Ausgabe 94

      Jahrgang 25

     Januar 2021

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
Sponsoren
 

Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






"Die Mauer war ein steinernes Kondom"
Aids und die Parallelen zu Corona
HIV-Patienten leiden in Japan immer noch unter Diskriminierungen
China: Mehr HIV-Ansteckungen bei älteren Personen
920.000 Menschen mit HIV in Brasilien
Elektronische Patientenakte (ePA) – was müssen wir wissen?
Aids, Corona & Co: Eine Pause von der Front
"Im Nahen Osten ist AIDS ein Tabu"
HIV und AIDS in Corona-Zeiten
HIV und AIDS – Geschichte einer Pandemie
HIV-Medikamente: Da kommt noch was
So werden HIV-Patient_innen gut behandelt
HIV-Infektion erhöht das Schlaganfallrisiko stark
Meine Angst
Virus im Fadenkreuz – Therapien gegen AIDS
RKI veröffentlicht neue Daten zu HIV/AIDS in Deutschland
Alle 100 Sekunden infiziert sich ein Kind mit HIV
"Wir blicken auf eine skandalisierte Krankheit"
HIV-positiv? Das kann wirklich jeden treffen!
Genetisch veränderte Immunzellen gegen HIV als potenzieller Impfstoff
Risiko für schwere COVID-19 Verläufe: Leberzirrhose
Kampagne zum Welt-Aids-Tag: HIV-Medikamente verhindern die HIV-Übertragung
Krimi um die Crispr-Cas9-Babys
HIV und Hepatitis: Es braucht mehr Testungen
HIV 2020 - Der Kampf ist noch nicht vorbei
"Für Aids hat sich am Anfang keiner interessiert"
So klappt der Corona-Exit
HIV: Neuer Mechanismus entdeckt
HIV-Patienten bei Keimzelltumoren gleich behandeln
Sexuell übertragbare Infektionen: Aufklärung und Enttabuisierung
COVID-19-Impfstoff: Fragen und Antworten
Die Injektion verhindert nach Studienergebnissen, dass Frauen sich mit HIV infizieren
Pandemie trifft HIV-Infizierte
Jetzt sind HIV-Tests besonders wichtig!
Sexarbeit: Wider die Ausweitung der Verbotszone
Mehr Geschlechtskrankheiten trotz Corona-Pandemie
England: HIV-Verbreitung rückläufig
Der Safe Space schließt erneut
Weniger Mittel für HIV-Projekte
Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV
Medikamentenversorgung: Notapotheke
HIV-1-Subtypen lassen sich mit In-vitro-Diagnostik zuverlässig nachweisen
50 Jahre halbleere Versprechungen
Aktuell: "Langfristig ist soziale Distanz immer ein Belastungsfaktor, wir Menschen brauchen die Mitwelt"
Erste langwirksame injizierbare HIV-Therapie
Migrantinnen – ganz besondere Patientinnen?
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 




 
 



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"Die Mauer war ein steinernes Kondom"

Es war im Jahr 2009 als Denis Leutloff von seinem damaligen Partner gebeten wurde, zusammen einen HIV-Test zu machen. "Ich dachte mir: Warum? Wir haben kein Risiko gehabt", erinnert sich Denis. Der Test seines Partners war dann auch negativ. Als wenige Minuten später Denis‘ Ergebnisse kamen, konnte er es nicht glauben.
Die ersten Monate nach der die Diagnose war er wie in einem Tunnel. Man kann HIV gar nicht greifen, man merkt es nicht, es tut einem nichts weh.

Mehr unter: Mitteldeutscher Rundfunk | mdr vom 6. Dezember 2020
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Aids und die Parallelen zu Corona

In dem Essay „Wie wir jetzt leben“ schreibt die US-amerikanische Publizistin Susan Sontag Mitte der 80er über den Umgang mit dem damals neuen Aids-Virus. In dem jetzt auf Deutsch erschienenen Text sieht Kritikerin Sigrid Löffler Ähnlichkeiten zu Corona. Soeben ist ein Erzählungsband von Susan Sontag, der amerikanischen Essayistin und Star-Intellektuellen, auf Deutsch erschienen: „Wie wir jetzt leben“. Vor allem die gleichnamige Titelgeschichte wirkt aus heutiger Sicht frappierend aktuell und hält möglicherweise Verhaltenslehren für den Umgang mit Covid-19 bereit.

Susan Sontag: „Wie wir jetzt leben“ 128 Seiten, 20 Euro

Siehe auch ntv: Als das Virus alle Freunde tötete

Mehr unter: Deutschlandfunk Lesart | Beitrag vom 3. Dezember 2020
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HIV-Patienten leiden in Japan immer noch unter Diskriminierungen

Obwohl HIV schon lange kein tödliches Schreckgespenst mehr ist und viele Vorurteile beseitigt wurden, leiden in Japan Patienten immer noch unter Diskriminierungen. Zum Welt-AIDS-Tag wurde nun erneut auf die Situation der Betroffenen im Land aufmerksam gemacht. AIDS ist heutzutage kein Todesurteil mehr und lässt sich mit Medikament gut behandeln. Mittlerweile haben Betroffene fast die gleiche Lebenserwartung wie nicht erkrankte Personen. Der Ausbruch der Krankheit lässt sich auch durch eine frühzeitige Behandlung des HI-Virus verhindern.

