Ausgabe *100*

      Jahrgang 26

     Mai 2022

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 


Inhaltsverzeichnis: erste Ausgabe der HIV AIDS Infos



Neues Medikament gegen multiresistente HI-Viren
Retroviren Bulletin 1 | 2022 erschienen
BZgA und PKV vertiefen Zusammenarbeit in der Förderung sexueller Gesundheit
Projekt der AIDS-Hilfe Potsdam zur Früherkennung von sexuell übertragbaren Krankheiten
Performance erinnert an die Opfer der AIDS-Krise
HIV und Schuldgefühle
Tuberkulose: Droht das Comeback?
Wer sucht, findet noch ein paar Rosinen
Rund ein Drittel der HIV-Erkrankungen durch Auslandsreisen importiert
Elite-Controller und andere Ausreißer
Praxistipp: Menschen mit HIV gegen COVID 19 impfen
Hepatitis bei Kindern - Laut EU-Behörde ECDC 190 Fälle weltweit
Kölner Arzt erhält renommierten Förderpreis für AIDS-Forschung
Pferde-Modell: Bald Impfstoff gegen Hepatitis C?
HIV: Bei sehr niedriger Viruslast ist intermittierende Tripletherapie als Erhaltung möglich

 

 

 





 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
Inhaltsverzeichnis erste Ausgabe der HIV AIDS Infos   
 
 



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Neues Medikament gegen multiresistente HI-Viren

Ein neues Medikament könnte die Behandlungschancen für HIV/Aids-Patienten, bei denen die herkömmlichen Arzneimittel der antiretroviralen Therapie nur noch schlecht wirken, deutlich verbessern. Die wissenschaftliche Untersuchung von Sorana Segal-Maurer vom New York-Presbyterian Queens Hospital ist jetzt im New England Journal of Medicine erschienen. "Für die meisten Patienten mit einer HIV-1 Infektion kann man eine wirksame antiretrovirale Behandlung finden. Aber bei manchen Patienten kommt es zu mehrfachem Behandlungsversagen durch Virusresistenzen oder Nebenwirkungen der Therapie", schreiben die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

Orginalartikel in The New England Journal of Medicine: Sorana Segal-Maurer et al.; Capsid Inhibition with Lenacapavir in Multidrug-Resistant HIV-1 Infection

Mehr unter: ORF ON Science – Meldung vom 11. Mai 2022
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Retroviren Bulletin 1 | 2022 erschienen

Die Themen dieser Ausgabe:

SARS CoV-2 und HIV – eine potentiell riskante Konstellation
HIVCOV – Auswirkung der HIV-Infektion auf SARS CoV-2-Infektionen und SARS CoV-2-Impfungen
Point-of-Care-Viruslast-Monitoring für die Prävention einer HIV Mutter-zu-Kind-Übertragung
Späte HIV-Erstdiagnose bei Pneumocystis-jiroveci-Pneumonie.

Download: Retroviren Bulletin 1 | 2022 

Mehr unter: Nationales Referenzzentrum für Retroviren im Mai 2022
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BZgA und PKV vertiefen Zusammenarbeit in der Förderung sexueller Gesundheit

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV) gehen eine langfristige Kooperation zur Förderung sexueller Gesundheit sowie der HIV- und STI-Prävention ein. Mit der Kooperation bauen die BZgA und der PKV-Verband gemeinsam erfolgreiche Präventionsansätze weiter aus und gestalten Lebenswelten für einen offenen und selbstbewussten Umgang mit dem Thema sexuelle Gesundheit. Mit 32 Millionen Euro unterstützen die BZgA und der PKV-Verband in den kommenden fünf Jahren die Umsetzung von Maßnahmen insbesondere in den Lebenswelten, wie der Schule und der medizinischen Versorgung.

Mehr unter: Presseportal -Meldung vom 9. Mai 2022
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Projekt der AIDS-Hilfe Potsdam zur Früherkennung von sexuell übertragbaren Krankheiten

HIV, Syphilis, Chlamydien, Gonorrhö (Tripper) – sexuell übertragbare Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. Im Kampf gegen die Ausbreitung dieser Krankheiten hat der Verein AIDS-Hilfe Potsdam gemeinsam mit der Deutschen Aids-Hilfe nun auch in Brandenburg das Projekt s.a.m health gestartet. Dabei können über ein Online-Portal Testkits zum Einsenden bestellt werden, ohne dass man dafür das örtliche Gesundheitsamt oder eine Ärztin bzw. einen Arzt aufsuchen muss. Ziel des Projekts ist es, Infektionen früher zu erkennen.

Mehr Informationen unter: https://samhealth.de/

Mehr unter: Land Brandenburg – Pressemeldung - Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz vom 8. Mai 2022
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Performance erinnert an die Opfer der AIDS-Krise

Er spielt die Geige wie eine Gitarre, um eine rhythmische Basis zu kreieren. Dann legt er mit dem Instrument Melodien darüber und singt dazu mit klarer, heller Stimme über Lebensmut und Traurigkeit, Ausgrenzung und Zusammenhalt. Bei dem Performance-Stück Those We Lost ist die eindringliche Musik aber nur ein Teil dessen, was der Musiker und Performance-Künstler damit vermitteln will. Gestaltet hat er das Stück nämlich, um an die Überlebensstrategien der LGBT-Gemeinschaft in den 80er- und 90er Jahren angesichts der damaligen AIDS-Krise zu erinnern.

