Ausgabe 89

      Jahrgang 23

     Juni 2019

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






HIV-Therapie: Soziale Faktoren besser beachten
HIV: Schrecken der Krankheit ist weg, Kondom-Müdigkeit als Folge
HIV-PrEP Nutzer regelmäßig auch auf STI screenen

Schutz vor HIV, aber ein verkürztes Leben
"Zuerst müssen wir die medizinische Grundversorgung sicherstellen"
Deutsche Aids-Hilfe fordert unabhängige und fachlich versierte Drogenbeauftragte
Einsendetest auf HIV- und Geschlechtskrankheiten startet erfolgreich
Nigeria: Fasten aus Angst
WHO: Defizite beim Engagement gegen HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten
Hepatitis C Viren erfolgreich ausschalten
Hepatitis C Eliminierung: Rein in die Drogenszene
PrEP, STI und Multiresistenz | Ein Fallbericht.
Arzt soll hunderte Kinder mit HIV infiziert haben
Tierversuch: Modifizierte B-Zellen statt Impfung
Lebensrettende Therapie für Obdachlose
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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HIV-Therapie: Soziale Faktoren besser beachten

Der wichtigste Faktor für den Erfolg einer HIV-Therapie ist die regelmäßige, korrekte Einnahme der Medikamente (Adherence). Unregelmäßige Einnahme der Tabletten fördert das Risiko einer Resistenzbildung. In der Schweiz sind wir in der glücklichen Lage, dass wir eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung haben. Die Zahl von HIV-infizierten Personen mit einem resistenten Virus nimmt laufend ab, wie wir aus den Daten der HIV-Kohortenstudie (www.shcs.ch) wissen.

Clin Infect Dis. 2019 Mar 7: Abela IA. et al. Emergence of drug resistance in the Swiss HIV Cohort Study under potent antiretroviral therapy is observed in socially disadvantaged patients. Clin Infect Dis. 2019 

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 5. Juni 2019
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HIV: Schrecken der Krankheit ist weg, Kondom-Müdigkeit als Folge

Schrill, schräg, Aufsehen erregend: Das war der Life Ball 26 Jahre lang. Aus für den Life Ball: Einer der Gründe ist die gute Behandelbarkeit der HIV-Infektion. Der Life Ball, Österreichs buntestes Charity-Spektakel, geht kommenden Samstag wahrscheinlich zum letzten Mal über die Bühne. Die Gründe für das Aus: weniger Sponsorgelder der Pharmaindustrie und ein heftiger Streit der Organisatoren ums Geld mit der Stadt Wien. Diese gab kürzlich bekannt, das Event eventuell in "einer anderen Art und Weise" weiterführen zu wollen. Ein weiterer Grund für das Finale ist, dass sich im Kampf gegen Aids sehr viel getan hat. "Aids hat sich von einem Todesurteil in ein chronisches Leiden verwandelt".

Mehr unter: OÖNachrichten vom 5. Juni 2019
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HIV-PrEP Nutzer regelmäßig auch auf STI screenen

Bei HIV-PrEP Nutzern (PrEP = PräExpositionsprophylaxe) sollte nicht nur regelmäßig der HIV-Status kontrolliert werden, auch ein kontinuierliches Screening auf sexuell übertragene Infektionen (STI) ist wichtig. Darauf weist eine australische Arbeitsgruppe in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung hin.

Link zum Abstract: Association of HIV Preexposure Prophylaxis With Incidence of Sexually Transmitted Infections Among Individuals at High Risk of HIV Infection 

Mehr unter: News Netzwerk Infektiologie Nr. 26 vom Juni 2019
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Schutz vor HIV, aber ein verkürztes Leben

Fehlt CD4-positiven T-Zellen ein funktionstüchtiger CCR5-Rezeptor, kann HIV die Immunzellen nicht infizieren. Mit Keimbahntherapie war daher in China bei zwei Mädchen der Rezeptor geschädigt worden. Dies bietet zwar HIV-Schutz, erhöht aber andere Krankheitsrisiken. Vor fast einem Vierteljahrhundert haben belgische und französische Wissenschaftler den wichtigsten Korezeptor auf T-Lymphozyten entdeckt, den der Aids-Erreger HIV zum Eindringen in CD4-positive T-Zellen nutzt. Ohne diesen funktionstüchtigen Rezeptor CCR5 (Chemokinrezeptor 5) ist eine HIV-Infektion kaum möglich.