Siehe auch Aponet: HIV: Mehr als die Hälfte erlebt Diskriminierung 

Mehr unter: Sumikai - Meldung vom 3. Dezember 2020
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China: Mehr HIV-Ansteckungen bei älteren Personen

Am Welt-AIDS-Tag sagte die Weltgesundheitsorganisation, dass ältere Menschen in China diejenige Personengruppe geworden seien, unter der sich die Infektionen mit HIV am raschesten ausbreiteten. Zwischen 2010 und 2019 hätten die Fälle unter Männern über sechzig um 500 Prozent zugenommen. Im vergangenen Jahr seien rund 37.000 Menschen dieser Altersgruppe mit HIV/AIDS infiziert worden, was einem Anteil von 25 Prozent an der Gesamtzahl der Neuinfektionen entspräche. Von den 37.000 Betroffenen seien 77 Prozent Männer.

Siehe auch China Internet Information Center: Begrenzung der Ausbreitung von HIV: Chinas Marktzulassung für Medikament macht Hoffnung 

Mehr unter: China Internet Information Center vom 3. Dezember 2020
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920.000 Menschen mit HIV in Brasilien

Demnach leben im größten Land Südamerikas derzeit etwa 920.000 Menschen mit HIV: Bei 89 Prozent von ihnen wurde das Virus diagnostiziert, 77 Prozent werden antiretroviral behandelt und 94 Prozent der behandelten Menschen übertragen HIV nicht sexuell, da sie eine nicht nachweisbare Viruslast erreicht haben. Bis Oktober dieses Jahres befanden sich rund 642.000 Menschen in einer antiretroviralen Behandlung, während im Jahr 2018 insgesamt 593.594 Menschen in Behandlung waren. Auf junge Menschen im Alter von 25 bis 39 Jahren beiderlei Geschlechts konzentrieren sich mit 492.800 Aufzeichnungen die meisten Fälle (52,4 Prozent Männer und 48,4 Prozent Frauen).

Mehr unter: latinapress vom 1. Dezember 2020
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Elektronische Patientenakte (ePA) – was müssen wir wissen?

"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie" ... Ihre_n Datenschutzbeauftragte_n: Bei der elektronischen Patientenakte überwiegen derzeit die Risiken, sagt Kerstin Mörsch von der Deutschen Aids-Hilfe. Wir haben mit ihr über die wichtigsten Punkte gesprochen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 27. Dezember 2020
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Aids, Corona & Co: Eine Pause von der Front

Was die Corona-Pandemie mit Krankheiten wie Aids und Tuberkulose zu tun hat, und welche Probleme praktisch überall in den Krankenhäusern herrschen, erklärt die südafrikanische Ärztin Zolelwa Sifumba im Interview. Gerade mal dreißig Jahre alt ist Zolelwa Sifumba – eine junge Ärztin, die bereits mehr als einmal selbst mit dem Tod ringen musste, nachdem sie schlicht ihren Job gemacht hat. In den Anfängen ihres Studiums an der Universität in Kapstadt steckte sie sich im Dienst mit multiresistenten Tuberkulose-Bazillen an; die Behandlung dauerte anderthalb Jahre, begleitet von sehr heftigen Nebenwirkungen. Sifumba nimmt seither jede Gelegenheit wahr, auf diese Infektionskrankheit aufmerksam zu machen.

Mehr unter: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. Dezember 2020
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"Im Nahen Osten ist AIDS ein Tabu"

Der Kampf gegen AIDS macht in vielen arabischen Ländern Fortschritte. Mittlerweile ist die soziale Ausgrenzung für HIV-Patienten oft schmerzhafter als die körperlichen Symptome. Doch Corona erschwert die Behandlung. Eine Mutter, die ihr Kind nicht stillen kann, weil sie HIV-infiziert ist. Und die auch kein Geld für Babynahrung hat. Es sind Notlagen wie diese, über die sich HIV-positive Personen auf der arabischen Webseite "Ahki" ("Ich spreche") austauschen.

Mehr unter: Deutsche Welle - Meldung vom 1. Dezember 2020
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HIV und AIDS in Corona-Zeiten

Hier sollen die wichtigsten gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen von HIV-Infektionen und AIDS in Subsahara-Afrika beschrieben und mit der Situation in Deutschland verglichen werden, damit man verstehen kann, welche Katastrophe die HIV-Erkrankung für die Menschen in Afrika immer noch bedeutet. Der vorliegende Artikel ist eine überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Fassung eines Beitrags, der 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift internistische praxis erschienen ist. Grundlagen dieses Artikels sind meine Erfahrungen als Mediziner in einer Rehabilitationsklinik, die bereit war, auch Patienten mit einer HIV-Erkrankung zur Rehabilitation aufzunehmen.

Mehr unter: Telepolis vom 1. Dezember 2020
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HIV und AIDS – Geschichte einer Pandemie

Für viele beginnt die Geschichte von AIDS Anfang der 1980er-Jahre. Tatsächlich ist das HI-Virus wahrscheinlich schon 100 Jahre alt. Und seine Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Der erste Mensch mit HIV könnte vor über 100 Jahren ein Jäger gewesen sein. Seine Beute trug ein Immundefizienzvirus in sich und der Jäger infizierte sich, so die Annahme, über eine Schnittwunde. Das vom Tier stammende Virus entwickelte sich dann zum humanen Immundefizienzvirus HIV. Der verletzte Jäger als erster menschlicher Wirt – diese so genannte Cut-Hunter-Hypothese halten Forscher für sehr wahrscheinlich.



