Ausgabe 102

      Jahrgang 27

     Januar 2023

 

Inhaltsverzeichnis


 

Vorbemerkung
Impressum
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Die Online Ausgabe der 
HIV AIDS INFOS wird von den nachstehenden Firmen unterstützt:

 





WHO: Noch keine Entwarnung bei Mpox
Generationenwechsel bei der Sexualaufklärung
Alkohol und Hepatitis C: Therapie?
Wie moderne HIV-Therapien die Lebensqualität verbessern können
Kondome in Frankreich ab Januar gratis
Schlafstörungen bei Menschen mit HIV
HIV-Test bei Minderjährigen – allein oder mit Eltern?
Was die Schweiz bei der HIV-Eindämmung von Australien lernen kann
PrEP: Versorgung bis Ende 2023 gesichert
Corona-Impfung schützt auch HIV-Infizierte
Schnelltests gegen Notfälle durch illegales Fentanyl
Aktionsbündnis gegen AIDS: Videos mit Aktivistinnen aus dem globalen Süden
Aktualisierte Leitlinien zur Therapie und Prävention von HIV
mRNA-Technologie – eliminiert diese Impfung künftige HIV-Fälle?
Ist das Ende der AIDS-Pandemie in Sicht?

 





 
 
 

Vorbemerkung

Die HIV AIDS Infos sind eine Zusammenstellung aus Internetquellen, Mail- und Newsgroups und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von ca. drei bis vier Monaten. Die einzelnen Artikel sind mit einem Link auf die Orginalartikel versehen und chronologisch geordnet.
Es wird auf diese Weise schnell über neue Entwicklungen und Änderungen in den Bereichen Epidemiologie, medizinischer Behandlung, ambulanter Pflege und psychosozialer Beratung bei HIV-Infektion, AIDS-Erkrankung und Hepatitis informiert. Die HIV AIDS Infos erscheinen in regelmäßigen Abständen und informieren interdisziplinär über Änderungen und Neuerungen auf dem Gebiet von HIV und AIDS.
 
 
 
 
 












 

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WHO: Noch keine Entwarnung bei Mpox

Die WHO hat wegen der Mpox-Ausbrüche (vormals Affenpocken) in zahlreichen Ländern eine internationale Notlage ausgerufen. Jetzt sind die Fälle um 90 Prozent zurückgegangen, Entwarnung gibt es von der WHO aber nicht. Die Zahl der Mpox-Nachweise ist weltweit deutlich geschrumpft, die 2022 in vielen Ländern erstmals aufgetauchten Ausbrüche sind dort unter Kontrolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf warnt aber vor falscher Gelassenheit, weil vor allem in Afrika weder Tests noch genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen. Das könne eine Bedrohung für die ganze Welt werden: "Wir könnten in drei Jahren eine Virusvariante haben, die deutlich weniger gut einzudämmen ist – das ist ein echtes Risiko", sagte die WHO Mpox Expertin Rosamund Lewis.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung vom 4. Januar 2023Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Generationenwechsel bei der Sexualaufklärung

Verhütung, Sex und Familienplanung – die meisten jungen Leute sind darüber online informiert. Im südafrikanischen Sambia gehen sie andere Wege. "Die Arbeit als Peer Educator hat mein Leben verändert", sagt Annette. "Ich wusste nie etwas über sexuelle Rechte und reproduktive Gesundheit und habe das Gefühl, dass ich hier richtig bin." In einem Workshop hat die 19-Jährige mehr über dieses Thema erfahren. Obwohl es beim Sex immer um persönliche Gesundheit, Rechte und Wohlergehen geht, fällt es vielen jungen Erwachsenen schwer, darüber zu sprechen. Annette aus der Zentralprovinz von Sambia engagiert sich nun in ihrer Freizeit dafür, andere jungen Menschen über sensible Themen aufzuklären.