Siehe auch ZEIT: Schutz vor HIV erhöht Risiko für andere Krankheiten 

Artikel in Nature Medicine: CCR5-∆32 is deleterious in the homozygous state in humans 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 4. Juni 2019
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"Zuerst müssen wir die medizinische Grundversorgung sicherstellen"

Gerüchte über Impfschäden verhindern, dass in Entwicklungsländern Krankheiten wirksam bekämpft werden können. Neue Impfstoffe helfen gegen globale Massenkrankheiten. Impfungen sind für das globale Gesundheitsprogramm der Gates-Stiftung zentral, sagt Projektleiter Trevor Mundel - und fördert die Entwicklung neuer Impfstoffe. Ein Interview.

Mehr unter: Tagesspiegel vom 30. Mai 2019
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Deutsche Aids-Hilfe fordert unabhängige und fachlich versierte Drogenbeauftragte

Die bisherige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, wechselt Anfang Juli ins Europaparlament nach Brüssel. Für die Nachfolge fordert die Deutsche Aids-Hilfe die Besetzung mit einer von der Politik unabhängigen und anerkannten Fachperson. „Eine Person mit langjähriger Erfahrung in Wissenschaft, Drogenpolitik und Suchthilfe und ohne unmittelbare Anbindung an die Politik könnte für eine unabhängige Themensetzung und Strategiebildung auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Standes sorgen“, erklärte DAH-Vorstandsmitglied Winfried Holz. Diese Person müsse auch den Auftrag erhalten, dabei die Stimmen und Interessen von Drogenkonsument_innen einbeziehen, etwa beim Thema Schadensminimierung.

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe - Meldung vom 29. Mai 2019
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Einsendetest auf HIV- und Geschlechtskrankheiten startet erfolgreich

S.A.M Mein Heimtest, gestartet vor einem dreiviertel Jahr, kann mit ersten positiven Ergebnissen aufwarten. Sie zeigen, dass der Einsendetest auf HIV und Geschlechtskrankheiten, gemeinsam entwickelt von der Münchener Aids-Hilfe, der Deutschen Aidshilfe, ViiV Healthcare und dem Hamburger Labor Lademannbogen, genau das tut, was er soll: einfachere und frühere Diagnosen ermöglichen. Die Möglichkeit, zu Hause zu testen, senkt Hemmschwellen und spricht auch bisher nicht erreichte Zielgruppen an.

Weitere Informationen: S.A.M im Netz https://samtest.de/

Siehe auch GGG.at: Schweizer Ärzte gegen HIV-Test aus dem Supermarkt, Aids-Hilfe dafür 

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe - Meldung vom 29. Mai 2019
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Nigeria: Fasten aus Angst

Weil Aids in Nigeria noch immer ein Stigma ist, zwingen sich während des Ramadan viele HIV-positive Muslime dazu, wie alle anderen auch, auf Essen und Trinken zu verzichten - mit fatalen Folgen. Die Aktivistin Aisha Usman bemüht sich um gesundheitliche und religiöse Aufklärung.

Mehr unter: Deutschlandfunk vom 28. Mai 2019
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WHO: Defizite beim Engagement gegen HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die globalen Ziele für das Engagement gegen HIV, Virus-Hepatitis und andere sexuell übertragbare Infektionen bis zum Jahr 2020 in Gefahr. Ihr Zwischenbericht zur 72. Weltgesundheitsversammlung zeigt deutliche Lücken in vielen Bereichen der Prävention und Behandlung.

Weitere Informationen: „Progress report on HIV, viral hepatitis and sexually transmitted infections, 2019. Accountability for the global health sector strategies, 2016–2021“ (PDF-Datei in englischer Sprache

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 27. Mai 2019
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Hepatitis C Viren erfolgreich ausschalten

TWINCORE-Forscher lokalisieren Angriffspunkt auf der Virushülle und entwickeln passgenaue Wirkstoffe. Die Behandlung von Hepatitis C erfolgt seit einigen Jahren mit speziellen antiviral wirkenden Medikamenten. Da eine Entwicklung von Resistenzen in Zukunft aber nicht auszuschließen ist, wird weiterhin nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten geforscht. So genannte Zelleintritts-Inhibitoren gelten als viel versprechend. Gemeinsam mit Kollegen der Leibniz Universität Hannover konnten Wissenschaftler des TWINCORE zeigen, wo ihr Angriffspunkt am Virus liegt, und verbesserte Wirkstoffe entwickeln. Ihre Studie ist kürzlich im Journal of Hepatology erschienen.