Südwestrundfunk - SWR2 Wissen vom 1. Dezember 2020
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HIV-Medikamente: Da kommt noch was

Zu Beginn der hochaktiven antiretroviralen Therapie hatten die Patienten sprichwörtlich eine gute Hand voll Tabletten täglich zu schlucken. Neben neuen Wirkstoffen wird weiter an besserer Verträglichkeit und Depotpräparaten geforscht. Die gute Nachricht: Zumindest in Deutschland können fast alle Patienten mittlerweile mit den verfügbaren antiretroviralen Medikamenten so gut behandelt werden, dass sie ein normales Leben führen können. Doch angesichts möglicher Resistenzen haben Pharmafirmen noch einiges in der Pipeline. Und auch der Traum sowohl einer Schutzimpfung als auch einer echten Heilung wird weiterverfolgt.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung – Meldung vom 30. November 2020
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So werden HIV-Patient_innen gut behandelt

Eine neue Broschüre unterstützt Ärzt_innen und medizinisches Personal bei einer fachgerechten und diskriminierungsfreien Versorgung. Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) stellen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 01.12.2020 eine gemeinsame Broschüre für Ärzt_innen und medizinisches Fachpersonal vor. Sie soll Unsicherheiten im Umgang mit HIV-Patient_innen ausräumen und bietet neben Daten und Fakten zu HIV wichtige Hilfestellungen unter anderem zu Beratung und Aufklärung bei der HIV-Prophylaxe, der HIV-Testung und zum Umgang mit einem positiven Testergebnis.

Download Broschüre: Informationen zu HIV für die medizinische Praxis 

Mehr unter: Presseportal - Meldung vom 30. November 2020
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HIV-Infektion erhöht das Schlaganfallrisiko stark

Menschen mit einer HIV-Infektion haben ein um rund 50 Prozent höheres Schlaganfall-Risiko wie nicht Infizierte – darauf macht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2020 aufmerksam. Der weltweite Aktionstag, der jedes Jahr am 1. Dezember stattfindet, soll unter anderem auf Präventionsmaßnahmen gegen AIDS und die bestmögliche Versorgung von Infizierten hinweisen. Laut Experten der DSG ist es wichtig, dass Mediziner auch über den Zusammenhang zwischen HIV und dem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko informiert sind.

Mehr unter: Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft - Pressemeldung vom 30. November 2020
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Meine Angst

Er ist jung, heterosexuell, HIV-positiv, nicht ansteckend. Trotzdem ist da diese Panik, als seine Freundin krank wird. Über das Leben mit HIV unter der Nachweisgrenze. Christopher Klettermayer ist Anfang 30, als er erfährt, dass er HIV positiv ist. Vor drei Jahren erzählt er in einer Serie auf ZEIT ONLINE von den Monaten danach, der Angst vor dem Tod, von den Frauen, denen er sagen musste, dass er sich infiziert hatte. Damals noch unter seinem Künstlernamen "Philipp Spiegel". In diesem Text erzählt er davon, warum er jetzt unter Klarnamen über HIV spricht und warum die Angst, andere anzustecken, so lange nicht wegging, obwohl seine Werte unter der Nachweisgrenze liegen.

Mehr unter: ZEIT online vom29. November 2020
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Virus im Fadenkreuz – Therapien gegen AIDS

HIV steht für Human Immunodeficiency Virus, zu Deutsch menschliches Immunschwäche-Virus. Eine Ansteckung mit diesem Erreger führt – wenn sie nicht behandelt wird – zu einer fortschreitenden Schwächung des Immunsystems. Hierdurch ist dieses irgendwann nicht mehr fähig, Krankheitskeime abzuwehren oder das Entstehen von Tumoren zu verhindern. Dieses letzte Stadium der Krankheit heißt Acquired Immune Deficiency Syndrome – erworbenes Immunschwäche-Syndrom, abgekürzt AIDS.

Siehe, höre auch SpringerMedizin Podcast: HIV-Therapie – eine medizinische Erfolgsgeschichte mit Prof. Dr. Jürgen Rockstroh.

Mehr unter: vfa - Verband Forschender Arzneimittelhersteller - Meldung vom 27. November 2020Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


RKI veröffentlicht neue Daten zu HIV/AIDS in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat anlässlich des bevorstehenden Welt AIDS Tages im Epidemiologischen Bulletin eine umfassende Darstellung der HIV/AIDS-Situation in Deutschland veröffentlicht. Im Jahr 2019 haben sich geschätzt 2.600 Personen in Deutschland mit HIV infiziert, 2018 waren es 2.500 Neuinfektionen. Dieser leichte Anstieg der Infektionszahlen zeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, insbesondere um die Testangebote zu verbessern und den Zugang zur Therapie für alle in Deutschland mit HIV lebenden Menschen zu gewährleisten.

Das Epidemiologische Bulletin 48/2020 und weitere Informationen, darunter Eckdaten für die einzelnen Bundesländer, sind online abrufbar: www.rki.de/hiv.

