Ausgabe 93

      Jahrgang 24

     Juli 2020

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von der nachstehenden Firma unterstützt:

 

 






Mehr Sexualkontakte unter Drogeneinfluss
Die Epidemie, die wir schon fast vergessen haben
Sexarbeit: Das älteste Gewerbe der Welt in der Krise
Tuberkulose bei HIV-Patienten
Erfolg auf dem Weg zum HIV-Impfstoff
S1-Leitlinie zur Neurosyphilis neu aufgelegt
Wissen über HIV nimmt zu, Berührungsängste bleiben
Risiko für virologisches Versagen bei verschiedenen Erstlinien HIV-Therapien
Immer mehr Menschen wissen: HIV ist unter Therapie nicht übertragbar
Covid-19 Erkrankung ist keine Grippe
Jeder HIV-Patient kann heutzutage behandelt werden
Erneut HIV Spontanheilung
37 HIV-Neuinfektionen in der Justizvollzugsanstalt Werl
Leben mit HIV – Ältere Menschen sind optimistischer
Rechtliche Fragen rund um die Corona-Kontaktbeschränkungen




 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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Mehr Sexualkontakte unter Drogeneinfluss

Sexualkontakte unter Drogeneinfluss nehmen europaweit zu. Unter HIV-positiven MSM kommt es vergleichsweise häufiger zu Sexualkontakten unter Drogeneinfluss. Behandler sollten das im Auge behalten. Potenzielle Arzneimittel-Interaktionen sollten HIV-Behandler nicht nur zwischen der antiretroviralen Therapie (ART) und der Medikation bei Komorbiditäten bedenken. Darüber hinaus sollten Ärzte auch auf Interaktionen zwischen der ART und Substanzen achten, die häufig bei Chemsex, also Sexualkontakten unter Drogeneinfluss, zum Einsatz kommen.

Abstract in HIV MEDICINE: B Hampel; K Kusejko; RD Kouyos; J Böni; M Flepp et al., Chemsex drugs on the rise: a longitudinal analysis of the Swiss HIV Cohort Study from 2007 to 2017  

Infos im Web: Weltdrogentag   

Link: International Day Against Drug Abuse and Illicit Trafficking 

Mehr unter: Ärztezeitung vom 26. Juni 2020
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Die Epidemie, die wir schon fast vergessen haben

"Wir waren die großen Optimisten. Nie war jemand meinem Herzen näher als diejenigen, die den ersten Frühling spürten, als auch ich es tat, und dem Tod ins Gesicht sahen und verschont wurden – und die nun durch den langen, stürmischen Sommer ziehen." Dieses Zitat von F. Scott Fitzgerald ist dem neuen Roman von Rebecca Makkai vorangestellt. In manchen unbegreiflichen, verwirrenden, geradezu hysterischen Zeiten helfen mitunter dicke Bücher, in die man sich weit weg von allem versenken kann. Erwischt man das richtige, ist man erst mal gerettet und kann sich danach wieder mit neuer Kraft der komplexen Realität zuwenden.

Rebecca Makkai: Die Optimisten. Roman; aus dem Engl. von Bettina Abarbanell; Eisele Verlag, München 2020.

Siehe auch Pharma Fakten: HIV-Langzeitüberlebende: Let´s Kick ASS 

Mehr unter: ZEIT online vom 22. Juni 2020
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Sexarbeit: Das älteste Gewerbe der Welt in der Krise

Die Corona-Pandemie hat viele SexarbeiterInnen in eine prekäre Lage gebracht – finanziell wie medizinisch. Über ihre Erfahrungen berichtet Dr. Johanna Claass, die die Hamburger Beratungsstelle CASAblanca leitet, im ÄrzteTag Podcast. Das älteste Gewerbe der Welt scheint einer der ganz großen Verlierer der Corona-Krise zu werden, weil Prostituierte nicht arbeiten dürfen und Bordelle weiter geschlossen bleiben. Erst jüngst berichtete die Deutsche Aids-Hilfe zum Internationalen Hurentag, dass der Zugang zu Soforthilfeprogrammen und Sozialleistungen für viele Prostituierte nach wie vor erschwert ist.

