Ärzte gegen HIV-Test aus dem Supermarkt, Aids-Hilfe dafür 

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe - Meldung vom 29. Mai 2019
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Nigeria: Fasten aus Angst

Weil Aids in Nigeria noch immer ein Stigma ist, zwingen sich während des Ramadan viele HIV-positive Muslime dazu, wie alle anderen auch, auf Essen und Trinken zu verzichten - mit fatalen Folgen. Die Aktivistin Aisha Usman bemüht sich um gesundheitliche und religiöse Aufklärung.

Mehr unter: Deutschlandfunk vom 28. Mai 2019
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WHO: Defizite beim Engagement gegen HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die globalen Ziele für das Engagement gegen HIV, Virus-Hepatitis und andere sexuell übertragbare Infektionen bis zum Jahr 2020 in Gefahr. Ihr Zwischenbericht zur 72. Weltgesundheitsversammlung zeigt deutliche Lücken in vielen Bereichen der Prävention und Behandlung.

Weitere Informationen: „Progress report on HIV, viral hepatitis and sexually transmitted infections, 2019. Accountability for the global health sector strategies, 2016–2021“ (PDF-Datei in englischer Sprache

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 27. Mai 2019
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Hepatitis C Viren erfolgreich ausschalten

TWINCORE-Forscher lokalisieren Angriffspunkt auf der Virushülle und entwickeln passgenaue Wirkstoffe. Die Behandlung von Hepatitis C erfolgt seit einigen Jahren mit speziellen antiviral wirkenden Medikamenten. Da eine Entwicklung von Resistenzen in Zukunft aber nicht auszuschließen ist, wird weiterhin nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten geforscht. So genannte Zelleintritts-Inhibitoren gelten als viel versprechend. Gemeinsam mit Kollegen der Leibniz Universität Hannover konnten Wissenschaftler des TWINCORE zeigen, wo ihr Angriffspunkt am Virus liegt, und verbesserte Wirkstoffe entwickeln. Ihre Studie ist kürzlich im Journal of Hepatology erschienen.

Publikation: Banda DH, Perin PM, Brown RJP, Todt D, Solodenko W, Hoffmeyer P, Sahu KK, Houghton M, Meuleman P, Müller R, Kirschning A, Pietschmann T (2019) A central hydrophobic E1 region controls the pH range of hepatitis C virus membrane fusion and susceptibility to fusion inhibitors. J Hepatol (in press) (IF 14,911)

Mehr unter: Twincore vom März 2019
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Hepatitis C Eliminierung: Rein in die Drogenszene

Diesmal ist es anders. Diesmal muss nicht der Kranke zum Arzt, sondern der Arzt oder die Ärztin zum Kranken kommen – zumindest, wenn man Hepatitis C (HCV) eliminieren will. Denn der „einfache“ Teil der Eliminierung ist – wenn auch noch nicht geschafft – in Deutschland weit fortgeschritten: Rund 70.000 infizierte Menschen sind seit Einführung der neuesten Generation von antiviralen Medikamenten im Jahr 2014 behandelt – und das heißt bei Heilungsraten von fast 100 Prozent: in der Regel auch geheilt worden.

Mehr unter: Pharma Fakten Meldung Mai 2019
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PrEP, STI und Multiresistenz | Ein Fallbericht.

Die PräExpositionsProphylaxe schützt vor HIV, aber nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), die rasch behandelt werden sollten, um die weitere Verbreitung zu verhindern. Allerdings erfordern häufige STI auch entsprechend häufige antibiotische Behandlungen, die das Erregerspektrum verändern und Resistenzentwicklungen fördern können – wie bei diesem Patienten.

Mehr unter: HIV & More Ausgabe 1 | 2019
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Arzt soll hunderte Kinder mit HIV infiziert haben

Bei mehr als 400 Menschen wurde in Pakistan das Virus diagnostiziert. Ein Kinderarzt soll für die massenhafte Infektion verantwortlich sein. Er sitzt in Haft.  Ängstlich wartet Mukhtar Pervez darauf, dass ihre Tochter auf HIV getestet wird. Sie fürchtet, dass das Fieber, unter dem das Mädchen kürzlich litt, bereits das erste Anzeichen einer Infektion war. Pervez ist eine von Dutzenden Müttern, die vor einer improvisierten Klinik im Dorf Wasayo in der südpakistanischen Provinz Sindh Schlange stehen.

Siehe auch Ärztezeitung: Pakistan bittet um internationale Hilfe

Mehr unter: Tagesspiegel vom 23. Mai 2019
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Tierversuch: Modifizierte B-Zellen statt Impfung

B-Zellen sind die einzigen Antikörper-Produzenten im Körper. Im Experiment gelang es Forschern, B-Zellen gezielt einen bestimmten Antikörper gegen RSV produzieren zu lassen. Könnten modifizierte B-Zellen bei gefährlichen Virus-Erkrankungen eingesetzt werden, wo eine Impfung nicht möglich ist? Dies scheint eine realistische Option zu werden, wenn sich Arbeiten bestätigen, die jetzt in Science Immunology publiziert wurden.

Orginalartikel Science Immunology: B cells engineered to express pathogen-specific antibodies protect against infection 

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 21. Mai 2019
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Lebensrettende Therapie für Obdachlose

Sankt Petersburg – das ist die Hauptstadt des russischen Zarenreichs, das Venedig des Nordens mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern, mit Eremitage und Bernsteinzimmer. Aber das frühere Leningrad hat auch eine andere Seite – ohne Glanz. Mit 5 Millionen Einwohnern ist Sankt Petersburg die zweitgrößte Stadt Russlands. In der nördlichsten Millionenstadt der Welt leben tausende Straßenkinder und fast 60.000 Obdachlose.

Mehr unter: HIV & More Ausgabe 1 | 2019
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