Siehe auch Robert Koch-Institut: Eckdaten HIV / AIDS in Deutschland (pdf) 

Und ZEIT online: Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland leicht gestiegen

Oder esanum: HIV: Späte Diagnosen nehmen in Europa zu 

und PharmaFakten: HIV in Deutschland: "weitere Anstrengungen notwendig" 

und Maghreb-Post: Marokko – HIV-Sensibilisierungskampagne beginnt 

Mehr unter: Informationsdienst Wissenschaft - Robert Koch-Institut | RKI vom 26. November 2020
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Alle 100 Sekunden infiziert sich ein Kind mit HIV

Im Vorjahr gab es laut Unicef 320.000 neue HIV-Fälle unter Kindern und Jugendlichen, Covid-19 erschwert die Behandlung. Anfang der 1980er Jahre machte ein Virus von sich reden. Rund 40 Jahre später gibt es weder Impfstoff gegen noch Heilung von dem HI-Virus. Die Zahlen der Neuinfektionen sind immer noch hoch - auch unter Heranwachsenden. Schätzungsweise hat sich im Vorjahr alle 100 Sekunden ein Mensch unter zwanzig Jahren neu mit dem Verursacher von Aids infiziert. Dadurch hat sich laut einem vom Kinderhilfswerk der UNO veröffentlichten Bericht die Gesamtzahl der mit HIV lebenden Kinder auf 2,8 Millionen erhöht.

Download pdf: Reimagining a resilient HIV response for children, adolescents and pregnant women living with HIV 

Download pdf: World AIDS Day Report 2020  

Mehr unter: Kurier vom 26. November 2020
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"Wir blicken auf eine skandalisierte Krankheit"

Jörg Vögele spricht im Interview über unsere Corona-Panik, den ökonomischen Nutzen der Pest und die Frage, ob man den Wert von Menschenleben berechnen darf. Unser Kampf gegen Corona spaltet die Gesellschaft, aber auch die Wissenschaft: Sind die Maßnahmen noch verhältnismäßig? Müssen die Lockdowns sogar schärfer ausfallen? Je facettenreicher die Debatte ist, umso hilfreicher wird sie. Deshalb lohnt es sich, mit dem Medizinhistoriker Jörg Vögele in die Weltgeschichte der Pandemien einzutauchen.

Mehr unter: Handelsblatt vom 25. November 2020
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HIV-positiv? Das kann wirklich jeden treffen!

HIV ist kein Grund für Ausgrenzung, sondern stellt bei Therapie eine von vielen Krankheiten mit normaler Lebenserwartung dar. Männer, Frauen, Kinder: Das Humane Immundefizienz Virus wurde weltweit (Stand 2019) bei ca. 38 Millionen Menschen diagnostiziert, in Österreich leben zwischen acht- und neuntausend Personen damit. Der heurige Welt-AIDS-Tag, der wie jedes Jahr am 1. Dezember stattfinden wird, steht laut WHO mehr denn je unter der Prämisse "Solidarität und Mitverantwortung", damit neben den dringenden Maßnahmen gegen Covid-19 auch der Zugang zu unentbehrlichen HIV-Angeboten aufrechterhalten bleibt.

Infos zu HIV finden Sie auch unter: https://www.hivheute.at/ oder https://www.aidshilfe.de/

Siehe auch Schweizer Radio und Fernsehen | SRF: Weniger HIV-Ansteckungen während des Shutdowns 

Mehr unter: Kronen Zeitung vom 22. November 2020
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Genetisch veränderte Immunzellen gegen HIV als potenzieller Impfstoff

Im Gegensatz zu so vielen Viren fehlt HIV immer noch ein Impfstoff, und genetisch veränderte Immunzellen könnten eine Lösung bieten. AIDS, von dem weltweit weiterhin Millionen von Menschen betroffen sind, hat sich mit herkömmlichen Antikörpern als besonders schwierig zu verhindern erwiesen. Dies passiert auch deswegen, weil es sich im Körper so schnell entwickelt. Jede Lösung würde also erfordern, den Körper dazu zu überreden, einen speziellen Antikörpertyp zu produzieren. Dieser soll breit wirken können, um mehrere Stämme des Virus gleichzeitig zu besiegen. Wissenschaftler rückten sich mit einem neuen Impfansatz, der sich auf gentechnisch veränderte Immunzellen aus dem Körper des Patienten stützen würde, dem Erreichen des heiligen Grals der HIV-Forschung näher.

Artikel in Nature Communications: Deli Huang et al. Vaccine elicitation of HIV broadly neutralizing antibodies from engineered B cells 

Mehr unter: Deavita vom 21. November 2020
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Risiko für schwere COVID-19 Verläufe: Leberzirrhose

Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wird häufig auch die Leber in Mitleidenschaft gezogen – und zwar auch bei denjenigen, bei denen zuvor keine Leberschädigung bekannt war. Studien zufolge sind die Leberwerte bei mindestens einem Fünftel bis hin zu drei Vierteln der Covid-19-Patienten auffällig. Für Menschen, die bereits an der Leber erkrankt sind, gilt: Sie haben wahrscheinlich kein erhöhtes Risiko, sich mit SARS CoV-2 zu infizieren. Wenn jedoch eine Infektion auftritt, dann scheint das Risiko für einen schweren Verlauf vor allem davon abzuhängen, wie geschädigt die Leber bereits ist – also ob das Organ bereits fibrotisch – vernarbt – ist oder sogar eine Zirrhose vorliegt.

Artikel in JHEP Reports: Tobias Boettler et al. Impact of COVID-19 on the care of patients with liver disease: EASL-ESCMID position paper after 6 months of the pandemic 

Mehr unter: HIV&More vom 20. November 2020
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Kampagne zum Welt-Aids-Tag: HIV-Medikamente verhindern die HIV-Übertragung

In der dritten Staffel von #wissenverdoppeln feiern so viele Menschen wie nie zuvor die entlastende Botschaft: HIV ist unter Therapie nicht übertragbar. Zum Welt-Aids-Tag am 1.12. geht die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) mit ihrer Kampagne #wissenverdoppeln in die dritte Runde. Neu sind die Gesichter und ein fürs Thema HIV ungewöhnlich beschwingter Stil. Geblieben ist die Botschaft: HIV ist unter Therapie nicht übertragbar. Denn diese wissenschaftliche Tatsache ist noch immer zu wenigen Menschen bekannt. Dieses Wissen kann Berührungsängste abbauen und damit Stigmatisierung entgegenwirken.