Zum Podcast  

Mehr unter: Ärztezeitung vom 22. Juni 2020
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Tuberkulose bei HIV-Patienten

HIV-Patienten haben ein deutlich höheres Tuberkulose-Risiko als Nicht HIV-Infizierte. Besonders die Doppelinfektion mit HIV und Tuberkulose fordert viele Menschenleben. Es ist wichtig, Faktoren zu identifizieren, die HIV-Patienten vor Tuberkulose schützen. Die im Folgenden präsentierten Studienergebnisse zeigen, dass die Tuberkulose Inzidenz von HIV-Patienten in Großbritannien im Laufe der Zeit abgenommen hat. Die Ergebnisse bestätigen außerdem die Vermutung, dass eine frühe kombinierte antiretrovirale Therapie einen Tuberkulose-Schutz bietet.

Orginalartikel in AIDS online: Clare L van Halsema, Hajra Okhai, Teresa Hill, Caroline A Sabin, UK Collaborative HIV Cohort (UK CHIC) Study. Incidence and Risk Factors for Tuberculosis Among People With HIV on Antiretroviral Therapy in the UK

Mehr unter: Deutsches GesundheitsPortal vom 22. Juni 2020
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Erfolg auf dem Weg zum HIV-Impfstoff

Die komplizierte Hülle des AIDS-Erregers macht es dem Immunsystem extrem schwer, die passenden Antikörper zu bilden. Die Impfstoffforschung arbeitet seit über 40 Jahren an einer Lösung. Impfstoffforscher aus den USA haben jetzt mit verschiedenen Stoffen gearbeitet, die bei Toll-like-Rezeptoren (TLR) ansetzen. Das sind spezielle Teile des Immunsystems, die für die Erkennung von Freund und Feind des Körpers zuständig sind. Die Wissenschaftler um Sudhir Pai Kasturi präsentieren nun im Fachmagazin Science Immunology einen Impfstoffverstärker, der bei Rhesusaffen eine ein Jahr lang anhaltende Immunantwort auf HIV hervorrief.

Artikel in Science Immunology: Kasturi et.al.: 3M-052, a synthetic TLR-7/8 agonist, induces durable HIV-1 envelope-specific plasma cells and humoral immunity in nonhuman primates.

Siehe auch Spektrum: Kampf gegen HIV und Aids verläuft schleppend

Mehr unter: Mitteldeutscher Rundfunk - mdr vom 20. Juni 2020
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S1-Leitlinie zur Neurosyphilis neu aufgelegt

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat die S1-Leitlinie Neurosyphilis neu aufgelegt. Grund sind steigende Zahlen. 2018 hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 7.332 Fällen einen neuen Höchstwert erreicht. Die Leitlinie richtet sich an Neurologen, Psychiater, Internisten, Infektiologen und Ärzte, die Patienten mit HIV im stationären und ambulanten Bereich behandeln. Sie beschreibt klinische Verlaufsformen und diagnostische Kriterien und gibt Empfehlungen zu Behandlung und Verlaufskontrolle der verschiedenen Formen der Neurosyphilis.

Download Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinie Neurosyphilis 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 18. Juni 2020
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Wissen über HIV nimmt zu, Berührungsängste bleiben

Nach einer Umfrage der Deutschen Aidshilfe steigt das Wissen in der Bevölkerung über HIV. Doch der Abbau von Vorbehalten gegenüber Betroffenen ist ein langer Weg. Stigmatisierung von Patienten: Rund ein Viertel der Befragten würde laut Umfrage kein Geschirr mit einem HIV-Infizierten teilen. BERLIN - Nach Angaben der Deutschen Aids-Hilfe hat das Wissen über HIV in der Bevölkerung zugenommen. Doch es bleiben große Wissenslücken und Vorurteile, heißt es in einer Mitteilung. Dazu verweist die Aids-Hilfe auf die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage mit 1000 Teilnehmern im April dieses Jahres.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 17. Juni 2020
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Risiko für virologisches Versagen bei verschiedenen Erstlinien HIV-Therapien

Beobachtung von HIV-Patienten mit unterschiedlicher Erstlinientherapie. Unter Therapie mit NNRTI trat virologisches Versagen am seltensten auf.
Wissenschaftler beobachteten HIV-Patienten, die ihre erste antiretrovirale Therapie begonnen hatten, im Hinblick darauf, wie sich ihr Risiko für virologisches Versagen in Anbetracht der jeweiligen antiretroviralen Therapie unterschied. Eine Therapie mit nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren ging mit dem geringsten Risiko für virologisches Versagen einher.

