Ausgabe 91

      Jahrgang 24

     Januar 2020

 

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Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






Empowerment von Frauen mit HIV in Osteuropa
Kinder: HIV beeinträchtigt kognitive Fähigkeiten
"Menschen ohne Papiere werden wieder alleingelassen"
Anwender der Präexpositionsprophylaxe erkranken in Metaanalyse häufig an anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen
Die bunte erste Angriffswelle von HIV
Jahresrückblick 2019: Jubiläen, wegweisende Urteile und andere Meilensteine
Ugandas Kampf gegen Aids und Bevormundung
Reduce & Control statt Shock & Kill?
Nicht nur bei Risikogruppen an eine HIV-Infektion denken
Institut untersucht gesellschaftliche Bedeutung von HIV
Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n
 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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Empowerment von Frauen mit HIV in Osteuropa

Vom 22. bis zum 24. November 2019 fand in Minsk die von der Deutschen Aids-Hilfe organisierte Konferenz Empowerment von Frauen mit HIV in Osteuropa statt. Die Atmosphäre war sehr vertraulich: Manche Frauen teilten ihre persönlichen Erfahrungen, andere weinten. AIDS.CENTER-Korrespondentin Alexandra Savinich berichtet von den spannendsten Diskussionen und Vorträgen und erklärt, was Geschlechterdiskriminierung mit HIV zu tun hat.

Ein Video zur Konferenz ist auf dem YouTube-Kanal der Drug Users News zu sehen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 20. Dezember 2019
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Kinder: HIV beeinträchtigt kognitive Fähigkeiten

Unterschiede vergrößern sich trotz Behandlung. Kinder, die sich im Mutterleib, während der Geburt oder im Zuge des Stillens mit HIV infiziert haben, schneiden laut einer Studie des International Maternal Pediatric Adolescent AIDS Clinical Trials Network (IMPAACT) bei Tests zur kognitiven Fähigkeiten, der motorischen Funktion und Aufmerksamkeit schlechter ab. Für die Studie wurden 611 Kinder in Subsahara Afrika neuropsychologisch untersucht.

Mehr unter: Pressetext - Meldung vom 19. Dezember 2019
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"Menschen ohne Papiere werden wieder alleingelassen"

Die kleine, unscheinbare Chipkarte, die beim Ärzt_innenbesuch eingelesen wird, ist keine Selbstverständlichkeit. So gibt es in Deutschland Menschen, die nicht krankenversichert sind – beispielsweise, weil sie über keinen geregelten Aufenthaltsstatus verfügen. Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben sie trotzdem Anspruch auf medizinische Versorgung. Allerdings werden die ärztlichen Honorare über das Sozialamt erstattet, das verpflichtet ist, die Daten an die Ausländerbehörde weiterzugeben. Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden, führt deshalb dazu, dass Menschen nicht oder zu spät zum Arzt / zur Ärztin gehen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 18. Dezember 2019
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Anwender der Präexpositionsprophylaxe erkranken in Metaanalyse häufig an anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen

Chlamydien Infektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP), die Menschen mit hohem Infektionsrisiko vor einer HIV-Infektion schützen kann, verleitet viele Anwender offenbar, den Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) zu vernachlässigen. Nach einer Metaanalyse in JAMA infizieren sich bereits in den ersten drei Monaten der PrEP dreiviertel der Anwender mit Chlamydien, Gonokokken oder Treponema pallidum.

Studie in JAMA: Global Epidemiologic Characteristics of Sexually Transmitted Infections Among Individuals Using Preexposure Prophylaxis for the Prevention of HIV Infection - A Systematic Review and Meta-analysis 

Siehe auch onvista: HIV-Schutz geht mit Risiko für andere übertragbare Krankheiten einher 

Genaue Zahlen und Übersichten im Epidemiologischen Bulletin 50/2019 des RKI 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 16. Dezember 2019
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Die bunte erste Angriffswelle von HIV

Das Immunsystem attackiert HI-Viren zwar, es agiert dabei aber schon sehr bald ganz im Sinn des Erregers. Im bunten Durcheinander der Abwehrschlacht reicht eine Immunzelle das Virus weiter an die nächste. Die allererste Angriffswelle von HI-Viren auf die Körperabwehr zeigt ein Forscherteam hier ziemlich farbenfroh im Körper von Mäusen: Man erkennt grün leuchtende Viren, die in breiter Front gegen einen Lymphknoten vorgehen. Dabei treffen sie zuerst auf hier cyangefärbte Verteidiger, die speziellen Makrophagen des so genannten subkapsulären Sinus. Dort sammeln Lymphknoten zufließende Flüssigkeit und eine bunte Schar verschiedener Immunzellen.