Siehe auch Handelszeitung: Wie ein roter Armreif Kinderhochzeiten in Afrika verhindert 

Mehr unter: Plan International – Plan-Post vom 3. Januar 2023Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Alkohol und Hepatitis C: Therapie?

Alkoholkranke Personen, die mit dem Hepatitis C Virus infiziert sind, erhalten seltener antivirale Medikamente als Infizierte ohne Alkoholproblem. Das zeigt jetzt eine Studie. Eine direkt wirkende antivirale Behandlung ist hochwirksam bei der Verringerung von schweren Erkrankungen und Todesfällen bei Personen mit Hepatitis C Virusinfektion (HCV), einer Erkrankung, die bei Menschen mit Alkoholproblemen (AUD) häufig auftritt. Doch Alkoholkranke erhalten seltener antivirale Medikamente gegen Hepatitis C, wie eine Studie von Wissenschaftlern der Yale University in New Haven, Connecticut zeigt. Sie wurde in JAMA Network Open veröffentlicht.

Originalpublikation JAMA Network open: Lamia Y. Haque et al.; Association Between Alcohol Use Disorder and Receipt of Direct-Acting Antiviral Hepatitis C Virus Treatment    

Mehr unter: DocCheck News vom 2. Januar 2023Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Wie moderne HIV-Therapien die Lebensqualität verbessern können

Seit das HI-Virus entdeckt wurde, hat sich in der Entwicklung von HIV-Medikamenten sehr viel getan: Die ersten Therapien waren mit starken Nebenwirkungen verbunden und es musste eine Vielzahl verschiedener Tabletten eingenommen werden, um die Menge der Viren im Körper so niedrig wie möglich zu halten. Durch die Entwicklung von immer effektiveren Wirkstoffen sind die heutigen, modernen HIV-Medikamente mit den damaligen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit kaum zu vergleichen. So kann die HIV-Therapie heutzutage häufig mit nur einer einzigen Tablette am Tag durchgeführt werden. Bei erfolgreicher Therapie ist HIV im Blut dann auch nicht mehr nachweisbar.

Siehe auch ntv: Studie zerschlägt Hoffnung auf HIV-Impfstoff - Vakzin schützt nicht

Mehr unter: männer* vom 1. Januar 2023Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Kondome in Frankreich ab Januar gratis

Nicht nur Kondome, auch die Pille danach gibt es ab dem Jahreswechsel kostenlos in französischen Apotheken. Per Twitter gab Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekannt, dass Kondome für junge Franzosen ab dem neuen Jahr kostenlos sind. Das Gesetz ist Teil eines Maßnahmenpakets, um die sexuelle Gesundheit junger Menschen zu fördern. Für junge Franzosen gibt es Kondome ab dem 1. Januar 2023 gratis: 18- bis 25-Jährige erhalten dann kostenlos Packungen mit sechs, zwölf oder 24 Präservativen in der Apotheke. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte dies bereits Anfang Dezember bekannt gegeben. In einem bei Twitter veröffentlichten Video sagte Macron: "Das ist eine kleine Revolution der Verhütung, die nötig ist, damit sich unsere jungen Menschen beim Geschlechtsverkehr schützen."

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 30. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Schlafstörungen bei Menschen mit HIV

Schlafstörungen erfordern – wenn sie länger als vier Wochen anhalten und zu einer deutlichen subjektiven Beeinträchtigung führen – eine differenzierte Diagnostik und Therapie. Bei Menschen mit HIV sind dabei einige Besonderheiten zu beachten. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. In der Allgemeinbevölkerung leidet etwa jede*r Zehnte unter einer chronischen Insomnie. Bei PLWH ist es etwa jede*r Fünfte. Vorübergehende Schlafstörungen, z.B. in seelischen Belastungssituationen, kommen noch erheblich häufiger vor. In einer repräsentativen Studie klagten 80 Prozent der Arbeitnehmer*innen über Schlafstörungen. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Mehr unter: HIV&More Ausgabe 4 | 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


HIV-Test bei Minderjährigen – allein oder mit Eltern?

