Ausgabe 94

      Jahrgang 24

     November 2020

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 






So klappt der Corona-Exit
HIV: Neuer Mechanismus entdeckt
HIV-Patienten bei Keimzelltumoren gleich behandeln
Sexuell übertragbare Infektionen: Aufklärung und Enttabuisierung
COVID-19-Impfstoff: Fragen und Antworten
Die Injektion verhindert nach Studienergebnissen, dass Frauen sich mit HIV infizieren
Pandemie trifft HIV-Infizierte
Jetzt sind HIV-Tests besonders wichtig!
Sexarbeit: Wider die Ausweitung der Verbotszone
Mehr Geschlechtskrankheiten trotz Corona-Pandemie
England: HIV-Verbreitung rückläufig
Der Safe Space schließt erneut
Weniger Mittel für HIV-Projekte
Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV
Medikamentenversorgung: Notapotheke
HIV-1-Subtypen lassen sich mit In-vitro-Diagnostik zuverlässig nachweisen
50 Jahre halbleere Versprechungen
Aktuell: "Langfristig ist soziale Distanz immer ein Belastungsfaktor, wir Menschen brauchen die Mitwelt"
Erste langwirksame injizierbare HIV-Therapie
Migrantinnen – ganz besondere Patientinnen?
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 
 
 



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So klappt der Corona-Exit

Der Weg ist noch lang, doch ein Ende der Corona-Krise zeichnet sich ab: Experten erklären, was dafür noch nötig ist. Ein hoffnungsvoller Impfstoffkandidat, eine Abflachung der zweiten Welle, Schnelltests und deutlich mehr Wissen und Erfahrungen im Umgang mit dem Virus: Erstmals sprechen Experten davon, dass ein Ende der Corona-Krise und eine Rückkehr zur Normalität absehbar ist. Dafür braucht es aber in verschiedenen Bereichen weiterhin Anstrengungen. Einen konkreten Fahrplan skizzierte die Covid-Taskforce am Donnerstag.

Mehr unter: 20minuten vom 14. November 2020
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HIV: Neuer Mechanismus entdeckt

Neues Angriffsziel für eine HIV-Therapie entdeckt. Der Kampf gegen HIV ist auch nach jahrelanger Forschung nicht gewonnen. Ein wichtiger Schritt zur Entwicklung besserer Therapien ist ein gutes Verständnis davon, wie sich das Virus auf molekularer Ebene im Körper vermehrt. Ein Team um Kathrin Breuker hat nun einen Mechanismus entschlüsselt, der für die Vermehrung des Virus zentral ist und ein neues Angriffsziel für eine Therapie bietet.

Artikel in Nature Communications: Eva-Maria Schneeberger et al., Native mass spectrometry reveals the initial binding events of HIV-1 rev to RRE stem II RNA

Mehr unter: Informationsdienst Wissenschaft vom 13. November 2020
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HIV-Patienten bei Keimzelltumoren gleich behandeln

Es wird ein unabhängiges therapeutisches Vorgehen bei Keimzelltumoren empfohlen. HIV-infizierte Patienten mit Keimzelltumoren haben heute ein ähnliches progressionsfreies und Gesamtüberleben wie HIV-Negative, besagen Daten einer internationalen Kohortenstudie. Sie sollten daher identisch behandelt werden, fordert ein Kollege. Älteren Daten zufolge weisen HIV-Infizierte ein 1,5- bis 3-fach erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Keimzelltumoren auf. Zudem wurde ihre Prognose aufgrund des verkürzten Überlebens ungünstiger eingeschätzt als die von Keimzellkrebs-Patienten ohne HIV-Infektion. Jedoch liegen kaum Erfahrungen zur Behandlung und zum Überleben von Patienten mit HIV und Keimzelltumoren seit der Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie (cART) vor.

Siehe auch kaernten.ORF.at: HIV-Infektion mittlerweile gut behandelbar


Mehr unter: Medical Tribune Deutschland vom 12. November 2020
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Sexuell übertragbare Infektionen: Aufklärung und Enttabuisierung

Viele sprechen nicht mit dem Partner über die eigene Erkrankung: Ein Grund dafür ist die Stigmatisierung. "Weniger als die Hälfte der Menschen in festen Beziehungen spricht mit dem Partner/der Partnerin über STI, bevor sie gemeinsam sexuell aktiv werden", schreibt die BZgA in einer Pressemitteilung zu der so genannten GeSiD-Studie. Sie weiß: Es ist wichtig das Gespräch zum Partner zu suchen, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen und das Thema Geschlechtskrankheiten Schritt für Schritt zu enttabuisieren.