Abstract der Studie in AIDS: Kate E L Bouzidi, Sophie Jose, Andrew N Phillips, Anton Pozniak, Andrew Ustianowski, Mark Gompels, Alan Winston, Ab Schaap, David T Dunn, Caroline A Sabin, UK CHIC Study. First-line HIV Treatment Outcomes Following the Introduction of Integrase Inhibitors in UK Guidelines: A Cohort Study

Mehr unter: Deutsches GesundheitsPortal vom 15. Juni 2020
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Immer mehr Menschen wissen: HIV ist unter Therapie nicht übertragbar

Gegenüber 2017 hat sich das Wissen um die Nichtübertragbarkeit von HIV unter Therapie nahezu verdoppelt: von zehn auf 18 Prozent. Das ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag der Deutschen Aids-Hilfe im April 2020 mit über 1.000 Teilnehmer_innen. Neben dem Wissen um die Nichtübertragbarkeit von HIV unter Therapie wurden dabei auch Einstellungen zum Thema HIV abgefragt.

Download: Ergebnisbericht der Studie als PDF 

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 15. Juni 2020
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Covid-19 Erkrankung ist keine Grippe

Erfahrungsgesättigte Einschätzungen aus der Virologe und der Medizin. Ein Interview mit Dr. Martin Stürmer und Prof. Christoph Stephan.

Download: Ausgabe 3.20 des UniReport 

Mehr unter: Goethe-Universität Frankfurt am Main – Klinikum - Unireport 3 | 2020
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Jeder HIV-Patient kann heutzutage behandelt werden

Es gibt definitiv keinen Grund mehr, sich vor HIV-positiven Menschen zu fürchten oder sie auszugrenzen. Wird die Viruslast unter die Nachweisgrenze gebracht, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Keine Diskussion mehr: Bei adäquater Behandlung mit den derzeit zur Verfügung stehenden Medikamenten kann die Viruslast bei nahezu allen positiv Getesteten unter die Nachweisgrenze gebracht werden. Die HIV-Therapie 2.0 gilt als etabliert, gut verträglich und als wirksam belegt.

Mehr unter: Kronenzeitung vom 13. Juni 2020
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Erneut HIV Spontanheilung

Möglicherweise hat APOBEC-Mutation HIV gestoppt. Nachdem es vereinzelt Berichte über eine spontane Heilung von HIV gegeben hatte (u.a. Loreen Willenberg) intensiviert sich nun auch die Suche nach weiteren Fällen. Nun wurde der Fall einer Frau bekannt, die zwischen 2002 und 2004 von ihrem Partner sexuell infiziert wurde. Im Jahr 2006 erhielt sie ihr positives Testergebnis.

Artikel in Nature - scientific reports: Colson P et al, Dramatic HIV DNA degradation associated with spontaneous HIV suppression and disease-free outcome in a young seropositive woman following her infection.  

Mehr unter: HIV&More vom 13. Juni 2020
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37 HIV-Neuinfektionen in der Justizvollzugsanstalt Werl

In der Justizvollzugsanstalt Werl hat es von 2010 bis 2020 insgesamt 37 Neuinfektionen mit HIV gegeben. Das ist einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten Thomas Röckemann zu entnehmen. Der hatte Informationen über Krankheiten in der Justizvollzugsanstalt Werl haben wollen. Wie viele Inhaftierte mit HIV-Infektionen es insgesamt von 2010 bis 2020 in der JVA Werl gegeben habe, könne man aber nicht sagen.

Mehr unter: Soester Anzeiger vom 10. Juni 2020
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Leben mit HIV – Ältere Menschen sind optimistischer

Wie gehen Menschen mit HIV mit ihrer Erkrankung um? Unterscheiden sich dabei ältere von jüngeren Patienten? Dies untersuchten Wissenschaftler in der vorliegenden Studie. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass ältere Patienten häufiger auf ihren Körper hörten und optimistisch in die Zukunft blickten. Aufgrund der immer besseren Behandlungsmöglichkeiten von HIV gibt es immer mehr Menschen, die auch im höheren Alter mit dieser Erkrankung leben.

Orginalartikel in Journal of the International Association of Providers of AIDS Care (JIAPAC): Use of Living Strategies among Adults Aging with HIV in Canada: Comparison by Age-Group Using Data from the HIV, Health and Rehabilitation Survey 

Mehr unter: Deutsches GesundheitsPortal vom 10. Juni 2020
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Rechtliche Fragen rund um die Corona-Kontaktbeschränkungen

Mache ich mich strafbar, wenn ich in der Corona-Krise Sex mit Menschen habe, mit denen ich nicht zusammenleben Rechtsanwalt Jacob Hösl geht im Interview auf die wichtigsten rechtlichen Fragen zu den aktuellen Kontaktbeschränkungen ein. Ein Gespräch.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 10. Juni 2020
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