Zur sexuellen Aufklärung gehört auch die Information über sexuell übertragbare Infektionen. Viele junge Menschen möchten daher auch einen HIV-Test. Doch kann man den Test Minderjährigen ohne Wissen und Zustimmung der Erziehungsberechtigten anbieten? Bei der Einwilligung in ärztliche Behandlungsmaßnahmen, seien sie diagnostischer oder therapeutischer Natur, kommt es nicht auf die formelle Geschäftsfähigkeit an, die ab einem Alter von 18 Jahren, d.h. der Volljährigkeit, gesetzlich festgelegt ist. Es kommt auf die so genannte Einsichtsfähigkeit an. Diese kann altersmäßig nicht genau festgelegt werden.

Mehr unter: HIV&More Ausgabe 4 | 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Was die Schweiz bei der HIV-Eindämmung von Australien lernen kann

Aids-Prävention: Was kann die Schweiz von Australien lernen? Immer noch stecken sich hierzulande Jahr für Jahr mehrere hundert Menschen mit dem HI-Virus an. Australien macht einiges besser. Davon kann die Schweiz lernen. Mehr als 3.000 Neuansteckungen in einem Jahr waren der Höhepunkt der HIV-Pandemie in der Schweiz im Jahr 1987. Seitdem sei viel passiert, sagt Huldrych Günthard, Infektiologe am Universitätsspital Zürich. Das zeigt sich auch in den Zahlen. Im Jahr 2021 gab es noch gut 300 HIV-Neuansteckungen.

Mehr unter: Schweizer Radio und Fernsehen | SRF vom 19. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


PrEP: Versorgung bis Ende 2023 gesichert

Die PrEP gilt als wirksames Medikament zur Vorbeugung gegen HIV. Der Bewertungsausschuss Ärzte hat beschlossen, dass die gesetzlichen Krankenkassen bis Ende 2023 die Finanzierung der HIV Präexpositionsprophylaxe (PrEP) weiter leisten werden. Im September 2021 hatte der Bewertungsausschuss die Finanzierung noch bis Ende 2022 befristet. Aus Sicht der HIV-Schwerpunktpraxen war diese Entscheidung als riskant bewertet worden. Der Bewertungsausschuss ist ein Gremium aus Vertreter*innen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zur Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitssystems.

Mehr unter: queer vom 16. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Corona-Impfung schützt auch HIV-Infizierte

Eine Studie zeigt, dass vor allem die Boosterimpfung nützlich ist. HIV-infizierte Menschen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, bilden nach der Corona-Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoffen Antikörper gegen Sars Cov 2. Ihre Immunantwort auf die Impfung ist allerdings weniger stark als die von Gesunden. Der Unterschied verringert sich durch eine dritte Impfung. Diese Ergebnisse erzielte eine Studie mit insgesamt 91 Teilnehmenden, die ein Forschungsteam um Prof. Dr. Ingo Schmitz, Leiter der Abteilung für Molekulare Immunologie der Ruhr-Universität Bochum, durchgeführt hat. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Frontiers in Immunology.

Orginalartikel in Frontiers in Immunology: Clara Bessen et al.; Impact of SARS CoV 2 vaccination on systemic immune responses in people living with HIV  

Mehr unter: Ruhr-Universität Bochum -Pressemeldung vom 9. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Schnelltests gegen Notfälle durch illegales Fentanyl

Illegal hergestelltes Fentanyl taucht auch in Deutschland als lebensgefährliche Beimengung zu Straßenheroin auf. Ein Modellprojekt der Deutschen Aids-Hilfe mit Fentanyl Schnelltests soll Drogengebraucher*innen schützen. Am 1. Dezember 2022 ist das Bundesmodellprojekt Rapid Fentanyl Tests in Drogenkonsumräumen (RAFT) gestartet, das erste Projekt zur Feststellung von Fentanylbeimischungen in Straßenheroin in Europa. RAFT wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert, von der Deutschen Aids-Hilfe geleitetet und in zehn Drogenkonsumräumen im Bundesgebiet umgesetzt.