Artikel in eLife: How a cellular shuttle helps HIV-1 spread in immune organs 

Mehr unter: Spektrum der Wissenschaft im Dezember 2019
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Jahresrückblick 2019: Jubiläen, wegweisende Urteile und andere Meilensteine

Welche Ereignisse rund um HIV und Aids haben uns im zurückliegenden Jahr bewegt? Was waren die herausragenden Nachrichten? Ein subjektiver Rückblick der magazin.hiv-Redaktion auf das Jahr 2019.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 23. Dezember 2019
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Ugandas Kampf gegen Aids und Bevormundung

Das Krankenhaus in Entebbe ist eines der modernsten des Landes. Frauen werden hier zur Planung einer Familie beraten, wenn sie eine gründen wollen. Und auch, wenn nicht. Die Geburten- und die HIV-Rate in Uganda sind hoch, Verhütung ist ein Randthema. Doch Einzelne klären auf und ermöglichen damit Ugandas Frauen, selbst über ihren Körper zu entscheiden. Vergangenen Monat mussten in Uganda 800.000 Kondome vom Markt genommen werden. Sie waren löchrig und liefen Gefahr zu platzen. In einem Land mit einer ebenso hohen HIV- wie Geburtenrate wird seit Jahren nach Lösungen gesucht, um Geschlechtskrankheiten einzudämmen und Frauen unabhängig zu machen. Wie genau, das sieht man, wenn man die Orte in Uganda besucht, in denen Aufklärung passiert.

Siehe auch DAH blog magazin.hiv: Jeder Mensch hat das Recht auf bestmögliche Behandlung und Versorgung! 

Und UNICEF: Jeden Tag sterben immer noch über 300 Kinder und Jugendliche an den Folgen von Aids 

Mehr unter: der Standard vom 10. Dezember 2019
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Reduce & Control statt Shock & Kill?

Verschiedene Ansätze zur Heilung sollen den Durchbruch bringen. Am meisten beforscht wurde der Shock & Kill-Ansatz, bei dem zunächst latentes HIV aufgeweckt und damit zur Vermehrung angeregt werden soll. Dabei werden Eiweißbruchstücke des Virus in die Zellmembran eingebaut. Diese können vom Immunsystem erkannt und die infizierte Zelle abgetötet werden. Soweit die Theorie. Doch in der Praxis ist das schwieriger als angenommen. Zum einen sind Stoffe, die HIV aus seiner Latenz aufwecken können, leider oft unverhältnismäßig schädlich und schlecht verträglich. Sanftere Mittel sind nicht ausreichend wirksam und müssten daher in mehreren Zyklen verabreicht werden.

Quelle: Herzig E et al, Attacking Latent HIV with convertibleCAR-T Cells, a Highly Adaptable Killing Platform

Mehr unter: HIV&More vom 9. Dezember 2019
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Nicht nur bei Risikogruppen an eine HIV-Infektion denken

In Spezialistenhand ist eine HIV-Infektion längst gut behandelbar und die Betroffenen haben praktisch eine normale Lebenserwartung. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Virus rechtzeitig diagnostiziert wird. Vielleicht ja von Ihnen. Einen HIV-Test ordnen Sie nicht mal so nebenbei nur der Vollständigkeit halber an. Wann aber sollten Sie es sinnvollerweise tun? Natürlich kann ein möglicherweise Betroffener kommen und sagen: „Herr Doktor, könnten Sie nicht mal … ich hab da so einen Test gemacht“.

Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 1158-1165: Ankert J et al. Diagnostik und Therapie bei HIV-Infektion – was muss der Hausarzt wissen?

Mehr unter: Medical Tribune vom November 2019
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Institut untersucht gesellschaftliche Bedeutung von HIV

Gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe hat sich das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena die Diskriminierung von HIV-Kranken zur Forschungsaufgabe gemacht. In dem Projekt sei unter anderem herauszuarbeiten, ob HIV-positive Menschen etwa im Gesundheitswesen oder Arbeitsleben schlechter behandelt würden als Menschen ohne das Virus, sagte die stellvertretende Direktorin des IDZ, Janine Dieckmann.

Mehr unter: Süddeutsche Zeitung vom 8. Dezember 2019
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Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n

Ende Juli 2019 fand in Mexico City die 10. Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) statt. Über wichtige Entwicklungen auf dem Gebiet der HIV-Heilung berichtet Siegfried Schwarze für uns. Jede Forschungsübersicht zum Thema Heilung von HIV ist zwangsläufig unvollständig. Im Juni 2019 waren 96 Studien dazu registriert – mit den unterschiedlichsten Konzepten und vor allem auch in Kombination. Hier soll versucht werden, die wichtigsten Ansätze mit ihren möglichen Vor- und Nachteilen darzustellen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 4. Dezember 2019
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