Video der Kampagne:



Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: SARS-CoV-2 erschwert Kampf gegen HIV-Pandemie

Und Ärztezeitung: HIV-Neuinfektionen: Leichter Anstieg, noch zu oft übersehen

Mehr unter:
Gesundheit Adhoc - Meldung vom 25. November 2020
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Krimi um die Crispr-Cas9-Babys

In China verändert ein Wissenschaftler das Erbgut zweier Kinder, um sie vor HIV zu schützen. Der Fall löst weltweit Kontroversen aus. Diese spannende politische und soziale Geschichte erzählt der Anthropologe Eben Kirksey in The Mutant Project. "Menschen prägen seit Jahrzehnten die Evolution", sagt Eben Kirksey. "Der heutige Mensch ist ja ein Produkt der modernen Wissenschaft, also der Chemie, der Biologie, der Robotik und der Informatik. Wir haben das alles kreiert, aber es hat uns und alles unnatürlich gemacht: Wir haben industrielle Ökosysteme, Kapitalakkumulation oder Umweltverschmutzung. Das gehört alles dazu, wenn wir davon reden, was es bedeutet, heute Mensch zu sein."

The Mutant Project von Eben Kirksey ist bisher noch nicht in deutscher Sprache erschienen.

Mehr unter: Deutschlandfunk Kultur vom 20. November 2020
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HIV und Hepatitis: Es braucht mehr Testungen

Die europäische Testwoche will die Wahrnehmung für das Vorhandensein von Virustests erhöhen und so mögliche Betroffene dazu bringen, sich testen zu lassen.  Neben SARS-CoV-2 braucht es auch bei anderen weltweit verbreiteten Virusinfektionen wie HIV und Hepatitis eine Vielzahl an Tests, um Erkrankte zu finden und eine Ausbreitung zu verhindern. Darauf macht von 20. bis 27. November wieder die European Testing Week aufmerksam. Leider fehlen das Wissen darüber, dass es solche Tests gibt, und auch die Bereitschaft, derartige Testungen in Anspruch zu nehmen, betonte der Verband der pharmazeutischen Industrie.

Link: Testingweek.eu

Siehe auch Deutsche Aids-Hilfe: Neuer Werkzeugkasten für HIV- und Hepatitis-Testangebote veröffentlicht 

und HIV&More: Screening auf Hepatitis B und C neuer Bestandteil des Gesundheits-Check-up 

Mehr unter: Wiener Zeitung vom 19. November 2020
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HIV 2020 - Der Kampf ist noch nicht vorbei

Ein erfülltes Leben mit HIV ist längst möglich. Doch die Mythen halten sich. Ist das Stigma stärker als das Virus? Folge 15 der unzensierten Sprechstunde. Mit den richtigen Medikamenten ist ein normales Leben für HIV-Infizierte längst möglich. Vorausgesetzt sie haben Zugang zum Gesundheitssystem, leben also in einer Industrienation, und haben Partner*innen, die sich informieren, anstatt an sich hartnäckig haltende Mythen zu glauben. Fast scheint es, als sei die Stigmatisierung inzwischen stärker als das Virus.

Siehe auch Robert Koch-Institut: Eckdaten HIV / AIDS in Deutschland (pdf) 

Mehr unter: Tagesspiegel Podcast Gyncast | Folge 15 vom 19. November 2020
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"Für Aids hat sich am Anfang keiner interessiert"

Ein Virus verändert unser Leben – nicht zum ersten Mal: Vor Covid-19 hatte die Aids-Krise die Gesellschaft im Griff. Zwischen den Pandemien gibt es Gemeinsamkeiten – aber vor allem auch viele Unterschiede, die der Publizist Peter Rehberg beschreibt. Werde ich mich anstecken? Wie schütze ich mich? Und wie reagieren wir als Gesellschaft auf die Pandemie? Diese Fragen stellen sich 2020 angesichts der Coronapandemie nicht zum ersten Mal, sie kamen auch mit dem Beginn der Aids-Krise in der 1980er Jahren auf. Was die beiden Pandemien eint und was sie trennt.

Mehr unter: Deutschlandfunk Kompressor - Beitrag vom 18. November 2020
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So klappt der Corona-Exit

Der Weg ist noch lang, doch ein Ende der Corona-Krise zeichnet sich ab: Experten erklären, was dafür noch nötig ist. Ein hoffnungsvoller Impfstoffkandidat, eine Abflachung der zweiten Welle, Schnelltests und deutlich mehr Wissen und Erfahrungen im Umgang mit dem Virus: Erstmals sprechen Experten davon, dass ein Ende der Corona-Krise und eine Rückkehr zur Normalität absehbar ist. Dafür braucht es aber in verschiedenen Bereichen weiterhin Anstrengungen. Einen konkreten Fahrplan skizzierte die Covid-Taskforce am Donnerstag.