Siehe auch ntv: Opioid-Krise treibt so viele wie nie in den Tod 

Mehr unter: Deutsche AIDS-Hilfe - Fachportal Beratung vom 9. Dezember 2022
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Aktionsbündnis gegen AIDS: Videos mit Aktivistinnen aus dem globalen Süden

Mit dem jährlich am 10. Dezember stattfindenden internationalen Tag der Menschenrechte wird an die Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen erinnert, die 1948 nach dem Ende und den Eindrücken des zweiten Weltkriegs formuliert wurden. Menschenrechte gelten für Menschen, von Geburt an und unabhängig von Herkunftsland, sozialem Status, Hautfarbe und Religion. Eines dieser Rechte ist das Menschenrecht auf den "höchsten erreichbaren Stand an körperlicher und geistiger Gesundheit" gehört zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten, wie sie von den Vereinten Nationen im Sozialpakt 1966 formuliert und von der großen Mehrheit der Staaten auch verabschiedet wurden.

Links zu den Videos:

- Nooliet Kabanyana, Ruanda 
- Grace Febbie Ngulube, Malawi
- Meirinda Sebayang, Indonesien

Mehr unter: Aktionsbündnis gegen AIDS - Meldung vom 8. Dezember 2022
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Aktualisierte Leitlinien zur Therapie und Prävention von HIV

Die Prävention und Therapie von Infektionen mit dem Humanen Immundefizienz Virus (HIV) hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Gleichzeitig entstehen aber neue Herausforderungen, beispielsweise im Zusammenhang mit Ausbrüchen anderer viraler Infektionskrankheiten wie SARS-CoV-2 und Affenpockenvirus. Als Mitglied eines internationalen Expertenkomitees hat die DZIF Wissenschaftlerin Professor Clara Lehmann von der Uniklinik Köln an den neuesten internationalen Empfehlungen für die Behandlung und Prävention von HIV-Infektionen mitgewirkt, die nun im renommierten Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurden.

Siehe auch Leitlinien im Journal of the American Medical Association: Gandhi RT et al. Antiretroviral Drugs for Treatment and Prevention of HIV Infection in Adults 2022: Recommendations of the International Antiviral Society–USA Pane

Mehr unter: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung – Meldung vom 8. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


mRNA-Technologie – eliminiert diese Impfung künftige HIV-Fälle?

Ein Impfstoff von Moderna verzeichnet in einer ersten Studie Erfolge. Der neue mRNA-Impfstoff soll gegen HIV eingesetzt werden können. 35 der 36 Studienteilnehmenden entwickelten Antikörper gegen das Virus. Das sei ein erster Schritt zur breiten Immunität. Moderna konnte mit einem neuen Impfstoff in einer Studie Erfolge gegen HIV verbuchen. Wie bei Corona soll mRNA gegen das Virus eingesetzt werden. In einer Studie entwickelten 97 Prozent aller Teilnehmenden Antikörper gegen das HI-Virus. Laut den Wissenschaftlern sei das der erste Schritt zu einer breiten Immunität.

Studie in Science: David J. Leggat et al; Vaccination induces HIV broadly neutralizing antibody precursors in humans 

Mehr unter: 20 Minuten vom 6. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren


Ist das Ende der AIDS-Pandemie in Sicht?

Ende der AIDS-Pandemie bis 2030 – Vision oder Realität? Eine Expert:innenrunde machte sich anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember Gedanken darüber, wie ein Ende der AIDS-Pandemie bis 2030 erreicht werden könnte. Dabei zeigte sich: Trotz ambitionierter Ziele ist der Kampf gegen AIDS noch längst nicht gewonnen. Auch deshalb, weil Corona-Pandemie und restriktive LGBTQ-Gesetze zuletzt für weltweite Rückschläge sorgten. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Mehr unter: PharmaFakten vom 2. Dezember 2022Inhaltsverzeichnis  |  Text markieren











































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