Mehr unter: Kurier vom 6. Mai 2022
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HIV und Schuldgefühle

Die Autorin Franziska Hartung spricht mit uns über ihr Buch HIV und Schuldgefühle – Zur Psychodynamik in der HIV-Testberatung, das im September im Psychosozial-Verlag erschienen ist. Zu Beginn der Aids-Epidemie in den 1980er Jahren kam eine HIV-Infektion nicht nur einem Todesurteil gleich, sondern sie wurde auch mit einem Stigma von Schuld und Strafe für abweichendes Sexualverhalten belegt. Nun könnte man meinen, das sei heute kein Thema mehr. Aber während meiner Tätigkeit in der HIV-Testberatung im Gesundheitsamt Leipzig habe ich häufig erlebt, dass Menschen, die befürchten, sich mit HIV infiziert zu haben, enorme Schuldgefühle und Ängste vor sozialer Ächtung haben.

Mehr unter: Deutsche AIDS-Hilfe - HIV-Beratung aktuell April 2022
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Tuberkulose: Droht das Comeback?

In Deutschland gehen die Tuberkulose-Fallzahlen weiterhin zurück, allerdings nicht mehr so deutlich wie in den Jahren davor. Dem RKI wurden im Jahr 2021 in Deutschland 3.896 Tuberkulose-Neuerkrankungen übermittelt (Datenstand: 15. März 2022), 6 Prozent weniger als im Jahr 2020. Im Jahr 2020 lag die Fallzahl noch knapp 14 Prozent niedriger als 2019. Von Niedriginzidenzländern wie Deutschland wird erwartet, dass die Fallzahlen bis 2035 unter 1 Fall pro 100.000 Einwohner sinken, dafür ist eine jährliche Abnahme um mindestens 10 Prozent erforderlich.

Siehe auch Robert-Koch-Institut Pressemitteilung: Hohe Public-Health-Bedeutung der Tuberkulose 

und Übersicht Robert-Koch-Institut: Tuberkulose 

und Deutsches Ärzteblatt: Kampf gegen HIV, Tuberkulose und Malaria nicht aus den Augen verlieren 

Mehr unter: DocCheck News vom 29. April 2022
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Wer sucht, findet noch ein paar Rosinen

Die CROI war bisher das wissenschaftliche Highlight im HIV-Kongresskalender. Sicherlich ist das Niveau der Konferenz immer noch hoch, die Zahl relevanter klinischer Studien ist jedoch sehr überschaubar. Aber ein paar Rosinen gibt es noch im Kuchen, insbesondere zu den neuen Substanzen zur ART und PrEP. Die diesjährige CROI sollte in Denver/Colorado stattfinden. Doch Omikron machte den Veranstaltern erneut einen Strich durch die Rechnung. Die CROI fand zum dritten Mal in Folge virtuell statt. Vorteil: Reisen und Jetlag fallen weg. Nachteil: Es ist deutlich schwieriger, die Inhalte zu erfassen.

Mehr unter: HIV&More - Ausgabe 1 | 2022
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Rund ein Drittel der HIV-Erkrankungen durch Auslandsreisen importiert

Dunkelziffer bei heterosexuell aktiven Männern, Ansteckungen durch Drogenspritzen wurden hingegen seltener. In Österreich und der Schweiz erfahren jährlich jeweils bis zu 400 Menschen, dass sie mit HIV infiziert sind. Fast ein Drittel der Fälle sind wohl auf Auslandsreisen oder Migration zurückzuführen, berichtet die österreichische Forscherin Katharina Kusejko. Bei heterosexuell aktiven Männern ortet sie eine gewisse Dunkelziffer, und Drogenkonsum mittels Spritzen verursache immer weniger Infektionen. Die Studie ist im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes erschienen.

Studie im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes: Kusejko et al.; Similar but different: Integrated phylogenetic analysis of Austrian and Swiss HIV-1 sequences reveal differences in transmission patterns of the local HIV-1 epidemics 

Mehr unter: APA-Science vom 29. April 2022
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Elite-Controller und andere Ausreißer

Einzelfälle zeigen in der HIV- und Aids-Forschung neue Wege auf. Der »Berliner Patient« ist Legende in der Forschung zur HIV-Infektion. Der US-Amerikaner Timothy Ray Brown galt nach einer Knochenmarkspende, die an der Berliner Charité durchgeführt worden war, als »klinisch geheilt«. Die Stammzellen hatte der Patient 2007 als Therapie für seine Leukämie erhalten. Der Spender war dank einer seltenen Mutation des CCR5-Gens immun gegen HIV, das Humane Immundefizienzviurs. Davon profitierte Brown, der im Anschluss keine HIV-Medikamente mehr brauchte. Er starb schließlich im Herbst 2020 an Krebs.