Mehr unter: 20minuten vom 14. November 2020
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HIV: Neuer Mechanismus entdeckt

Neues Angriffsziel für eine HIV-Therapie entdeckt. Der Kampf gegen HIV ist auch nach jahrelanger Forschung nicht gewonnen. Ein wichtiger Schritt zur Entwicklung besserer Therapien ist ein gutes Verständnis davon, wie sich das Virus auf molekularer Ebene im Körper vermehrt. Ein Team um Kathrin Breuker hat nun einen Mechanismus entschlüsselt, der für die Vermehrung des Virus zentral ist und ein neues Angriffsziel für eine Therapie bietet.

Artikel in Nature Communications: Eva-Maria Schneeberger et al., Native mass spectrometry reveals the initial binding events of HIV-1 rev to RRE stem II RNA

Mehr unter: Informationsdienst Wissenschaft vom 13. November 2020
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HIV-Patienten bei Keimzelltumoren gleich behandeln

Es wird ein unabhängiges therapeutisches Vorgehen bei Keimzelltumoren empfohlen. HIV-infizierte Patienten mit Keimzelltumoren haben heute ein ähnliches progressionsfreies und Gesamtüberleben wie HIV-Negative, besagen Daten einer internationalen Kohortenstudie. Sie sollten daher identisch behandelt werden, fordert ein Kollege. Älteren Daten zufolge weisen HIV-Infizierte ein 1,5- bis 3-fach erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Keimzelltumoren auf. Zudem wurde ihre Prognose aufgrund des verkürzten Überlebens ungünstiger eingeschätzt als die von Keimzellkrebs-Patienten ohne HIV-Infektion. Jedoch liegen kaum Erfahrungen zur Behandlung und zum Überleben von Patienten mit HIV und Keimzelltumoren seit der Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie (cART) vor.

Siehe auch kaernten.ORF.at: HIV-Infektion mittlerweile gut behandelbar


Mehr unter: Medical Tribune Deutschland vom 12. November 2020
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Sexuell übertragbare Infektionen: Aufklärung und Enttabuisierung

Viele sprechen nicht mit dem Partner über die eigene Erkrankung: Ein Grund dafür ist die Stigmatisierung. "Weniger als die Hälfte der Menschen in festen Beziehungen spricht mit dem Partner/der Partnerin über STI, bevor sie gemeinsam sexuell aktiv werden", schreibt die BZgA in einer Pressemitteilung zu der so genannten GeSiD-Studie. Sie weiß: Es ist wichtig das Gespräch zum Partner zu suchen, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen und das Thema Geschlechtskrankheiten Schritt für Schritt zu enttabuisieren.

Mehr unter: PharmaFakten vom 11. November 2020
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COVID-19-Impfstoff: Fragen und Antworten

Die Zulassung eines Impfstoffes gegen COVID-19 scheint nicht mehr allzu fern zu sein. Doch einige Fragen sind noch nicht endgültig geklärt – u.a. zu Wirksamkeit und Verteilung.

Siehe auch esanum: Wirksamkeit von Biontech-Impfstoff höher als bislang bekannt

oder auch tagesschau: Ein Lichtblick - und viele Fragen

Mehr unter: Journalmed vom 11. November 2020
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Die Injektion verhindert nach Studienergebnissen, dass Frauen sich mit HIV infizieren

Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die injizierbare Droge Cabotegravir bei der Prävention einer HIV-Infektion um 89 Prozent wirksamer war als Pillen. Forscher brechen eine Studie vorzeitig ab, nachdem sie herausgefunden hatten, dass eine Spritze eines experimentellen Medikaments alle zwei Monate besser wirkte als die täglichen Pillen, um Frauen vor einer HIV-Infektion durch einen infizierten Sexualpartner zu schützen. Die Nachricht ist ein Segen für die Bemühungen zur AIDS-Prävention – vor allem in Afrika, wo die Studie stattfand und wo Frauen nur wenige diskrete Möglichkeiten haben, sich vor einer Infektion zu schützen.

Siehe auch mdr | Mitteldeutscher Rundfunk: Schutz vor HIV: Spritze statt Pille 

Mehr unter: Bulgarisches Wirtschaftsblatt vom 10. November 2020
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Pandemie trifft HIV-Infizierte

Zu den vielen Problemen, die die Covid-19-Pandemie verursacht hat, gehört auch, dass die Zahl der Menschen, die auf HIV und Geschlechtskrankheiten getestet wurden, seit März letzten Jahres um 45 Prozent zurückgegangen ist. Dies wurde von der Fundation Vencer angeprangert, die auch behauptet, dass von zehn Personen, bei denen HIV diagnostiziert wurde, derzeit nur vier in Behandlung sind. Mit diesen Daten versuchen sie durch eine Initiative, die von Vencer initiiert wurde, auf diese Situation zu reagieren, erklärte Juan Cabral, ein Mitglied der Stiftung.

Mehr unter: Wochenblatt Paraguay vom 9. November 2020
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Jetzt sind HIV-Tests besonders wichtig!

Und zwar, damit frühzeitig behandelt werden kann. Als wichtigstes Ziel gilt aber nach wie vor, Diskriminierung Betroffener zu beenden und weiterhin gezielt aufzuklären. Da zieht der Physiotherapeut gleich zwei Handschuhe übereinander an, der Zahnarzt vergibt immer nur den allerletzten Termin des Ordinationstages, manchmal werden HIV-positive Patienten unter fadenscheinigen Gründen von Medizinern gleich ganz abgewiesen. Keine Übertreibung, sondern Alltag für Betroffene, die ehrlich und verantwortungsbewusst mit ihrer Diagnose umgehen und sie im Gesundheitsbereich nicht verschweigen. Doch gerade dort sehen sie sich immer noch oft Stigmatisierung gegenüber - 50 Prozent aller Fälle werden in diesem Zusammenhang vermeldet!