Mehr unter: PharmaFakten vom 11. November 2020
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COVID-19-Impfstoff: Fragen und Antworten

Die Zulassung eines Impfstoffes gegen COVID-19 scheint nicht mehr allzu fern zu sein. Doch einige Fragen sind noch nicht endgültig geklärt – u.a. zu Wirksamkeit und Verteilung.

Siehe auch esanum: Wirksamkeit von Biontech-Impfstoff höher als bislang bekannt

oder auch tagesschau: Ein Lichtblick - und viele Fragen

Mehr unter: Journalmed vom 11. November 2020
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Die Injektion verhindert nach Studienergebnissen, dass Frauen sich mit HIV infizieren

Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die injizierbare Droge Cabotegravir bei der Prävention einer HIV-Infektion um 89 Prozent wirksamer war als Pillen. Forscher brechen eine Studie vorzeitig ab, nachdem sie herausgefunden hatten, dass eine Spritze eines experimentellen Medikaments alle zwei Monate besser wirkte als die täglichen Pillen, um Frauen vor einer HIV-Infektion durch einen infizierten Sexualpartner zu schützen. Die Nachricht ist ein Segen für die Bemühungen zur AIDS-Prävention – vor allem in Afrika, wo die Studie stattfand und wo Frauen nur wenige diskrete Möglichkeiten haben, sich vor einer Infektion zu schützen.

Siehe auch mdr | Mitteldeutscher Rundfunk: Schutz vor HIV: Spritze statt Pille 

Mehr unter: Bulgarisches Wirtschaftsblatt vom 10. November 2020
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Pandemie trifft HIV-Infizierte

Zu den vielen Problemen, die die Covid-19-Pandemie verursacht hat, gehört auch, dass die Zahl der Menschen, die auf HIV und Geschlechtskrankheiten getestet wurden, seit März letzten Jahres um 45 Prozent zurückgegangen ist. Dies wurde von der Fundation Vencer angeprangert, die auch behauptet, dass von zehn Personen, bei denen HIV diagnostiziert wurde, derzeit nur vier in Behandlung sind. Mit diesen Daten versuchen sie durch eine Initiative, die von Vencer initiiert wurde, auf diese Situation zu reagieren, erklärte Juan Cabral, ein Mitglied der Stiftung.

Mehr unter: Wochenblatt Paraguay vom 9. November 2020
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Jetzt sind HIV-Tests besonders wichtig!

Und zwar, damit frühzeitig behandelt werden kann. Als wichtigstes Ziel gilt aber nach wie vor, Diskriminierung Betroffener zu beenden und weiterhin gezielt aufzuklären. Da zieht der Physiotherapeut gleich zwei Handschuhe übereinander an, der Zahnarzt vergibt immer nur den allerletzten Termin des Ordinationstages, manchmal werden HIV-positive Patienten unter fadenscheinigen Gründen von Medizinern gleich ganz abgewiesen. Keine Übertreibung, sondern Alltag für Betroffene, die ehrlich und verantwortungsbewusst mit ihrer Diagnose umgehen und sie im Gesundheitsbereich nicht verschweigen. Doch gerade dort sehen sie sich immer noch oft Stigmatisierung gegenüber - 50 Prozent aller Fälle werden in diesem Zusammenhang vermeldet!

Mehr unter: Kronen Zeitung vom 7. November 2020
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Sexarbeit: Wider die Ausweitung der Verbotszone

Gegner_innen der Sexarbeit instrumentalisieren die Corona-Krise und werben für ein bundesweites Sexkaufverbot. Dabei gehören Sexarbeiter_innen eh schon zu den besonders hart Getroffenen. Als Daria Oniér Anfang Oktober 2020 aus dem heimatlichen Esslingen nach Stuttgart fährt, packt sie die kalte Wut. Denn am Rathaus prangt, zwei Stockwerke hoch, ein Transparent mit dem Text Du kommst und ich verkomme und dazu dem Slogan Rotlicht aus! sowie der Botschaft Bezahlsex zerstört Leben! "Da wird mit meinen Steuergeldern das Verbot meiner Existenzgrundlage beworben!", sagt Daria wütend und frustriert.

Weitere Informationen zur Diskussion um das Nordische Modell downlod pdf: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: Auswirkungen des Nordischen Modells. Studienergebnisse zur Prostitutionspolitik in Schweden und Norwegen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 5. November 2020
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Mehr Geschlechtskrankheiten trotz Corona-Pandemie

Trotz Lockdown haben sich offenbar viele Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt. Neue Forschungsergebnisse zeigen ein riskantes Sexualverhalten und steigende Fälle sexuell übertragbarer Erkrankungen trotz der aktuellen Covid-19-Pandemie. Diese Entwicklung wurde auf dem 29. Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) präsentiert. Die Diagnosen von sexuell übertragbaren Infektionen (sexually transmitted infections, STI) wie Tripper und Syphilis haben zugenommen – trotz Lock down und Appellen zu Distanz und anderen Hygienemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie.