Mehr unter: Neues Deutschland vom 27. April 2022
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Praxistipp: Menschen mit HIV gegen COVID 19 impfen

Beim Thema Impfungen für Menschen mit HIV gibt es noch immer Unsicherheiten in der Praxis – insbesondere bei der empfohlenen Impfung gegen SARS CoV 2. Wann wird viermal, wann fünfmal geimpft? Wir erklären es Ihnen im Interview.

Siehe auch Robert Koch-Institut: COVID-19 für die deutsche Allgemeinbevölkerung sowie die Risikogruppen – einschließlich Menschen mit HIV – finden Sie im Epidemiologischen Bulletin 7/2022 des RKI vom 17. Februar 2022.

Link zum Video Interview mit Dr. Christoph D. Spinner 

Mehr unter: esanum vom 26. April 2022
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Hepatitis bei Kindern - Laut EU-Behörde ECDC 190 Fälle weltweit

Im EU-EWR-Raum gibt es in bereits zehn Staaten 40 gemeldete Hepatitis-Fällen ungeklärter Ursache bei Kindern. Darunter auch Österreich. Weltweit sind rund 190 derartige Erkrankungsfälle dokumentiert. Das sagte Andrea Ammon, Direktorin der EU-Seuchenschutzbehörde ECDC, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Die Zahlen seien eine Momentaufnahme, die Hintergründe der Leberentzündung weiterhin Gegenstand von Untersuchungen. Die beiden Verdachtsfälle in Österreich haben sich nach der britischen Falldefinition her bestätigt und den EU-Behörden gemeldet, laut Gesundheitsministerium wurden keine weiteren Verdachtsfälle gemeldet. Die zwei Kinder werden im Wiener St. Anna-Kinderspital behandelt. Sie waren am Montag nicht in kritischem Zustand.

Siehe auch DocCheck News: Hepatitis: Besorgte Eltern beim Kinderarzt

und Pharmazeutische Zeitung: Neue Fakten zu Hepatitisfällen bei Kindern

Mehr unter: APA-Science vom 26. April 2022
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Kölner Arzt erhält renommierten Förderpreis für AIDS-Forschung

Dr. Dr. Philipp Schommers (35) forscht seit Jahren im Bereich HIV/AIDS und hat einen neuen Antikörper entdeckt, der Hoffnung auf eine Impfung gegen HIV weckt. Mit seinem Projekt zur AIDS-Forschung konnte er eine Förderung durch das renommierte Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für sich gewinnen. Schommers ist Arzt für Innere Medizin an der Uniklinik in Köln. Seine Forschungsarbeit mit dem Thema "Charakterisierung von HIV-1 Antikörperresistenzen in Patienten und ihr Einfluss auf die virale Fitness" wird nun von der DFG mit circa 2,3 Millionen Euro gefördert, und das über die nächsten sechs Jahre.

Mehr unter: TAG24 vom 23. April 2022
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Pferde-Modell: Bald Impfstoff gegen Hepatitis C?

Wissenschaftler sind schon lange auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Hepatitis C. Ein Forschungsteam hat nun einen tierischen Kandidaten gefunden, der als Modell fungieren könnte. Über 70 Millionen Menschen sind weltweit mit Hepatitis C infiziert. Die Krankheit ist zwar behandelbar, wird aber oft nicht erkannt. In 80 Prozent der Fälle verläuft sie chronisch und kann zu Leberschäden oder Leberkrebs führen. Bislang gibt es keinen wirksamen Impfstoff. Der Grund, warum die Erkrankung oft nicht ausheilt, liegt darin, dass das Virus sich ständig verändert und so dem Immunsystem entkommt.

Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum: Pferde-Hepatitis-Viren helfen Hepatitis C zu verstehen 

Originalartikel in Oxford University Press - Virus Evolution: André Gömer et al.; Intra-host analysis of hepaciviral glycoprotein evolution reveals signatures associated with viral persistence and clearance 

Mehr unter: DocCheck News vom 21. April 2022
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HIV: Bei sehr niedriger Viruslast ist intermittierende Tripletherapie als Erhaltung möglich

Die lebenslange ununterbrochene Medikamentenexposition und die tägliche Einnahme der Arzneimittel (HAART) sind für einen Teil der HIV-Patienten ein Problem und vermindern ihre Lebensqualität. Außerdem ist die tägliche Medikation kostenintensiv. Ein Ziel der klinischen Forschung ist daher, die niedrigste effektive Dosis zu ermitteln. In der prospektiv randomisierten Studie ANRS-170 QUATUOR ist geprüft worden, ob eine intermittierende Strategie mit kurzen On off Zyklen dem Standard 7 Tage kontinuierlich unterlegen ist.

Artikel in Lancet HIV: Landman R, de Truchis P, Assoumou L, et al.: A 4-days-on and 3-days-off maintenance treatment strategy for adults with HIV-1 (ANRS 170 QUATUOR): a randomised, open-label, multicentre, parallel, non-inferiority trial

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 15. April 2022
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