Mehr unter: Kronen Zeitung vom 7. November 2020
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Sexarbeit: Wider die Ausweitung der Verbotszone

Gegner_innen der Sexarbeit instrumentalisieren die Corona-Krise und werben für ein bundesweites Sexkaufverbot. Dabei gehören Sexarbeiter_innen eh schon zu den besonders hart Getroffenen. Als Daria Oniér Anfang Oktober 2020 aus dem heimatlichen Esslingen nach Stuttgart fährt, packt sie die kalte Wut. Denn am Rathaus prangt, zwei Stockwerke hoch, ein Transparent mit dem Text Du kommst und ich verkomme und dazu dem Slogan Rotlicht aus! sowie der Botschaft Bezahlsex zerstört Leben! "Da wird mit meinen Steuergeldern das Verbot meiner Existenzgrundlage beworben!", sagt Daria wütend und frustriert.

Weitere Informationen zur Diskussion um das Nordische Modell downlod pdf: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: Auswirkungen des Nordischen Modells. Studienergebnisse zur Prostitutionspolitik in Schweden und Norwegen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 5. November 2020
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Mehr Geschlechtskrankheiten trotz Corona-Pandemie

Trotz Lockdown haben sich offenbar viele Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt. Neue Forschungsergebnisse zeigen ein riskantes Sexualverhalten und steigende Fälle sexuell übertragbarer Erkrankungen trotz der aktuellen Covid-19-Pandemie. Diese Entwicklung wurde auf dem 29. Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) präsentiert. Die Diagnosen von sexuell übertragbaren Infektionen (sexually transmitted infections, STI) wie Tripper und Syphilis haben zugenommen – trotz Lock down und Appellen zu Distanz und anderen Hygienemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie.

Mehr unter: Aponet vom 3. November 2020
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England: HIV-Verbreitung rückläufig

Ein neuer Bericht von Public Health England zeigt: Die HIV-Neuinfektionsrate unter schwulen und bisexuellen Männern ist die niedrigste seit zwanzig Jahren: Die Anzahl von Menschen mit neuen HIV-Diagnosen fiel um 10 Prozent (von 4.580 im Jahr 2018 auf 4.139 im Jahr 2019). Verglichen mit dem Höhepunkt der Neuinfektionen im Jahr 2014 mit 6.312 neuen Diagnosen ist es sogar ein Rückgang um 34 Prozent.

Pressemeldung Public Health England: New HIV diagnoses in gay and bisexual men at their lowest in 20 years 

Download pdf Bericht Public Health England: Trends in HIV testing, new diagnoses and people receiving HIV-related care in the United Kingdom: data to the end of December 2019

Mehr unter:
schwulissimo vom 4. November 2020
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Der Safe Space schließt erneut

Der zweite Corona-Lockdown hält Einzug in Berlin: Gastronomiebetriebe, Kulturstätten und soziale Treffpunkte müssen erneut für vorerst vier Wochen schließen. Bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr hat sich gezeigt, dass einige Restaurants, Bars und Cafés erst gar nicht wieder öffneten – sie überstanden die Zeit nicht. Finanzielle Rettungspakete des Staates kamen zu spät. Wie hoch stehen nun die Überlebenschancen während des zweiten Lockdowns? Und das für queere Clubs, Bars und Einrichtungen? Immerhin benötigen besonders queere Menschen safe spaces, in denen sie sich austauschen, identifizieren und sicher fühlen können.

Mehr unter: Tagesspiegel vom 3. November 2020
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Weniger Mittel für HIV-Projekte

Betroffen sind Städte, die zu wenig gegen die Proteste gegen Rassismus unternommen hätten. US-Präsident Donald Trump will offenbar bestimmte Städte bestrafen, indem er ihnen u.a. die die Mittel für HIV-Projekte streicht. Grund: Sie hätten zu wenig gegen Anti-Rassismus-Proteste unternommen. Am 2. September wies Trump die Bundesabteilungen an, die Finanzierung in jenen Städten zu kürzen, in denen Gesetzlosigkeit gefördert und Polizeibehörden entmachtet würden. Millionen von Dollar sollten darum u.a. für die HIV-Behandlung, für die Behandlung von Coronavirus-Patient*innen, für Vorsorgeuntersuchungen für Neugeborene und andere Programme in demokratisch geführten Städten gekürzt werden.

Mehr unter: Mannschaft Magazin vom 29. Oktober 2020
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Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV

Für gesetzlich Krankenversicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko gibt es seit September 2019 mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (§ 20j SGB V) einen Anspruch auf HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Bei der PrEP wird eine HIV-Infektion verhindert, indem täglich eine Tablette mit zwei antiretroviralen Wirkstoffen Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (Abkürzung TDF/FTC) eingenommen wird. Der gesetzliche Anspruch umfasst die Beratung, die Versorgung mit den Arzneimitteln und die erforderlichen Untersuchungen.