Publikation: Banda DH, Perin PM, Brown RJP, Todt D, Solodenko W, Hoffmeyer P, Sahu KK, Houghton M, Meuleman P, Müller R, Kirschning A, Pietschmann T (2019) A central hydrophobic E1 region controls the pH range of hepatitis C virus membrane fusion and susceptibility to fusion inhibitors. J Hepatol (in press) (IF 14,911)

Mehr unter: Twincore vom März 2019
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Hepatitis C Eliminierung: Rein in die Drogenszene

Diesmal ist es anders. Diesmal muss nicht der Kranke zum Arzt, sondern der Arzt oder die Ärztin zum Kranken kommen – zumindest, wenn man Hepatitis C (HCV) eliminieren will. Denn der „einfache“ Teil der Eliminierung ist – wenn auch noch nicht geschafft – in Deutschland weit fortgeschritten: Rund 70.000 infizierte Menschen sind seit Einführung der neuesten Generation von antiviralen Medikamenten im Jahr 2014 behandelt – und das heißt bei Heilungsraten von fast 100 Prozent: in der Regel auch geheilt worden.

Mehr unter: Pharma Fakten Meldung Mai 2019
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PrEP, STI und Multiresistenz | Ein Fallbericht.

Die PräExpositionsProphylaxe schützt vor HIV, aber nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), die rasch behandelt werden sollten, um die weitere Verbreitung zu verhindern. Allerdings erfordern häufige STI auch entsprechend häufige antibiotische Behandlungen, die das Erregerspektrum verändern und Resistenzentwicklungen fördern können – wie bei diesem Patienten.

Mehr unter: HIV & More Ausgabe 1 | 2019
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Arzt soll hunderte Kinder mit HIV infiziert haben

Bei mehr als 400 Menschen wurde in Pakistan das Virus diagnostiziert. Ein Kinderarzt soll für die massenhafte Infektion verantwortlich sein. Er sitzt in Haft.  Ängstlich wartet Mukhtar Pervez darauf, dass ihre Tochter auf HIV getestet wird. Sie fürchtet, dass das Fieber, unter dem das Mädchen kürzlich litt, bereits das erste Anzeichen einer Infektion war. Pervez ist eine von Dutzenden Müttern, die vor einer improvisierten Klinik im Dorf Wasayo in der südpakistanischen Provinz Sindh Schlange stehen.

Siehe auch Ärztezeitung: Pakistan bittet um internationale Hilfe

Mehr unter: Tagesspiegel vom 23. Mai 2019
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Tierversuch: Modifizierte B-Zellen statt Impfung

B-Zellen sind die einzigen Antikörper-Produzenten im Körper. Im Experiment gelang es Forschern, B-Zellen gezielt einen bestimmten Antikörper gegen RSV produzieren zu lassen. Könnten modifizierte B-Zellen bei gefährlichen Virus-Erkrankungen eingesetzt werden, wo eine Impfung nicht möglich ist? Dies scheint eine realistische Option zu werden, wenn sich Arbeiten bestätigen, die jetzt in Science Immunology publiziert wurden.

Orginalartikel Science Immunology: B cells engineered to express pathogen-specific antibodies protect against infection 

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 21. Mai 2019
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Lebensrettende Therapie für Obdachlose

Sankt Petersburg – das ist die Hauptstadt des russischen Zarenreichs, das Venedig des Nordens mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern, mit Eremitage und Bernsteinzimmer. Aber das frühere Leningrad hat auch eine andere Seite – ohne Glanz. Mit 5 Millionen Einwohnern ist Sankt Petersburg die zweitgrößte Stadt Russlands. In der nördlichsten Millionenstadt der Welt leben tausende Straßenkinder und fast 60.000 Obdachlose.

Mehr unter: HIV & More Ausgabe 1 | 2019
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