Mehr unter: Aponet vom 3. November 2020
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England: HIV-Verbreitung rückläufig

Ein neuer Bericht von Public Health England zeigt: Die HIV-Neuinfektionsrate unter schwulen und bisexuellen Männern ist die niedrigste seit zwanzig Jahren: Die Anzahl von Menschen mit neuen HIV-Diagnosen fiel um 10 Prozent (von 4.580 im Jahr 2018 auf 4.139 im Jahr 2019). Verglichen mit dem Höhepunkt der Neuinfektionen im Jahr 2014 mit 6.312 neuen Diagnosen ist es sogar ein Rückgang um 34 Prozent.

Pressemeldung Public Health England: New HIV diagnoses in gay and bisexual men at their lowest in 20 years 

Download pdf Bericht Public Health England: Trends in HIV testing, new diagnoses and people receiving HIV-related care in the United Kingdom: data to the end of December 2019

Mehr unter:
schwulissimo vom 4. November 2020
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Der Safe Space schließt erneut

Der zweite Corona-Lockdown hält Einzug in Berlin: Gastronomiebetriebe, Kulturstätten und soziale Treffpunkte müssen erneut für vorerst vier Wochen schließen. Bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr hat sich gezeigt, dass einige Restaurants, Bars und Cafés erst gar nicht wieder öffneten – sie überstanden die Zeit nicht. Finanzielle Rettungspakete des Staates kamen zu spät. Wie hoch stehen nun die Überlebenschancen während des zweiten Lockdowns? Und das für queere Clubs, Bars und Einrichtungen? Immerhin benötigen besonders queere Menschen safe spaces, in denen sie sich austauschen, identifizieren und sicher fühlen können.

Mehr unter: Tagesspiegel vom 3. November 2020
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Weniger Mittel für HIV-Projekte

Betroffen sind Städte, die zu wenig gegen die Proteste gegen Rassismus unternommen hätten. US-Präsident Donald Trump will offenbar bestimmte Städte bestrafen, indem er ihnen u.a. die die Mittel für HIV-Projekte streicht. Grund: Sie hätten zu wenig gegen Anti-Rassismus-Proteste unternommen. Am 2. September wies Trump die Bundesabteilungen an, die Finanzierung in jenen Städten zu kürzen, in denen Gesetzlosigkeit gefördert und Polizeibehörden entmachtet würden. Millionen von Dollar sollten darum u.a. für die HIV-Behandlung, für die Behandlung von Coronavirus-Patient*innen, für Vorsorgeuntersuchungen für Neugeborene und andere Programme in demokratisch geführten Städten gekürzt werden.

Mehr unter: Mannschaft Magazin vom 29. Oktober 2020
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Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV

Für gesetzlich Krankenversicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko gibt es seit September 2019 mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (§ 20j SGB V) einen Anspruch auf HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Bei der PrEP wird eine HIV-Infektion verhindert, indem täglich eine Tablette mit zwei antiretroviralen Wirkstoffen Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (Abkürzung TDF/FTC) eingenommen wird. Der gesetzliche Anspruch umfasst die Beratung, die Versorgung mit den Arzneimitteln und die erforderlichen Untersuchungen.

Siehe auch Robert Koch-Institut: Bericht zur 1. Sitzung der Community-Vertretungen zur Evaluation der Einführung der medikamentösen HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der GKV (EvE-PrEP)

Hier finden Sie das PDF zum Download 

Und HIV&More: Einfluss der SARS-CoV-2-Pandemie auf die PrEP-Versorgung in HIV-Schwerpunktpraxen 

Mehr unter: Robert Koch-Institut - Meldung vom 27. Oktober 2020
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Medikamentenversorgung: Notapotheke

Als im Frühjahr die Corona-Pandemie den internationalen Reiseverkehr zum Erliegen brachte, hatten dadurch weltweit Menschen mit HIV enorme Probleme an ihre notwendigen Medikamente zu gelangen. Mit einem Male schien die Welt stillzustehen. Als im März im Zuge der Coronakrise immer mehr Grenzen geschlossen wurden, kam nicht nur der Reiseverkehr zum Erliegen, auch der Warenverkehr war massiv beeinträchtigt. Niemand wusste, wie lange diese Ausnahmesituation andauern würde. Vielen Nichtregierungsorganisationen aber war recht schnell klar: Die Unterbrechung der Lieferketten würde auch Medikamente betreffen.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 25. Oktober 2020
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HIV-1-Subtypen lassen sich mit In-vitro-Diagnostik zuverlässig nachweisen