Siehe auch Robert Koch-Institut: Bericht zur 1. Sitzung der Community-Vertretungen zur Evaluation der Einführung der medikamentösen HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV (EvE-PrEP)

Hier finden Sie das PDF zum Download 

Und HIV&More: Einfluss der SARS-CoV-2-Pandemie auf die PrEP-Versorgung in HIV-Schwerpunktpraxen 

Mehr unter: Robert Koch-Institut - Meldung vom 27. Oktober 2020
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Medikamentenversorgung: Notapotheke

Als im Frühjahr die Corona-Pandemie den internationalen Reiseverkehr zum Erliegen brachte, hatten dadurch weltweit Menschen mit HIV enorme Probleme an ihre notwendigen Medikamente zu gelangen. Mit einem Male schien die Welt stillzustehen. Als im März im Zuge der Coronakrise immer mehr Grenzen geschlossen wurden, kam nicht nur der Reiseverkehr zum Erliegen, auch der Warenverkehr war massiv beeinträchtigt. Niemand wusste, wie lange diese Ausnahmesituation andauern würde. Vielen Nichtregierungsorganisationen aber war recht schnell klar: Die Unterbrechung der Lieferketten würde auch Medikamente betreffen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 25. Oktober 2020
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HIV-1-Subtypen lassen sich mit In-vitro-Diagnostik zuverlässig nachweisen

In Deutschland dominiert bei Infektionen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus-1 (HIV-1) der Subtyp B. Hier war es in den 2000er Jahren durch Mutationen vereinzelt zu falsch-negativen HIV-Tests und auch zu zwei HIV-Übertragungen durch Blutspenden gekommen. Seitdem ist die Dual-Target-NAT-Testung im Blutspendewesen verpflichtend, es kam zu keiner weiteren Übertragung. Das Paul-Ehrlich-Institut und der Blutspendedienst Südafrika haben jetzt sieben zertifizierte NAT-Testsysteme zur Erkennung des weltweit vorherrschenden HIV-1-Subtyps C untersucht und die Ergebnisse im Journal of Clinical Virology veröffentlicht.

Artikel in Journal of Clinical Virology: Kress J, Vermeulen M, Chudy M, Reissinger A, Hanschmann KM, Saville A, Nübling CM (2020): Reliability of CE-marked NATs for HIV-1 subtype C detection and quantitation.

Oder Nationales Referenzzentrum für Retroviren download pdf: Retrovirus Bulletin 1/2020

Mehr unter: esanum - Meldung vom 23. Oktober 2020
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50 Jahre halbleere Versprechungen

Weltweit starben im Jahr 2019 annähernd 700.000 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion. Das sind immer noch viel zu viele, aber ohne die seit 2000 vereinbarten und realisierten Gegenmaßnahmen wären es nach epidemiologischen Projektionen über drei Millionen! Derzeit können 70 Prozent der Neugeborenen in den Niedrigeinkommensländern damit rechnen, das 60. Lebensjahr zu erreichen, während es vor der Vereinbarung der Millenniums-Entwicklungsziele im September 2000 kaum mehr als 50 Prozent waren.

Siehe auch Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Wir müssen mutig vorangehen" 

Und Pressenza - Internationale Nachrichtenagentur: Ärzte ohne Grenzen unterstützen Indien und Südafrika mit der Forderung nach Patentaussetzung für COVID-19-Produkte 

Mehr unter: Aktionsbündnis gegen AIDS - Meldung vom 22. Oktober 2020
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Aktuell: "Langfristig ist soziale Distanz immer ein Belastungsfaktor, wir Menschen brauchen die Mitwelt"

Fünf Fragen an Andreas Heinz, ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte in Berlin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Je länger eine Krise andauert und Menschen psychischen Belastungen ausgesetzt sind, desto eher sind die Selbstheilungskräfte überfordert und es kann zu psychischen Störungen kommen. Ein Ende der Coronapandemie mit den damit verbundenen Einschränkungen, der notwendigen sozialen Distanz oder je nachdem auch Isolation, ist derzeit nicht abzusehen.

Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: Pandemie: WHO erinnert an psychische Auswirkungen

Oder Deutsches Ärzteblatt: Psychische Erkrankungen: Bündnis will aufklären

Dazu auch telepolis: Gesichtslose und distanzierte Menschen 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 21. Oktober 2020
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Erste langwirksame injizierbare HIV-Therapie

Demnächst könnte ein neuer Wirkstoff für HIV-Patienten auf den Markt kommen: der HIV-Integrasehemmer Cabotegravir. Auch als PrEP ist er im Gespräch. Rekambys enthält den bereits bekannten nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Rilpivirin. Er stammt von der Firma Janssen, war bislang aber noch nicht als langwirksame Formulierung verfügbar. Inhaltsstoff des Medikaments Vocabria von ViiV Healthcare ist der neue HIV-Integrasehmmer Cabotegravir.

Siehe auch HIV&More: HIV-Spritzentherapie

und HIV&More: Long-Acting-Medikamente: Option für die PrEP

und Pharmazeutische Zeitung: Die PrEP-Spritze mit Cabotegravir 

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 19. Oktober 2020
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Migrantinnen – ganz besondere Patientinnen?

Sind Patientinnen mit Migrationshintergrund in der Gynäkologie besondere Patientinnen? Welche Besonderheit, Schwierigkeiten und Lösungswege gibt es? Diesen spannenden Fragen widmete sich auf dem 63. DGGG-Kongress eine Session unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Heribert Kentemich und Dr. Frederike Siedentopf. Wie steht es um die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer entsprechenden Session auf dem DGGG-Kongress.

Siehe auch Medical Tribune: Kultursensitive Versorgung von Migranten ist noch lange nicht Standard

Mehr unter: esanum vom 9. Oktober 2020
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