In Deutschland dominiert bei Infektionen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus-1 (HIV-1) der Subtyp B. Hier war es in den 2000er Jahren durch Mutationen vereinzelt zu falsch-negativen HIV-Tests und auch zu zwei HIV-Übertragungen durch Blutspenden gekommen. Seitdem ist die Dual-Target-NAT-Testung im Blutspendewesen verpflichtend, es kam zu keiner weiteren Übertragung. Das Paul-Ehrlich-Institut und der Blutspendedienst Südafrika haben jetzt sieben zertifizierte NAT-Testsysteme zur Erkennung des weltweit vorherrschenden HIV-1-Subtyps C untersucht und die Ergebnisse im Journal of Clinical Virology veröffentlicht.

Artikel in Journal of Clinical Virology: Kress J, Vermeulen M, Chudy M, Reissinger A, Hanschmann KM, Saville A, Nübling CM (2020): Reliability of CE-marked NATs for HIV-1 subtype C detection and quantitation.

Oder Nationales Referenzzentrum für Retroviren download pdf: Retrovirus Bulletin 1/2020

Mehr unter: esanum - Meldung vom 23. Oktober 2020
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50 Jahre halbleere Versprechungen

Weltweit starben im Jahr 2019 annähernd 700.000 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion. Das sind immer noch viel zu viele, aber ohne die seit 2000 vereinbarten und realisierten Gegenmaßnahmen wären es nach epidemiologischen Projektionen über drei Millionen! Derzeit können 70 Prozent der Neugeborenen in den Niedrigeinkommensländern damit rechnen, das 60. Lebensjahr zu erreichen, während es vor der Vereinbarung der Millenniums-Entwicklungsziele im September 2000 kaum mehr als 50 Prozent waren.

Siehe auch Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Wir müssen mutig vorangehen" 

Und Pressenza - Internationale Nachrichtenagentur: Ärzte ohne Grenzen unterstützen Indien und Südafrika mit der Forderung nach Patentaussetzung für COVID-19-Produkte 

Mehr unter: Aktionsbündnis gegen AIDS - Meldung vom 22. Oktober 2020
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Aktuell: "Langfristig ist soziale Distanz immer ein Belastungsfaktor, wir Menschen brauchen die Mitwelt"

Fünf Fragen an Andreas Heinz, ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte in Berlin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Je länger eine Krise andauert und Menschen psychischen Belastungen ausgesetzt sind, desto eher sind die Selbstheilungskräfte überfordert und es kann zu psychischen Störungen kommen. Ein Ende der Coronapandemie mit den damit verbundenen Einschränkungen, der notwendigen sozialen Distanz oder je nachdem auch Isolation, ist derzeit nicht abzusehen.

Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: Pandemie: WHO erinnert an psychische Auswirkungen

Oder Deutsches Ärzteblatt: Psychische Erkrankungen: Bündnis will aufklären

Dazu auch telepolis: Gesichtslose und distanzierte Menschen 

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 21. Oktober 2020
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Erste langwirksame injizierbare HIV-Therapie

Demnächst könnte ein neuer Wirkstoff für HIV-Patienten auf den Markt kommen: der HIV-Integrasehemmer Cabotegravir. Auch als PrEP ist er im Gespräch. Rekambys enthält den bereits bekannten nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Rilpivirin. Er stammt von der Firma Janssen, war bislang aber noch nicht als langwirksame Formulierung verfügbar. Inhaltsstoff des Medikaments Vocabria von ViiV Healthcare ist der neue HIV-Integrasehmmer Cabotegravir.

Siehe auch HIV&More: HIV-Spritzentherapie

und HIV&More: Long-Acting-Medikamente: Option für die PrEP

und Pharmazeutische Zeitung: Die PrEP-Spritze mit Cabotegravir 

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 19. Oktober 2020
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Migrantinnen – ganz besondere Patientinnen?

Sind Patientinnen mit Migrationshintergrund in der Gynäkologie besondere Patientinnen? Welche Besonderheit, Schwierigkeiten und Lösungswege gibt es? Diesen spannenden Fragen widmete sich auf dem 63. DGGG-Kongress eine Session unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Heribert Kentemich und Dr. Frederike Siedentopf. Wie steht es um die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer entsprechenden Session auf dem DGGG-Kongress.

Siehe auch Medical Tribune: Kultursensitive Versorgung von Migranten ist noch lange nicht Standard

Mehr unter: esanum vom 9. Oktober 2020
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